Novo Nordisk-Aktie crasht nach Gewinnwarnung und Management-Wechsel!

Ein Mann mit Handschuhen und Maske hält vier Spritzen zwischen seinen Fingern
Foto: Gustavo Fring via Pexels

Ei, was ist denn da bei der Novo Nordisk-Aktie (WKN: A3EU6F) los? Die Aktie verliert nach der Bekanntgabe vorläufiger Zahlen für das zweite Quartal rund 30 %. Von der Erfolgsgeschichte des ehemaligen CEO ist kaum mehr etwas übrig. Der, übrigens, nicht ganz unschuldig ist.

Die Hintergründe zum Novo-Aktiencrash!

Denn insbesondere die Novo Stiftung schien zuletzt unzufrieden und wirkte massiv auf Veränderungen ein. CEO Lars Fruergaard Jørgensen muss auf Druck der Investoren gehen. Für ihn übernimmt mit Maziar Mike Doustdar ein Eigengewächs aus dem Hause Novo Nordisk. Er soll den Wandel bringen.

Der Markt reagiert offenbar auch aufgrund der Personalie überaus empfindlich. Man habe sich frischen Wind und nicht einen etablierten Novo-Manager gewünscht. Wobei wir ehrlich sagen: Jeder CEO hat seine Vorteile. Ein Eigengewächs kennt die Strukturen, die Prozesse und die möglichen Hebel zum Optimieren. Natürlich wird man irgendwann ein wenig betriebsblind. Aber in Anbetracht des massiven Abverkaufs kann Doustdar seine Aufgabe eigentlich gar nicht missverstehen.

Zurück zu den Zahlen: Novo Nordisk rechnet mit einem deutlich langsameren Wachstum. Aufgrund einer schwächeren Nachfrage nach Ozempic durch erhartenden Wettbewerb soll der Umsatz im Geschäftsjahr 2025 „lediglich“ noch um 8 % bis 14 % im Jahresvergleich wachsen. Das operative Ergebnis hingegen um bis zu 16 %, im Worst-Case um bis zu 10 %. Das ist im Vergleich zu den früheren Prognosen, wonach der Umsatz um bis zu 24 % wachsen sollte, ein klarer Einschnitt. Aber eine Zäsur?

Aktienwelt360 Aktienkompass

+103,46%

Benchmark

+77,97%

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Wie ist die Novo Nordisk-Aktie jetzt bewertet?

Nunja. Die Novo Nordisk-Aktie wird derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von ca. 15,8 bewertet. Das kann sich in den kommenden Tagen womöglich ändern, wir sprechen zum Zeitpunkt des Verfassens von einem Kurs von ca. 47 Euro oder 357 Dänischen Kronen. Für einen Konzern, der in diesem Jahr um 10 % beim Umsatz und im fortgeführten Geschäft wohl auch beim Gewinn wachsen dürfte, halten wir diese Bewertung für bedeutend zu preiswert.

Natürlich wird Novo Nordisk zeigen müssen, dass man im Adipositas-Markt relevant bleibt. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass Diabetes das Hauptgeschäft ist und Novo Nordisk hier weiterhin eine klar führende Wettbewerbsposition hat. Die neuen Produkte von Novo Nordisk sind außerdem nicht schlecht. Sie sind womöglich auf einer Linie oder leicht schlechter als die Produkte von Eli Lilly. In Gänze das Wachstumspotenzial abzustreiten, das halten wir für einen Fehler.

13+1 | RisikoReich

Wir geben dem neuen CEO daher eine Chance und auch dem eigentlich defensiven Konzern weiterhin eine Chance in unserem Depot. Wegovy wird in zehn Jahren nicht (mehr) das wichtigste Produkt sein, hier sind wir uns fast sicher. Mit über 3,2 % Dividendenrendite denken wir außerdem: Wir erhalten eine solide Wette mit Wachstumspotenzial zu einem absolut fairen Preis. Mehr dazu bei den ausführlichen Quartalszahlen am 06. August.

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