Berkshire-Aktie vor dem Buffett-Abgang: Immer noch einen Kauf wert?

Nahaufnahme des weltbekannten Investors Warren Buffett
Foto: The Motley Fool

Mit seinen Zahlen gibt Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) immer einen guten Einblick in die US-Wirtschaft. Der Gewinnanstieg bei der Eisenbahngesellschaft, dem Energieversorger sowie den Fertigungs- und Dienstleistungsunternehmen sendet ein leicht positives Signal. Hier sind die Fakten, die Investoren der Berkshire-Aktie kennen sollten.

Berkshire-Aktie: So sieht es bei den Versicherungen aus

Warren Buffett tritt weiterhin nicht aufs Gaspedal: Auch im zweiten Quartal fanden keine Aktienrückkäufe statt, zudem wuchs der Cashbestand auf die schwindelerregende Höhe von 339,8 Mrd. US-Dollar. Dies wird durch den stetigen Anstieg des Versicherungsfloats um 3 Mrd. US-Dollar auf rund 174 Mrd. US-Dollar in der ersten Jahreshälfte untermauert.

Nicht ganz so gut lief es beim Gewinn der Versicherungen. Das versicherungstechnische Ergebnis nach Steuern sank im zweiten Quartal um 271 Mio. US-Dollar auf rund 2 Mrd. US-Dollar. Der gute Gewinn des Kfz-Versicherers GEICO wurde durch höhere Verluste bei den Erst- und Rückversicherungen ausgeglichen.

Der Gewinn nach Steuern aus Investitionen im Versicherungsgeschäft stieg im zweiten Quartal um 1,4 % auf 3,37 Mrd. US-Dollar gegenüber dem zweiten Quartal 2024, was auf höhere durchschnittliche kurzfristige Bestände von Anleihen zurückzuführen ist. Dieser Anstieg wurde teilweise durch niedrigere Zinsen und Dividendenerträge ausgeglichen.

Und die anderen Geschäftszweige?

Der Gewinn nach Steuern der Eisenbahngesellschaft BNSF stieg im zweiten Quartal um 19,5 % auf 1,47 Mrd. US-Dollar. Dies ist in erster Linie auf eine verbesserte betriebliche Effizienz und Produktivität sowie niedrigere effektive Steuersätze zurückzuführen.

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Beim Versorger Berkshire Hathaway Energy stieg der Gewinn nach Steuern im zweiten Quartal um 7,2 % auf 702 Mio. US-Dollar. Dieser Gewinnanstieg spiegelt höhere Gewinne aus dem US-Versorgungsgeschäft wider, die teilweise durch geringere Gewinne aus dem Erdgasleitungsgeschäft und anderen Energiebereichen ausgeglichen wurden.

Auch das Fertigungs-, Dienstleistungs- und Einzelhandelsgeschäft konnte den Gewinn nach Steuern um 6,5 % auf 3,6 Mrd. US-Dollar steigern. Der Händler für Convenience Stores, Großhändler, Drogerien und Restaurantketten McLane verzeichnete einen deutlichen Gewinnanstieg, während die Gasthofkette Pilot aufgrund geringerer Einnahmen einen geringeren Gewinn verzeichnete. Insgesamt waren die operativen Gewinne aller Tochtergesellschaften der Berkshire-Aktie stabil.

Das Aktienportfolio schwankt wie immer

Die Aktiengewinne lagen bei 4,97 Mrd. US-Dollar und damit unter den Gewinnen von 18,75 Mrd. US-Dollar aus dem Vorjahr. Da diese Gewinne nicht realisiert wurden, können sie sehr schwanken und bieten keine verlässliche Aussage. Rund vier Fünftel des Gesamtportfolios konzentrieren sich auf fünf Unternehmen: American Express, Apple, Bank of America, Coca-Cola und Chevron.

Eine klare Aussage bietet die Abschreibung von 3,76 Mrd. US-Dollar auf die Kraft-Heinz-Ketchup-Beteiligung. Hier sind die Wachstumsraten aufgrund der Konsumstimmung nicht wie geplant eingetroffen.

Unser Fazit zur Berkshire-Aktie

Berkshire Hathaway bleibt auch weiterhin eine Holding, die kein Sturm umwerfen kann. Deshalb ist die Berkshire-Aktie für uns als langfristige Investoren eine gute Basis fürs Depot.

Warren Buffett wird das Unternehmen zum Jahresende verlassen. Die Berkshire-Aktie ist auf eine vernünftige Nachfolgeregelung abgewiesen und Buffett muss den jungen Managern Schritt für Schritt mehr Verantwortung übertragen. Er ist ein Meister darin, die richtigen Anreize zu setzen; das wird ihm gelingen. In Zukunft werden die Investitionen wohl etwas technologieorientierter werden.

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