Berkshire Hathaway: Ohne Warren Buffett – 3 große Veränderungen!
Bei Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) stehen die Zeichen auf Veränderung. Zum Jahreswechsel räumt Warren Buffett seinen Chefsessel. Für ihn rückt der herangezogene Greg Abel nach. Es ist wohl keine Übertreibung, wenn ich sage: Es wird die bedeutendste Transformation, seitdem das Orakel von Omaha den ehemaligen Textilkonzern erworben hat.
Um das gleich direkt zu sagen: Die DNA von Warren Buffett, seinem unternehmensorientierten und langfristigen Ansatz dürfte erhalten bleiben. Auch an seinen Kernpositionen wird sich wohl so schnell nichts verändern. Aber es ist vermessen anzunehmen, dass mit dieser Nachfolge alle Dinge beim Alten bleiben.
Hier sind jedenfalls die drei Dinge, die ohne Warren Buffett bei Berkshire Hathaway deine Aufmerksamkeit verdienen. Es stecken Chancen, Risiken und Möglichkeiten hinter jeder einzelnen Position.
Berkshire Hathaway: Die Buffett-Prämie dürfte gelockert werden
Die Aktie von Berkshire Hathaway hat definitiv eine Prise von Warren Buffett in sich. Gemeint ist hiermit der Aufschlag, den die Investoren dem Konglomerat gewähren. Zu lange hat das Orakel von Omaha den Markt outperformt. Seine Rendite von über 20 % pro Jahr ist einfach legendär.
Die naheliegende Folge ist für mich: Ohne Warren Buffett verschwindet die Prämie. In Ansätzen können wir das bereits beobachten. Seit der Ankündigung im Mai hat Berkshire Hathaway von ca. 539 US-Dollar bis auf 474 US-Dollar nachgegeben. Dass die Legende geht, wirft ihre Schatten voraus. Zum Vergleich: Der S&P 500 hat im gleichen Zeitraum von 5.638 auf über 6.300 Zähler zugelegt. Es ist wohl so etwas wie eine letzte Verneigung vor der prägendsten Börsenpersönlichkeit.
Wichtig ist jedoch, dass die Aktie von Berkshire Hathaway dafür eine neue Bewertung erhalten hat. Derzeit liegt das Kurs-Buchwert-Verhältnis bei ca. 1,54 laut Daten von Gurufocus. Das ist in etwa das Niveau, das das Orakel von Omaha immer als attraktiv befand, wenn es um Aktienrückkäufe geht. Natürlich muss sich Greg Abel seinen Premium-Aufschlag erst noch verdienen. Aber die Aktie könnte dadurch wieder interessanter geworden sein. Denn, vergiss nicht: Ein großer Teil der DNA von Warren Buffett bleibt im bisherigen Portfolio erhalten.
Welche Ausrichtung folgt auf Warren Buffett?!
Die zweite spannende Frage ist: Was wird CEO Greg Abel priorisieren? Warren Buffett hat das Konglomerat so geschaffen, wie er es konnte. Es steckt sein Circle of Competence in jeder einzelnen Position, Beteiligung und jedem gekauften Unternehmen. Aber Greg Abel hat, obwohl er lange Jahre bei Berkshire Hathaway ist, nicht die gleichen Erfahrungen gemacht.
Tatsächlich ist Abel in einem anderen Geschäft groß geworden: Dem der Infrastruktur. Sein Steckenpferd ist Berkshire Hathaway Energy, das weite Teile der Energieinfrastruktur in den USA konzentriert. Wird das abfärben? Wird er sich auch zukünftig primär darum kümmern, einfach weil er es kennt? Kann er all den großen Beteiligungen die gleiche Aufmerksamkeit schenken, wie Warren Buffett es tat? Es gilt immerhin, auch Versicherungen und das Eisenbahngeschäft als strategischen Dreiklang hochzuhalten.
Greg Abel kann Berkshire Hathaway. Aber es sind manchmal wichtige Nuancen bei der Führung, die entscheidend sind. Immerhin: Warren Buffett steht Abel noch beratend zur Seite, das hat er erklärt. Aber mit bald 94 Jahren dürfte sich das Orakel von Omaha konsequent mehr auf seinen Ruhestand konzentrieren.
Berkshire Hathaway: Neue Nuancen durch mehr Ted und Todd!
Die wohl größte Chance bei Berkshire Hathaway liegt für mich in den zwei Investment-Managern von Berkshire Hathaway: Ted Weschler und Todd Combs. Wenn Warren Buffett seinen Stuhl geräumt hat, werden die zwei wohl mehr Verantwortung bei börsennotierten Beteiligungen erhalten. Und wohl auch mehr Geld. Das schafft Raum für Möglichkeiten. Für einen neuen Circle of Competence, der die Aktienkäufe betrifft.
Ted und Todd wird viel Einfluss auf Warren Buffett nachgesagt. Die Beteiligung an Apple geht wohl auf starkes Einwirken der zwei zurück. Das Gleiche gilt wohl auch für die kleinere Position an Amazon. Es dürfte daher spannend werden, welche Beteiligungen sie zukünftig finden. Der Kompetenzkreis dürfte jedenfalls deutlich Tech-affiner sein. Das kann eine neue Ausrichtung mit Chancen, aber auch Risiken bedeuten.
Cash ist für Ted und Todd jedenfalls ausreichend vorhanden. Berkshire Hathaway besitzt einen Cashberg von fast 350 Mrd. US-Dollar. Selbst wenn sie 10 oder 15 Jahre benötigen, einen größeren Teil dieses Geldes in lukrative Investitionen zu stecken, kann das fantastische Mehrwerte erzeugen.
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Vincent besitzt Aktien von Amazon und Berkshire Hathaway. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Amazon, Apple und Berkshire Hathaway.
