Meta Platforms: Besser. Günstiger. Eigentlich.
An der Aktie von Meta Platforms (WKN: A1JWVX) mögen sich die Geister scheiden. Die einen Investoren sehen einen Social-Media-Konzern, der seine besten Tage hinter sich hat. Andere hingegen einen Konzern, der noch immer weiter wächst und neue Wachstumsfelder erschließt. Sei es durch die Monetarisierung von WhatsApp. Oder das Metaverse.
Das Metaverse ist ein gutes Stichwort. Denn die derzeitigen Investitionen führen dazu, dass Meta Platforms besser sein könnte, als wir es heute in den Kennzahlen sehen können. Bereit, die verborgenen Mechanismen dieses Social-Media-Imperiums zu entschlüsseln? Dann betrachten wir einmal den aktuellen Sachstand und die eigentliche Verbesserung.
Meta Platforms: Die Bewertung und die hohen Investitionen
Wenn wir uns die Aktie von Meta Platforms jetzt ansehen, erkennen wir bei einem Aktienkurs von 713 US-Dollar und einem Gewinn je Aktie von 23,86 US-Dollar für das Geschäftsjahr 2024 ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von ca. 29,8. Wir können jetzt bereits darüber diskutieren, ob dieser Wert günstig oder teuer ist. Mein erstes Fazit: Wenn das Gewinnwachstum im Bereich von 10 % bis 15 % pro Jahr bliebe, haben wir die Chance auf eine gute Rendite.
Aber steigen wir tiefer in die Zahlen ein. Denn der zweite Blick zeigt, dass sich Meta Platforms derzeit ein bisschen unter Wert verkauft. Das Metaverse-Geschäft im Segment Reality Labs führt zu hohen operativen Verlusten. Im Geschäftsjahr 2024 lag das Minus bei 17,7 Mrd. US-Dollar. Diesen Effekt beobachten wir mittlerweile seit Jahren. Im vorherigen Geschäftsjahr 2023 lag der Wert bei 16,1 Mrd. US-Dollar. Im ersten Jahresviertel des neuen Fiskaljahres 2025 sahen wir einen operativen Verlust von 4,2 Mrd. US-Dollar. Es fließt daher jede Menge Geld in dieses Geschäft.
Das ist umso bemerkenswerter, als dass das operative Ergebnis des Gesamtkonzerns derzeit bei 69,4 Mrd. US-Dollar liegt. Heißt für mich: Würde Meta Platforms diese Investitionen nicht tätigen, stünde der Konzern heute bedeutend besser dar. Es handelt sich um einen Wert, der aktuell fast einem Viertel des operativen Gewinns entspricht. Bereinigt um diese Investitionen könnte daher auch das Nettoergebnis von 62,3 Mrd. US-Dollar um rund ein Viertel besser sein.
Lass uns daher einmal mit diesen Zahlen rechnen: Würde Meta Platforms diese Investitionen nicht tätigen und hätte den Effekt nicht in seinen Zahlen, läge das Kurs-Gewinn-Verhältnis derzeit bei rund 23,9. Ein Wert, den ich derzeit als „Metaverse-bereinigtes“ Kurs-Gewinn-Verhältnis betrachte.
Was folgt hieraus für weitsichtige Investoren?
Auch diese Kennzahl bedarf natürlich einer Interpretation. Meine Annahme ist, dass Meta Platforms im Segment Reality Labs entweder irgendwann profitabler wird oder die Investitionen aussetzt. Das heißt: Es gibt einen Erfolg, der von allein zu sinkenden operativen Verlusten führt. Oder die Verlustserie wird nicht fortgeführt. In drei bis fünf Jahren könnte ich mir daher vorstellen, dass die Ergebnisse des Social-Media-Konzerns bedeutend anziehen. Ab diesem Zeitpunkt hätten wir dann die Verhältnisse, die wir im „Metaverse-bereinigten“ Kurs-Gewinn-Verhältnis schon heute sehen.
Aber wir sollten auch diese Bewertung nicht isoliert betrachten. Denn neben dem Metaverse dürfte es konkrete Wachstumsmöglichkeiten geben. Meta Platforms intensiviert derzeit sein Marketinggeschäft. Das sehen wir an der Anzahl von geschalteten Werbeanzeigen, die im ersten Quartal des Jahres 2025 um 5 % im Jahresvergleich gewachsen sind. Zudem hat es eine Preiserhöhung bei den geschalteten Werbeanzeigen um 10 % im Jahresvergleich gegeben. Im Kerngeschäft ist Meta Platforms daher noch immer eine Cashcow und kann aus dem Bestand mehr Umsatz generieren.
WhatsApp könnte ein großer Schlüssel für den langfristigen Erfolg sein. Derzeit nutzen rund 2 Mrd. Verbraucher den Kurznachrichtendienst. Wenn es Meta Platfoms gelingen sollte, pro Quartal einen US-Dollar Umsatz je Nutzer zu generieren, würde auch das ein Umsatzpotenzial von weiteren 8 Mrd. US-Dollar, vermutlich mit hohen Margen, bedeuten. Das operative Geschäft wächst daher noch weiter.
Meta Platforms: Günstiger, als es scheint und mit Wachstumsmöglichkeiten!
Hinzu kommen Aktienrückkäufe, die das Management von Meta Platfoms regelmäßig ausführt, um den Wert und Gewinn je Aktie zu steigern. Aber das klammern wir für heute einmal bewusst aus. Was ich dir mit meinem Artikel heute einfach aufzeigen wollte, ist: Der Gesamtkonzern befindet sich in einer Transformation, der die Bewertung höher erscheinen lässt, als sie bereinigt um diesen Effekt ist. Das Kerngeschäft ohne das Metaverse ist stärker.
Ob die Aktie damit ein Kauf ist? Das ist eine andere Frage. Für mich erscheint ein bereinigtes KGV von ca. 24 bei der Aussicht auf ein zweistelliges Gewinnwachstum jedenfalls nicht unattraktiv. Das gilt umso mehr, wenn du daran glaubst, dass aus den milliardenschweren Metaverse-Investitionen eines Tages ein neues großes Standbein entstehen wird.
10.000 % Rendite & mehr: Das Geheimnis von Amazon & Netflix geknackt!
Aktien wie Amazon, Netflix oder Monster Beverage haben in den letzten Jahrzehnten enorme Renditen gebracht. Mit dem richtigen Einstiegszeitpunkt waren sogar über 77.000 % Rendite möglich.
Dabei folgen solche Unternehmen klaren Mustern. In unserem kostenlosen Sonderbericht decken wir die Geheimnisse der besten Aktien auf – leicht verständlich und auf den Punkt gebracht.
Vincent besitzt Aktien von Meta Platforms. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Meta Platforms.
