The Trade Desk: Der Hauptgrund für den 40-Prozent-Crash – und warum wir investiert bleiben
Ei, was ist denn da schon wieder bei der The Trade Desk-Aktie (WKN: A2ARCV) los? Nach den Quartalszahlen verlieren die Anteilsscheine rund zwei Fünftel ihres Börsenwertes. Eigentlich setzen wir doch auf einen dynamisch wachsenden Akteur im Markt programmatischer Werbung. Hat sich hieran etwas verändert? Aus unternehmensorientierter Sicht: Nein. Aber es gibt mögliche Bedrohungen durch die Konkurrenz wie Amazon. Aber es entstehen auch neue Chancen.
Die Zahlen der The Trade Desk-Aktie
Fangen wir vielleicht ganz banal mit den neuesten Zahlen an: The Trade Desk lieferte ein Umsatzwachstum von 19 % auf 694 Mio. US-Dollar. Das ist sogar ein Prozentpunkt mehr, als vom Markt erwartet worden ist. Beim Nettoergebnis schaffte The Trade Desk ein Wachstum um 5 Mio. US-Dollar auf 90 Mio. US-Dollar oder 0,18 US-Dollar je The Trade Desk-Aktie. Das ist ebenfalls solide, zumal die Nettomarge von 13 % das gut profitable Plattformgeschäft unterstreicht. Soweit zu den Basics.
Übrigens: Ohne aktienbasierte Vergütungen läge der Wert bei 203 Mio. US-Dollar oder 0,41 US-Dollar je The Trade Desk-Aktie. Das Unternehmen bleibt damit in der Gegenwart auf Erfolgskurs.
Kommen wir nun zu den Aspekten, die Sorgen bereiten: The Trade Desk rechnet im dritten Quartal mit einem Umsatz von 717 Mio. US-Dollar. Das reichte dem Markt nicht. Wir sehen aber einen soliden Zuwachs. Gleichzeitig beunruhigte den Markt, dass es mit Alex Kayyal einen neuen CFO gibt. Der Markt reagiert unserer Ansicht nach mit übertriebener Skepsis. Zumal Kayyal zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Tech-Industrie mitbringt und auch als Investor aktiv ist.
Der Hauptgrund für den Absturz des Aktienkurses!
Der wohl größte Sorgenfaktor ist aber Amazon. Amazon könnte das Wachstum hemmen und hat eine eigene, ähnliche Werbeplattform gelauncht. Im Fokus stehen Inhalte auf Webseiten, Videos und Audio-Inhalten. Das ist dem Angebot von The Trade Desk sehr ähnlich. Wir sehen aber auch hier die Kehrseite: Dass Amazon sich diesem Markt widmet, zeigt das große Potenzial programmatischer Werbung. The Trade Desk ist Konkurrenz nicht neu. Schließlich mischt seit Jahrzehnten auch Alphabet in diesem Markt mit. Gerade mit dem UID-2.0-Verfahren hat unsere Empfehlung aber einen Mechanismus im Angebot, der auch die Anwender-Seite miteinbezieht. Diesen Vorteil müssen Konkurrenten erst einmal ausgleichen.
In Summe sehen wir daher einen gut wachsenden, digitalen Werbespezialisten, der nach den Zahlen wieder einmal Luft abgelassen hat. Noch ein paar positive Aspekte: The Trade Desk gewann Visa für den Markt in Neuseeland und Australien. Zudem kooperiert Snowflake im UID-Bereich mit dem Unternehmen. Auch im Bereich von KI-Programmen kann The Trade Desk die Kundenbasis weiter ausbauen. Wir sehen daher eigentlich mehr positive Aspekte als mögliche Bremsklötze. Zumal erste Analysten auch darauf verweisen, dass The Trade Desk als Werbepartner für Amazon interessant sein könnte.
The Trade Desk-Aktie: Unser Fazit!
Konzentrieren wir uns daher auf das Wachstum und die Aussicht auf steigende Profitabilität. Und, immerhin: Die Bewertung der The Trade Desk-Aktie ist jetzt mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von unter 10 wieder moderater.
The Trade Desk bietet Dienstleistungen rund um Programmatic Advertising an. Das bedeutet, dass Werbeanzeigen in Sekundenbruchteilen während des Ladens einer Website personalisiert werden. Die Passgenauigkeit und die Conversions der eingesetzten Werbemittel steigen dadurch. Werbetreibende erhalten höhere Conversions und die Adressaten ein Angebot, das sie auch wirklich interessiert. Hohe Net Retention Rates von 95 % seit über zehn Jahren zeigen, dass der Ansatz von The Trade Desk funktioniert. Dabei adressiert das Unternehmen ein Marktpotenzial, das in hoher dreistelliger Milliardenhöhe liegen dürfte.
Laut Statista soll der Markt „Programmatic Advertising“ bis zum Jahre 2027 auf mehr als 700 Mrd. US-Dollar anwachsen. Die Marktkapitalisierung der The Trade Desk-Aktie von 26,5 Mrd. US-Dollar erscheint dafür vergleichsweise preiswert. Mit dem UID 2.0 könnte The Trade Desk langfristig außerdem die Cookies obsolet werden lassen. Insofern ist die Marktchance heute bedeutend größer als die Bewertung.
Auf der anderen Seite konkurriert The Trade Desk mit Branchengrößen wie Apple und Alphabet, die den Markt zunehmend zu ihren Gunsten fragmentieren wollen. Dennoch ist das Verfahren von The Trade Desk fortschrittlich und die hohen Retention Rates der Werbekunden zeigen, dass viele Werbetreibende dem Ökosystem treu bleiben.
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