Dicker Data-Aktie: So wahrscheinlich ist jetzt der Turnaround!

Eine Brille vor einem Computer-Bildschirm mit vielen Programmen, Daten und Code
Foto: Kevin Ku via Pexels

Die letzten Quartale waren für alle IT-Dienstleister schwierig. Das schwache konjunkturelle Umfeld ermunterte die Kunden nicht gerade, viel Geld für neue Rechner und Programme auszugeben. Das bekam auch Dicker Data (WKN: A1C89A) zu spüren, dessen Tradition zweistelliger Umsatzzuwächse seit 2022 nicht mehr aufrechterhalten werden konnte. Das Unternehmen ist sowohl im Hardware- als auch im Software-Geschäft tätig, aber diese breite Aufstellung konnte nicht verhindern, dass der Kurs der Dicker Data-Aktie seit 2022 um rund 50 % sank. Wie stehen jetzt die Chancen auf einen Turnaround?

Kleine Schritte nach vorn

Unter der neuen Führung des Dreigestirns Vladimir Mitnovetski, Mary Stojcevski und Ian Welch konnte Dicker Data mit einem sehr schönen ersten Halbjahr 2025 an alte Zeiten anknüpfen. Der durch die Einstellung des Supports von Windows 10 erzwungene Austausch von PCs sowie mehrere große Aufträge im Bereich der künstlichen Intelligenz sorgten für ein Wachstum des Bruttoumsatzes von 15,7 % auf 1,84 Mrd. Austral-Dollar.

Dabei ging die Bruttomarge von 9,8 auf 9,1 % zurück. Dies hat das neue Management bewusst in Kauf genommen, da Dicker gezielt höherwertige Unternehmensgeschäfte mit geringeren Margen gesucht hat, was auf den anhaltend schwachen Markt für kleine und mittlere Unternehmen zurückzuführen ist. Nach Angaben von Microsoft war Dicker Data im ersten Halbjahr 2025 auf dem australischen Gerätemarkt weiterhin führend.

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Das operative Ergebnis EBITDA legte um 9,4 % auf 75,4 Mio. Austral-Dollar zu. Gesunkene Abschreibungen und Zinsen ließen den Nettogewinn um 11,1 % auf 39,4 Mio. Austral-Dollar oder 21,8 Cent je Dicker Data-Aktie steigen.

Dicker Data-Aktie: Die Bilanz ist stabil

Die Nettoverschuldung des Unternehmens hat sich leicht auf 299,5 Mio. Austral-Dollar erhöht; der operative Cashflow von 49 Mio. Austral-Dollar im ersten Halbjahr deckt die fälligen Zinszahlungen von 10,7 Mio. Austral-Dollar jedoch fast fünfmal ab – das ist nichts, was uns Sorgen macht. Die Aktionäre sollen weiterhin eine Quartalsdividende von 11 Cent je Dicker Data-Aktie erhalten.

Was bleibt neben diesen Zahlen noch vom ersten Halbjahr? Dicker Data wurde als Vertriebspartner für den Aufbau von Australiens erster souveräner KI-Fabrik A1-F1 in Melbourne ausgewählt, die einen bedeutenden Beitrag zum Umsatz liefert. Gemeinsam mit Dell Technologies und Equinix (Sydney) beteiligt sich Dicker Data an einer KI-Proof-of-Concept-Einrichtung, in der Partner KI-Workloads testen können. Und last but not least wurde Dicker zum Vertriebspartner sowohl für den führenden Cybersecurity-Anbieter CrowdStrike als auch für den KI-Datenmanagement-Anbieter VAST ernannt.

Wir bleiben bei unserer Empfehlung für die Dicker Data-Aktie

Die Geschäfte am anderen Ende der Welt laufen also wieder gut. Neue Aufträge sorgen für höhere Umsätze und Gewinne, und so gab das Management eine Guidance für das Gesamtjahr von 3,7 bis 3,8 Mrd. Austral-Dollar aus. Das wäre ein Umsatzwachstum zwischen 10 und 13 %. Auch der Gewinn soll zulegen.

Wir werden die weitere Entwicklung beobachten und schauen, dass dies mehr als ein Strohfeuer ist und dass Dicker Data die Wachstumsdelle jetzt nachhaltig hinter sich gelassen hat. Die Bewertung ist so niedrig wie seit Jahren nicht mehr, weil das verlangsamte Wachstum Luft aus der Dicker Data-Aktie gelassen hat. Eine nachhaltige Fortsetzung des Wachstums könnte eine Neubewertung des Papiers auslösen. Insgesamt halten wir die Aktie für einen spannenden und vor allem hierzulande unbekannten Nebenwert.

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