BASF-Aktie: 5% Dividende noch sicher für 2026?

Verschiedene farbige Flaggen mit dem BASF Logo und Slogan
Foto: BASF SE

Wer hätte gedacht, dass eine BASF-Aktie (WKN: BASF11) so sicher ist wie ein Sparbuch? Anleger warten Jahr für Jahr mit höchster Erwartungshaltung auf die satte Dividendenzahlung und rechnen ihre Rendite fast schon vor der Hauptversammlung aus – trotz makroökonomischer Turbulenzen und struktureller Unsicherheiten im Chemiesektor.

Ja, man könnte fast meinen, die Dividendenpolitik des Ludwigshafener Konzerns sei ein Naturgesetz, das auch 2026 unerschütterlich Bestand haben muss. Ein Irrglaube, wie ich meine.

Stabile Historie unter Druck

Der traditionsreiche Dividendenlieferant hat in den letzten Jahren eine beeindruckende Kontinuität bewiesen. Doch mit 2023 kam der Bruch: Von 3,40 Euro pro Aktie für das Geschäftsjahr 2023 fiel die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2024 auf 2,25 Euro – ein Schritt, der insbesondere Einkommensinvestoren schmerzte.

Doch klare Ansagen zur Dividendenpolitik sollten beruhigen. Das Ziel lautet, für die Jahre 2025 bis 2028 mindestens 12 Mrd. Euro auszuschütten. Die Dividende soll sich derweil auf mindestens 2,25 Euro jährlich belaufen.

Bei einem Kurs von rund 45,36 Euro errechnet sich aktuell immer noch eine Dividendenrendite von knapp 5 %, wodurch BASF im Kreis der DAX-Dividendenstars bleibt. Doch wie belastbar ist diese Aussage?


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Erste Halbjahr 2025 durchwachsen

Die Zahlen des ersten Halbjahres 2025 sind dagegen als ernster Warnhinweis zu verstehen. Zwar ging der Umsatz nur um 1,5 % auf 33,1 Mrd. Euro zurück, doch das Ergebnis je Aktie brach um 50,6 % ein. 

Bereinigt konnte das Minus auf 21 % begrenzt werden, wobei mit 2,60 Euro bereits der versprochene Dividendenwert erzielt wurde. Allerdings müssen auch große Investitionen gestemmt werden. 

Bei einer Nettoverschuldung von 21,3 Mrd. Euro kann das eine größere Herausforderung darstellen. Der Free Cashflow lag im ersten Halbjahr bei knapp minus 1,3 Mrd. Euro, das EBITDA vor Sondereinflüssen sank um 13 % auf 4,4 Mrd. Euro.

Zudem leiden die Ludwigshafener unter den chronisch hohen Energiepreisen in Deutschland. Global belasten Handelskonflikte, und auch die Konjunktur fasst nicht richtig Tritt. Hinzu kommen Überkapazitäten am Weltmarkt, eine zurückhaltende Industrietätigkeit und zusätzliche Sonderbelastungen, etwa durch Schließungen wenig wettbewerbsfähiger Anlagenteile und Anpassungen der Investitionsstrategie.

Das Dividendenversprechen der BASF ist also kein Freifahrtschein. Mit dem laufenden Konzernumbau, geplanten Anteilsverkäufen und hohen Investitionen – etwa in die chinesischen Verbundstandorte – sind hohe frei verfügbare Mittel stärker gefragt denn je. Und gerade hier gab es zuletzt keine Entspannung zu vernehmen.

Fazit zur BASF-Aktie: Jeder Prozentpunkt der Dividende muss verdient werden

Unter dem Strich bleibt eine Dividendenrendite von 5 % für die BASF-Aktie zwar realistisch, sie ist aber keineswegs garantiert. Stärkere Rückgänge auf der Ertragsseite oder strategische Überraschungen können die Ausschüttung für 2026 jederzeit beeinflussen. Anleger dürfen also weiter hoffen, ihre Dividende sollten sie aber besser erst nach der nächsten Hauptversammlung zählen.

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Frank Seehawer besitzt Aktien von BASF. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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