Trotz KI-Boom: Die Equinix-Aktie kommt nicht vom Fleck

Aktive Server oder Supercomputer in einem Rechenzentrum
Foto: Panumas Nikhomkhai via Pexels

Dass Lösungen auf Basis künstlicher Intelligenz boomen, ist eine Binsenweisheit. Um dieser steigenden Nachfrage Herr zu werden (und ihre KI-Dienste weiter zu verbessern) investieren die Tech-Giganten Microsoft, Alphabet, Meta und Co. allein im laufenden Jahr einen Betrag von mehreren hundert Mrd. US-Dollar. Ein guter Teil dieser Investitionen fließt in den Ausbau der eigenen Rechenzentren. Vor diesem Hintergrund könnte man erwarten, dass auch bei der Equinix-Aktie (WKN: A14M21) – dem weltweit größten Betreiber von Rechenzentren – das Geschäft anzieht.

Darum hängt die Equinix-Aktie hinterher

Das ist aber nicht der Fall. Das währungsbereinigte Umsatzwachstum betrug im zweiten Quartal 2025 „nur“ 5 %. Es war damit so schwach wie noch nie in den letzten zehn Jahren. Auch die Steigerung der AFFO (diese bereinigte Kennzahl wird zur Messung des operativen Gewinns von REITs verwendet) von 7 % lag unter dem langjährigen Mittel der zweistelligen Wachstumsraten.

Der KI-Boom bleibt bei Equinix also offensichtlich aus. Die 272 weltweit verteilten Rechenzentren des Konzerns sind dennoch gut ausgelastet. Stetig kommen neue Kunden hinzu (im Quartal unter anderem Schneider Electric und Essilor Luxottica), die Teile ihrer digitalen Infrastruktur über Equinix laufen lassen. Auch die eingangs erwähnten Hyperscaler nutzen die xScale-Rechenzentren von Equinix, um weltweit nah am Kunden zu sein. Entsprechend erweitert das Unternehmen seine weltweite Präsenz stetig – im Quartal wurden drei Rechenzentren auf den Philippinen übernommen, 59 Projekte (dies können neue Rechenzentren oder Erweiterungen bestehender Standorte sein) befinden sich aktuell in Umsetzung.

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Läuft der KI-Boom an Equinix vorbei?

Wir beobachten genau, ob sich dieser Ausbau der Kapazitäten mittelfristig in wieder steigenden Umsatzraten niederschlagen wird. Zudem sind wir auf die weitere Ausrichtung und Kommentare des Managements gespannt. Die CEO berichtete bei der Vorstellung der jüngsten Zahlen von „einem starken ersten Halbjahr 2025 (als) Beleg dafür, dass unsere Strategie die Chancen nutzt“. Das sehen wir nicht wirklich so.

Der Kapitalmarkt übrigens auch nicht – die Equinix-Aktie fiel seit Jahresbeginn um 17 % und notiert ziemlich genau auf dem Stand von vor fünf Jahren. Wir bleiben bei diesem langfristigen Gewinner jedoch geduldig dabei. Auch deshalb, weil die Bewertung mit dem 20-fachen erwarteten AFFO je Aktie günstig aussieht. Das Ganze sehen wir in Verbindung mit der weltweit steigenden Nachfrage nach Rechenzentren-Kapazitäten aufgrund der anhaltenden Digitalisierung unserer Welt.

Die Tatsache, dass die Equinix-Aktie KI und Dividende in einem Papier verbindet, ist ebenfalls interessant.

Das größte Risiko liegt in der rasanten technologischen Entwicklung (z.B. von neuen Chips für KI-Anwendungen). Diese kann zu hohen notwendigen Investitionen in den Rechenzentren führen. Gestiegene Zinsen könnten außerdem mittelfristig auf das Ergebnis drücken.

Eine besondere Sorge von uns ist die gewisse Abhängigkeit von Big Tech. Die größten vier Kunden machen zusammengenommen rund 10 % der wiederkehrenden Umsätze aus. Wie in dem Short-Report von Hindenburg Research beschrieben, könnten die großen Cloud-Provider zur Konkurrenz werden. Das gilt aktuell stärker denn je, da diese zig Milliarden in den Ausbau ihrer KI-Infrastruktur, auch Rechenzentren, stecken.

Aus unserer Sicht kann sich Equinix über sein globales Netzwerk aus über 10.000 Unternehmenskunden, die Fähigkeiten in Sachen Multi-Cloud-Strategien und die Spezialisierung auf den Rechenzentrumsbetrieb vom Wettbewerb abheben. Zusätzlich arbeitet man auch mit den Cloud-Providern zusammen, um vom Wachstum dieser zu profitieren. Um den entsprechenden Ausbau der Rechenzentren zu finanzieren, setzt Equinix auch auf Joint Ventures.

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