Knorr-Bremse-Aktie: Große Pläne für die zweite Jahreshälfte
Wir haben die Knorr-Bremse-Aktie (WKN: KBX100), den Münchner Ausrüster für den Schienen- und Schwerlastverkehr, im Vorfeld der Halbjahreszahlen als aktuelle Kaufchance für den Aktienkompass genannt – und wurden nicht enttäuscht. Das Management selbst spricht von einer überzeugenden und starken Leistung. Aber sind es nicht wir Investoren, die immer wieder aufs Neue überzeugt werden müssen? Wir haben uns die Zahlen genauer angeschaut.
Knorr-Bremse-Aktie: Ein Stabilitätsanker
Während die Halbjahreszahlen wegen des sehr ordentlichen ersten Quartals weiterhin sehr solide wirken, gab es im Q2 doch das ein oder andere störende Minuszeichen: Ein Umsatzrückgang von 0,7 %, ein um 4,5 % verringertes EBIT und sogar ein um 8,1 % geschrumpfter freier Cashflow. Und weil der Auftragseingang etwas geringer als der Umsatz von knapp 2 Mrd. Euro ausfiel, sank auch der Auftragsbestand im Vergleich zum 31. März. Immerhin: mit 7,3 Mrd. Euro ist er weiterhin erfreulich hoch.
Wie bereits im Q1 ist es weiterhin die Lkw-Sparte CVS, welche Knorr-Bremse ausbremst. Dort hat das Management allerdings bereits vor drei Monaten eine Belebung für das jetzt laufende zweite Halbjahr in Aussicht gestellt.
Erfreulich ist daneben, dass KB Signaling sich weiterhin prächtig entwickelt unter dem Dach des Konzerns. Auch insgesamt lief es beim Schienenverkehr in den USA gut. Dass dort derzeit ein Megadeal zwischen zwei Eisenbahngesellschaften ansteht, könnte interessante Perspektiven für Knorr-Bremse eröffnen.
Ebenso wichtig ist, dass Knorr-Bremse im gigantischen Asien-Markt weiter expandieren kann, insbesondere in China und Australien. Im ersten Halbjahr hat Asien mehr Umsatz beigesteuert als Nordamerika.
Der Zug hat keine Bremse?
Insgesamt hat Knorr-Bremse damit schon überzeugen können, da die Erwartungen an das Q2 nicht besonders hoch waren. Richtig überzeugend fänden wir allerdings, wenn die Belebung im Lkw-Segment nun tatsächlich spürbar wird, aus Innovationen im Labor Umsatztreiber werden, und die Früchte des noch laufenden Restrukturierungsprogramms in den Zahlen sichtbar werden.
Die Potenziale zur deutlichen Verbesserung der Zahlen sind groß und wir sind zuversichtlich, dass das Management die Weichen richtig stellt, um sie künftig auszuschöpfen. Zu beachten ist dabei allerdings, dass die Währungsumrechung den Umsatz drückt, weshalb die Umsatzprognose um 300 Mio. US-Dollar zurückgenommen wurde. Da die Kosten im gleichen Maß fallen, soll sich an der EBIT-Marge nichts ändern.
Langfristig wird das Unternehmen aus unserer Sicht seine starke Marktposition nutzen, um die Wertschöpfungstiefe und den Mehrwert für Kunden zu steigern. Dabei spielt die zunehmende digitale Vernetzung eine Rolle, sowie die Entwicklung von Lösungen mit strategischen Partnern. Die Marktposition könnte sich allerdings auch als Risiko entpuppen, wenn Kartellämter sich das Oligopol (das bedeutet, es gibt nur wenige Anbieter) genauer anschauen.
Investieren wie ein Profi: Mit diesen Kennzahlen meisterst du jede Aktienanalyse!
Wenige Kennzahlen – maximaler Durchblick: In unserem exklusiven Sonderbericht zeigt dir Aktienwelt360-Chefanalyst Florian König, wie du mit 15 clever ausgewählten Bilanzkennzahlen jedes Unternehmen im Handumdrehen durchleuchtest.
Lerne, wie das Wälzen trockener Zahlen zur spannenden Schatzsuche für smarte Anleger werden kann. Praxisnah, fundiert und überraschend einfach erklärt – in unserem Sonderbericht „15 Bilanzkennzahlen, die dich zu einem besseren Anleger machen”.
Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Knorr-Bremse.
