Starbucks-Aktie: Lohnt es sich wieder, in die Kaffeekette zu investieren?

Logo und Schriftzug an einer Filiale der Kaffeekette Starbucks
Foto: Dom J via Pexels

Die Konsumentenstimmung in den USA ist bescheiden. Das Geld sitzt nicht mehr locker, was mehrere Fastfood-Ketten bestätigten. Dies zeigen auch die Zahlen der berühmten Kaffee-Marke Starbucks (WKN: 884437). In Nordamerika fiel der Umsatz der vergleichbaren Filialen um 2 %. Dieser Rückgang entstand durch 3 % weniger Transaktionen, die wiederum teilweise durch einen Anstieg des durchschnittlichen Ticketwerts (Einkaufskorb) um 1 % ausgeglichen wurden.

Starbucks-Aktie steigert trotzdem den Konzernumsatz

Dennoch konnte das Unternehmen den Nordamerika-Umsatz insgesamt um 2 % auf 6,9 Mrd. US-Dollar steigern, da im Jahresvergleich knapp 5 % mehr firmeneigene Filialen hinzugekommen sind. Der operative Gewinn auf dem Kontinent sank jedoch von 1,4 Mrd. US-Dollar auf 0,92 Mrd. US-Dollar. Dies ist auf Investitionen zur Unterstützung der Initiative „Back to Starbucks”, wie zusätzliche Arbeitskräfte und die Konferenz Leadership Experience 2025, sowie auf die Inflation zurückzuführen.

Ein ähnliches Bild zeigt sich auch im internationalen Geschäft. Ein Umsatzwachstum von 9 % konnte nur durch 7 % mehr eigene Filialen und einen günstigen Währungseffekt von 3 % erzielt werden. In diesem Quartal ist auch die Übernahme eines britischen Lizenzpartners enthalten. Die Transaktionen und Ticketpreise waren stabil, nur China ist es wert, genauer betrachtet zu werden. Der Umsatz in vergleichbaren Filialen stieg um 2 %, was auf einen Anstieg der Transaktionen um 6 % zurückzuführen ist. Dieser Anstieg wurde teilweise durch einen Rückgang des durchschnittlichen Ticketwerts um 4 % ausgeglichen. Positiv ist, dass der chinesische Verbraucher durch eine höhere Besuchsfrequenz wieder für Wachstum sorgt.

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Aufgrund verstärkter Werbeaktivitäten sank der operative Gewinn im internationalen Geschäft um 5,2 % auf 272,7 Mio. US-Dollar.

So sieht die Entwicklung der Konzernzahlen aus

Weltweit hat Starbucks im letzten Quartal knapp 308 Filialen neu eröffnet. Davon werden 53 % selbst betrieben, für den Rest wurde eine Lizenz vergeben. Der Schwerpunkt der Niederlassungen liegt weiterhin in den USA mit 17.230 Filialen, gefolgt von China mit 7.828 Filialen.

Über alle Segmente hinweg konnte das Unternehmen im abgelaufenen Quartal einen Umsatz von 9,5 Mrd. US-Dollar erzielen, was währungsbereinigt einem Wachstum von 3 % entspricht.

Aufgrund der Investitionen in die neue Kultur sank die operative Marge um 680 Basispunkte auf 9,9 %. Auch der Gewinn je Starbucks-Aktie ist um 47 % auf 0,49 US-Dollar gefallen. Hier musste auch ein einmaliger Steueraufwand verbucht werden, der sich mit insgesamt 0,11 US-Dollar negativ auf das Ergebnis je Aktie im dritten Quartal ausgewirkt hat.

Strategiewandel bei Starbucks

Die im Juni durchgeführte Konferenz für über 14.000 Führungskräfte soll den Strategiewandel beschleunigen und den Mitarbeitern ein besseres Gefühl für vereinfachte Abläufe und tiefere Kundenbeziehungen vermitteln. Das kostet erst einmal, wird sich unserer Ansicht nach aber langfristig positiv auswirken.

Bei der Starbucks-Aktie ist noch viel in Bewegung. Eine wesentlich verbesserte Konsumstimmung könnte dem Unternehmen Auftrieb verleihen. Bis dahin hat das Management Zeit, die Kultur zu verändern und den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen. Wir werden dies intensiv beobachten. Das Management von Starbucks muss unserer Ansicht nach weiterhin in die Attraktivität der Filialen und des Sortiments investieren. Sonst läuft man unter Umständen auch Gefahr, sich von einem aufstrebenden Widersacher langfristig den Rang ablaufen zu lassen.

Starbucks-Aktie: Die Chancen und Risiken

Das größte Risiko für die Starbucks-Aktie ist die zunehmende Unsicherheit, die dazu führt, dass die Verbraucher weniger Geld für Starbucks-Getränke ausgeben. So wirken sich der USA-China-Konflikt und der Nahost-Konflikt negativ auf die Einnahmen der Kaffeekette aus. Hinzu kommt, dass das Unternehmen aufgrund hoher Mieten keine flexible Kostenstruktur hat und in Krisenjahren in die Verlustzone rutscht.

Die größte Chance liegt im verstärkten Wachstum durch neue Städte und Standortkonzepte. Der Lifestyle-Kult um Starbucks und das Starbucks-Getränk als Statussymbol können weitere Impulse für die Starbucks-Aktie geben.

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