Diageo-Aktie: Ist die Schnaps-Dividende von 3,9 % jetzt attraktiv?

Kermit der Frosch liegt, umringt von Schnapsflaschen, betrunken auf einer Bank
Foto: Alexas_Fotos via Pixabay

Nach zwei schlechten Jahren hat der britische Alkoholproduzent Diageo (WKN: 851247) vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 24/25 (endet immer am 30. Juni) vorgelegt. Obwohl es bei Umsatz und Gewinn auf den ersten Blick erneut abwärts ging, enthält der Bericht doch einige Anzeichen dafür, dass Diageo die Talsohle durchschritten hat. Der Markt sah das auch so und spendierte der gebeutelten Diageo-Aktie einen Kurssprung von 4,9 %.

Die aktuellen News der Diageo-Aktie

Aber der Reihe nach. Beim Umsatz steht ein kleiner Rückgang von 0,1 % auf 20,2 Mrd. US-Dollar. Diese Entwicklung wurde von ungünstigen Wechselkursen (0,6 %) und Beteiligungsverkäufen (1,1 %) negativ beeinflusst. Rechnet man diese Faktoren heraus, konnte Diageo den Umsatz um 1,7 % steigern, was sich etwa gleich auf Preiserhöhungen und Absatzwachstum verteilte. Aber selbst die unbereinigte Zahl stellt schon eine deutliche Verbesserung zum Vorjahr dar, als der Umsatz um 1,4 % gesunken war.

Nachdem zuletzt die Regionen Nord- und Lateinamerika sowie Karibik schwach waren, zeigte sich hier im letzten Jahr eine Besserung. Beide Märkte erzielten ein Umsatzwachstum von jeweils unter 1 %. Besonders stark war der kleine Markt Afrika, der um 3,1 % zulegte. Schwierig bleibt weiterhin die Region Asien/Pazifik, wo die Verbraucher immer noch zurückhaltend sind und eher zu preiswerten Alternativen greifen. Hier ging Diageos Umsatz um 4,8 % zurück.

Einige Kernmarken von Diageo erzielten ausgezeichnete Ergebnisse, darunter Don Julio und Guinness mit jeweils zweistelligem Wachstum. Zudem gewann Johnnie Walker Marktanteile im internationalen Whisky- und Scotch-Segment. Der Nettoumsatz des alkoholfreien Portfolios (und hier insbesondere Guinness 0.0) legte um satte 40 % zu – das ist in einer Welt, in der vor allem junge Menschen weniger trinken, nicht unwichtig.


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Keine hochprozentigen Unternehmensgewinne

Der ausgewiesene operative Gewinn sank um hohe 27,8 % und die ausgewiesene operative Gewinnmarge um 819 Basispunkte. Das klingt viel und ist auch viel, allerdings gab es auch hier außerordentliche Einflüsse. Dazu zählen Wertminderungen bei zum Verkauf stehenden Tochtergesellschaften, aber auch Restrukturierungskosten von 225 Mio. US-Dollar, um Kostensenkungen zu erreichen. Rein organisch sank der operative Gewinn nur um 0,7 %; das liest sich schon bedeutend besser.

Der Gewinn pro Diageo-Aktie vor außerordentlichen Sonderposten lag bei 1,642 US-Dollar, was einem Rückgang von 8,6 % entsprach.

Besonders gefällt uns, dass Diageo einen beeindruckenden freien Cashflow von 2,7 Mrd. US-Dollar erreicht hat. Die Dividende für das Gesamtjahr bleibt unverändert bei 103,48 Cent, womit zumindest dieser Teil unserer Investitionsthese intakt bleibt. Die Dividendenrendite liegt bei attraktiven 3,9 %.

Woran das Unternehmen jetzt arbeitet

Das Management kündigte an, dass das Unternehmen in den nächsten drei Jahren 125 Mio. US-Dollar mehr einsparen möchte. Das wären dann insgesamt 625 Mio. US-Dollar, die sich im Ergebnis und den Margen bemerkbar machen sollten. Diese Einsparungen sollen durch gezieltere Werbe- und Verkaufsförderungsmaßnahmen, Effizienzsteigerungen in der Lieferkette und reduzierte Gemeinkosten erzielt werden. Der Umsatz im laufenden Geschäftsjahr wird wieder bei rund 20 Mrd. US-Dollar gesehen; allerdings soll der operative Gewinn um rund 5 % steigen. Darin enthalten sind bereits die Auswirkungen der Zölle, die Interims-CEO Nik Jhangiani im Analystencall auf etwa 200 Mio. US-Dollar bezifferte, sofern es bei den aktuell kommunizierten Werten bleibt.

Apropos Nik Jhangiani: Der eigentliche CFO von Diageo hat nach dem Rücktritt von Debra Crow interimsweise die Rolle des CEO übernommen. Seine Rolle als CFO wird ebenfalls vorübergehend Deirdre Mahlan einnehmen, die auf 27 Berufsjahre bei Diageo und den Vorgängergesellschaften zurückblicken kann.

Unser Fazit zur Diageo-Aktie

Insgesamt ist dies ein Abschluss, der Hoffnung macht. Diageo ist noch lange nicht wieder da, wo das Unternehmen mal war, aber die Zahlen und der Ausblick zeigen dann doch, dass der freie Fall der Jahre 2023 und 2024 beendet zu sein scheint. Davon sollte auf lange Sicht auch der Kurs der Diageo-Aktie profitieren.

Als größtes Risiko auf diesem Weg sehen wir den Fokus von Diageo auf hochpreisige Marken. In einer Wirtschaftskrise kann das nach hinten losgehen. Außerdem behalten wir die hohe Verschuldung im Blick. Als größte Chance sehen wir Marktanteilsgewinne im weltweiten Spirituosenmarkt, der seinerseits um 4 % pro Jahr im Umsatz wächst.

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