Novo Nordisk: 28 Jahre wachsende Dividende – was brachten 20 Jahre Aktienrückkäufe?!

Dominosteine stehen in einer Reihe
Bild: Atlantic Ambience via Pexels

Novo Nordisk (WKN: A3EU6F) ist für seine Dividende bekannt. Besonders in den letzten Monaten fiel der dänische Pharmakonzern mit einer Ausschüttungsrendite von zeitweise über 5 % auf. Insgesamt schien die fundamentale Bewertung sehr preiswert zu sein.

Aber vor allem auch das Wachstum ist wichtig. Novo Nordisk erhöhte in diesem Jahr seine Dividende zum 28. Mal in Folge. Damit gehört die Aktie zum Kreis der Dividendenaristokraten. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um die einzige Möglichkeit, Kapital an die Investoren zurückzuführen. Denn das Management nutzt auch Aktienrückkäufe.

Aktienrückkäufe zielen darauf ab, langfristigen Mehrwert für die Investoren zu erzielen. Das Management reduziert die Anzahl ausstehender Aktien. Der Gewinn verteilt sich auf weniger Anteile, die verbleibenden Investoren besitzen mehr vom Unternehmenskuchen. Besonders wenn ein Management die Kapitalrückführung über viele Jahre angeht, kann sich der Anteil am Unternehmen deutlich erhöhen. Novo Nordisk besitzt in dieser Hinsicht eine spannende Vergangenheit. Sehen wir uns an, was die letzten 20 Jahre in diesem Kontext gebracht haben.

Novo Nordisk: Neben der Dividende liefern Aktienrückkäufe Mehrwert!

Das Management von Novo Nordisk hat in diesem Jahr erneut mit einem Aktienrückkauf begonnen. Insgesamt sollen bis zu 15 Mrd. Dänische Kronen in diese Form der Kapitalrückführung fließen. Ausgehend von umgerechnet etwa 2,01 Mrd. Euro und einer Marktkapitalisierung von rund 170 Mrd. Euro könnte das Management derzeit 1,2 % der ausstehenden Anteile kaufen und einziehen. 1,2 % mögen wenig erscheinen. Aber vor allem, wenn das Management günstige Bewertungen über lange Zeiträume effektiv nutzt, entstehen deutlich größere Mehrwerte.

Das hat Novo Nordisk in der Vergangenheit getan. Im Jahre 2005 gab es um Splits und Co. bereinigt noch 6,7 Mrd. ausstehende Aktien des dänischen Pharmakonzerns. Allein bis zum Jahre 2010 reduzierte das Management die Anzahl der Aktien um 10,5 % auf 6 Mrd. Aktien. 2015 waren es noch 5,2 Mrd. Aktien und bis 2020 ging es sogar bis auf 4,74 Mrd. Anteilsscheine runter. Zum Ende des Geschäftsjahres 2025 waren es 4,465 Mrd. Anteilsscheine. Das ist das vorläufige Fazit unseres Rückblicks. Denn mit dem Ende des Jahres 2025 gab es das letzte Update zur Anzahl ausstehender Aktien.


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Insgesamt investierte Novo Nordisk je nach Quelle zwischen 250 und 300 Mrd. Dänischer Kronen in Aktienrückkäufe. Das entspricht einem Gegenwert von 35 bis 40 Mrd. Euro. Rund jede dritte Aktie hat der dänische Konzern in den letzten 20 Jahren daher gekauft und eingezogen. Eine enorme Wertsteigerung, die über diesen langen Zeitraum erzielt worden ist. Man hat die Anzahl ausstehender Aktien bedeutend reduziert.

Nicht alles war sinnvoll!

Leider müssen wir aber auch festhalten, dass nicht alle Aktienrückkäufe von Novo Nordisk sehr sinnvoll waren. In den Jahren 2022 bis 2024 investierte das Management zu sehr hohen Kursen. Damit wurde eher kein Wert geschaffen, sondern Wert für die Aktionäre vernichtet. Es wäre schlauer gewesen, das Volumen aufzusparen. Denn heute könnte das Management damit deutlich größere Mehrwerte erzielen und die Menge ausstehender Aktien bedeutender reduzieren.

So flossen im Jahre 2022 beispielsweise 24 Mrd. Dänische Kronen in die eigene Aktie. 2023 waren es 30 Mrd. Dänische Kronen und noch 2024 weitere 20 Mrd. Dänische Kronen. Die durchschnittlichen Kurse lagen bei 99,20 Euro 2022, 93,40 Euro in 2023 und 110 Euro in 2024. Viel zu teuer. Auch bei damaligen Kurs-Gewinn-Verhältnissen von 35 bis 40 schien die fundamentale Bewertung alles andere als preiswert. Es flossen damit rund 10 Mrd. Euro zu einer Zeit, in der kaum eigene Aktien eingezogen werden konnten. Im Umkehrschluss hätte man heute damit mehr als 5 % der ausstehenden Aktien kaufen und einziehen können.

Wir müssen daher leider festhalten, dass das frühere Management von Novo Nordisk Aktienrückkäufe teilweise nicht effektiv genutzt hat. Das sollte in Zukunft anders sein. Denn Rückkäufe erschaffen nur Wert, wenn sie zu einer preiswerten Bewertung erfolgen. Ansonsten wäre die Dividende vielleicht doch die bessere Alternative gewesen.

Novo Nordisk: Dividende und Aktienrückkäufe als Werttreiber!

Nichtsdestotrotz können wir festhalten, dass die Aktie von Novo Nordisk zwei werttreibende Kapitalrückführungen besitzt. Die wachsende und adelige Dividende zeigt, dass das grundsätzliche Geschäftsmodell eher defensiv ist und Gewinnwachstum ermöglicht hat. Aktienrückkäufe wirkten als Katalysator. Wobei jede dritte ausstehende Aktie in den letzten 20 Jahren gekauft und eingezogen worden ist.

Die Kapitalrückführungen sind damit ein Teil der Rendite von Novo Nordisk. Wir sollten sie im Auge behalten. Denn sie bedeuten nicht nur zukünftige Renditemöglichkeiten. Wir müssen auch überprüfen, ob das Geld an den richtigen Stellen fließt oder nicht woanders besser aufgehoben ist.

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