340 € Dividende mit der BASF-Aktie? So realistisch ist die Rechnung!

In unsicheren Zeiten kann die Aussicht auf stabile Dividenden für Anleger attraktiv sein. Die Auswahl an entsprechenden Aktien an der Börse ist begrenzt.
Im DAX 40 galt die BASF-Aktie (WKN: BASF11) lange Zeit als verlässlicher Ausschütter. Doch die Zeiten haben sich geändert. Ein Transformationsbedürfnis sorgt für hohe Investitionen und mehr Unsicherheit.
Was bedeutet das jetzt für die Dividende? Wie realistisch ist es, mit der BASF-Aktie über Jahre hinweg hohe Dividendensummen zu erzielen und kann der Chemieriese an frühere Rekordwerte anknüpfen?
Zwischen Anspruch und Wirklichkeit: BASF kämpft um alte Stärke
Die Rechnung klingt zunächst verlockend: Wer genügend Aktien hält, kann über Jahre hinweg Erträge im dreistelligen Bereich in Form einer stabilen Dividende erzielen.
Aktuell liegt die Mindestdividende der BASF-Aktie bei 2,25 Euro je Aktie für die kommenden drei Geschäftsjahre bis 2028, zusätzlich sollen bis dahin mindestens vier Milliarden Euro an eigenen Aktien zurückgekauft werden.
Das schafft zwar Planungssicherheit, liegt jedoch deutlich unter der Rekorddividende von 3,40 Euro, die für die Geschäftsjahre 2021 bis 2023 ausgeschüttet wurde. Der finanzielle Spielraum, diese zu leisten, wird jedoch enger.
Grund hierfür ist die angespannte operative Lage des Unternehmens. BASF leidet unter hohen Energiekosten, insbesondere in Europa, sowie unter einer schwachen Industriekonjunktur.
Zudem ist die Nachfrage aus wichtigen Abnehmerbranchen wie dem Automobil- und dem Baugewerbe zuletzt deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig belasten geopolitische Unsicherheiten und strukturelle Herausforderungen in China das Geschäft.
Hinzu kommt der massive Umbau des Konzerns. BASF investiert Milliarden in neue Produktionsstandorte, beispielsweise in Asien, und treibt die Transformation zu nachhaltigeren Chemielösungen voran. Diese Investitionen belasten den freien Cashflow, aus dem Dividenden finanziert werden, kurzfristig. Parallel dazu entwickelte sich das EBITDA schwach.
Dennoch gibt es Lichtblicke. Sollte sich die Weltwirtschaft stabilisieren und insbesondere die Nachfrage aus China wieder anziehen, könnte BASF von seiner globalen Aufstellung profitieren.
Zudem hat sich durch kriegsbedingte Engpässe im Nahen Osten gezeigt, dass Chemie aus Europa trotz hoher Preise wieder attraktiv ist. Hierbei dürfte es sich jedoch nur um ein Strohfeuer handeln, es spricht aber für die Lieferkettenstärke.
Anders verhält es sich bei den Effizienzprogrammen und Kostensenkungen. Sie könnten mittelfristig die Margen verbessern. Eine Rückkehr zur Rekorddividende ist daher nicht ausgeschlossen, hängt jedoch von mehreren externen Faktoren ab, die das Unternehmen nur begrenzt steuern kann.
Geduld statt Traumrendite: Was Anleger jetzt erwarten sollten
Die Vorstellung, mit 100 BASF-Aktien langfristig eine Brutto-Dividende von 340 Euro zu erhalten, ist zwar rechnerisch möglich, aber kein Selbstläufer. Anleger sollten sich dagegen von solchen kurzfristigen Renditefantasien lösen und stattdessen die fundamentale Entwicklung des Konzerns im Blick behalten.
Die BASF ist und bleibt ein solider Dividendentitel. Doch die Zeiten üppiger Ausschüttungen auf Rekordniveau scheinen erst einmal vorbei zu sein. Wer jetzt investiert, setzt auf eine schrittweise Erholung und nicht auf schnelle Gewinne. Trotz des Versprechens einer Mindestdividende gibt es keine Garantie auf Erfolg.
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Frank besitzt Aktien von BASF. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.