Sartorius-Aktie: Erste Zeichen für eine Erholung – aber ist die Aktie nicht viel zu teuer?!

Ein Wissenschaftler experimentiert im Labor mit Pflanzen
Bild: Gerd Altmann via Pixabay

Sartorius (WKN: 716563) hat seit dem 01. Juli einen neuen Vorstandsvorsitzenden: Michael Grosse. Der 58-jährige Maschinenbauingenieur, der zuletzt ein großes Unternehmen für Prozess- und Verpackungslösungen leitete, tritt in große Fußstapfen. Der bisherige CEO führte Sartorius seit dem Jahr 2005 und machte das Unternehmen zu einem global aufgestellten Zulieferer der Biopharma-Branche. Der Aktienkurs stieg in dem Zeitraum grob um den Faktor 50.

Seit dem Jahr 2023 lief es operativ und bei der Aktienkursentwicklung jedoch weniger gut. Grund war eine allgemeine Schwäche im Biopharma-Bereich aufgrund des Wegbrechens der Corona-Sonderkonjunktur und eines wirtschaftlich unsicheren und weniger risikoaffinen Umfelds. Dieser Gegenwind nahm seit dem letzten Quartal 2024 langsam ab.

Der Detailblick auf die Sartorius-Quartalszahlen

Diese Erholung setzte sich im zweiten Quartals 2025 fort. Angetrieben von einer hohen Nachfrage nach Verbrauchsgütern im Bioprocess Solutions Segment – wie Nährlösungen, Filtern, Schläuchen und Propengefäßen – legte der währungsbereinigte Gesamtumsatz um 5,7 % zu. Die EBITDA-Marge kletterte um 240 Basispunkte auf 29,9 %. Im Vergleich zum (schwachen) Vorjahresquartal läuft es nun also deutlich besser. Im Vergleich zum ersten Quartal 2025 (währungsbereinigter Umsatz: + 6,5 %, EBITDA-Marge: 29,8 %) sehen wir eine gewisse Stagnation.

Für das Gesamtjahr 2025 wird weiterhin ein Umsatzwachstum von 6 % (Mittelwert) und eine EBITDA-Marge von 29 bis 30 % prognostiziert. Mittelfristig gehen wir weiterhin von höheren Wachstumsraten und einer besseren Profitabilität aus. Denn die noch anhaltende Kunden-Zurückhaltung bei Investitionen in neue Maschinen wie Bioreaktoren, Filtrationssysteme und Zentrifugen sollte abnehmen und der generelle Rückenwind der innovativen Biopharma-Branche stärker zum Tragen kommen. Bei einem KGV von 47 (Vorzugsaktie) scheint uns dieses erwartete operative Anziehen bei Sartorius eingepreist zu sein.

Aktienwelt360 Aktienkompass

+88,87%

Benchmark

+76,73%

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Ist die Sartorius-Aktie zu teuer?

Das ist schwierig zu sagen, da das Geschäft in den letzten Jahren stark schwankte. Waren die Corona-Jahre außerordentlich gut? Oder die Zeit nach Corona außerordentlich schlecht? Vermutlich liegt die Wahrheit in der Mitte. Rechnet man anhand der neuen, für 2028 kommunizierten Mittelfristziele den Gewinn je Aktie hoch, könnte die heutige Bewertung trotz des optisch hohen KGV durchaus gerechtfertigt sein.

Dennoch bleibt ein Beigeschmack: Die vorherige Prognose konnte nicht erreicht werden, und die neue Mittelfristprognose stellt eine deutliche Verschlechterung gegenüber der Vorherigen dar. Denn diese hatte genau diese Zahlen (Umsatz von 5,5 Mrd. Euro und operatives Ergebnis von 1,9 Mrd. Euro) schon für das Jahr 2025 in Aussicht gestellt. Drei verlorene Jahre! Jedoch müssen wir dem neuen CEO eine Chance geben, es in Sachen Prognosen besser zu machen als seine Vorgänger – und nicht zur Unzeit überteuerte Übernahmen zu tätigen.

Langfristig liegt die größte Chance im langfristigen Wachstum der Life-Sciences-Industrie. Insbesondere in der Biopharma-Industrie scheinen extreme Durchbrüche in Bereichen wie mRNA-Technologie oder der CRISPR-Technologie möglich, von denen Sartorius als „Schaufelverkäufer“ profitieren dürfte – also als Möglichmacher eines Goldrauschs.

Auf der Seite der Risiken sehen wir die technologische Entwicklung in der Biotechnologiebranche, die sehr dynamisch ist. Sartorius muss aufpassen, nicht den Anschluss an ebenfalls stark aufgestellte Wettbewerber wie Thermo Fisher und Danaher zu verlieren.

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