LVMH-Aktie: Die Schwächephase hält an – so billig ist die Aktie jetzt schon!

Ein Schild mit der Aufschrift "Louis Vuitton", eine Marke von LVMH, umgeben von Palmen und blauem Himmel
Foto: Ekaterina Belinskaya via Pexels

„Der weltweit führende Luxuskonzern“ – so bezeichnet sich LVMH (WKN: 853292) selbst. Während das nach wie vor für Umsatz, Gewinn und Gesamt-Markenwert gilt, stimmt diese Aussage aktuell gemessen an der Marktkapitalisierung nicht mehr. Denn Hermès (249 Mrd. Euro) hat LVMH (232 Mrd. Euro) vor kurzem beim Börsenwert überholt.

Dass es bei Hermès bei der Aktienkursentwicklung und auch operativ besser als bei LVMH läuft, liegt am stärkeren Fokus auf „echten“ Luxus für die Schönen und Reichen dieser Welt. LVMH adressiert mit seinen im Vergleich erschwinglicheren Produkten und 75 Marken eine vielschichtigere Käufergruppe. Das hat viele Vorteile – insbesondere ein deutlich größeres Umsatzpotenzial (in 2024 generierte LVMH rund fünfmal so viel Umsatz wie Hermès).

Verbraucher verzichten auf Luxus

Doch dieser breitere Fokus bringt auch Nachteile mit sich, die im aktuellen „gestörten geopolitischen und wirtschaftlichen Umfeld“ besonders zum Tragen kommen. Denn im Gegensatz zur sehr reichen Klientel verzichten Konsumenten aus der (oberen) Mittelschicht derzeit eher auf einen neuen Koffer von Rimowa oder den Champagner von Veuve Clicquot. Das gilt besonders in Asien.

In der Region Asien (ohne Japan) – mit China als wichtigstem Markt – sank der organische Umsatz von LVMH abermals – um 6 % im zweiten Quartal 2025. Die Kaufzurückhaltung bei chinesischen Konsumenten ist auch ein Grund für den starken Umsatzrückgang in Japan (-28 %). Im Vorjahresquartal hatten chinesische Touristen noch den schwachen Yen genutzt und die dortigen Umsätze befeuert. In Europa und den USA, die zusammen genau 50 % der Gesamtumsätze ausmachten, stagnierten die Umsätze. Insgesamt fiel der organische Umsatz um 4 % und damit noch etwas stärker als im ersten Quartal (-3 %).

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Gewinnrückgang bei LVMH

Auch die Profitabilität ging zurück. Im ersten Halbjahr 2025 (detaillierte Zahlen veröffentlicht LVMH nur halbjährlich) sank die operative Gewinnmarge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 290 Basispunkte auf 22,6 %. Doch immerhin im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2024 stieg die Profitabilität wieder an. Unterm Strich verblieb im ersten Halbjahr 2025 ein Gewinnrückgang von 22 %.

Das sieht nicht gut aus, überrascht uns aber auch nicht. Wir warten weiterhin geduldig auf eine Verbesserung des makroökonomischen Umfelds und vertrauen – wie CEO und Großaktionär Bernault Arnault – auf „das enorme langfristige Potenzial von LVMH (…), die Führungsposition des Konzerns im Luxusgüterbereich weiter auszubauen“. Gemessen am Gewinn aus 2024 ist die Aktie mit einem KGV von 19 günstig wie selten.

LVMH-Aktie: Der langfristige Blick

Mit seinen diversen Segmenten (Fashion & Leather Goods, Perfumes & Cosmetics, Watches & Jewelry, Selective Retailing) und rund 75 oft weltbekannten Marken ist der Konzern langfristig vielversprechend aufgestellt. Wir denken, dass LVMH mehr oder weniger so weitermachen sollte wie in den vergangenen zehn Jahren. Das heißt, weitere spannende Marken aufzukaufen und diesen zu mehr Wachstum zu verhelfen.

Gleichzeitig sollte man die Markenbegehrlichkeit der bestehenden Marken hoch halten beziehungsweise noch verstärken und so steigende Umsätze und eine noch höhere Profitabilität erzielen. Dabei sollte das Management aufpassen, den “Wachstumsbogen” nicht zu überspannen, um das Besondere/Exklusive der einzelnen Marken zu bewahren. Der Rückgang der operativen Gewinnmarge im zweiten Halbjahr 2024 von 26,5 % auf 20,7 % könnte ein Anzeichen sein, dass man den Bogen bereits überspannt hat und die Markenwerte weniger stark sein könnten als gedacht.

Grundsätzlich gilt jedoch: Langfristig steigt die Nachfrage nach Luxusgütern weltweit, was aus unserer Sicht die größte Chance für LVMH ist. Weiteres Wachstumspotenzial besteht zudem durch Akquisitionen.

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