Diese Rüstungsaktie ist 2025 eine geniale Investmentidee
Die meisten Rüstungsaktien haben in den vergangenen drei Jahren einen gewaltigen Boom erlebt, vor allem die deutscher und europäischer Waffenhersteller. Doch während Rheinmetall (WKN: 703000) & Co. von Rekord zu Rekord eilten, ist der Börsenboom an vielen großen US-amerikanischen Rüstungskonzernen mehr oder weniger spurlos vorbeigegangen.
Trotzdem halte ich eine US-Rüstungsaktie derzeit für eine geniale Investmentidee. Um wen es sich handelt, und warum ist das glaube, verrate ich dir in diesem Beitrag.
Aktienkurs unter Druck
Ich will die Katze gleich zu Beginn aus dem Sack lassen. Bei meiner Investmentidee handelt es sich um Lockheed Martin (WKN: 894648), den größten Rüstungskonzern der Welt.
Der Kurschart spricht nicht unbedingt eine Empfehlung für die Lockheed Martin-Aktie aus. Seit ihrem Allzeithoch im Oktober vergangenen Jahres hat der Rüstungstitel rund ein Drittel seines Wertes eingebüßt. Im laufenden Jahr ging es mit Lockheed Martin um knapp 20 % an der Börse bergab.
Woran liegt es, dass der US-Rüstungsriese in den letzten Monaten so stark unter Druck geriet? Eine einzige Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Der Hauptbelastungsfaktor für den Aktienkurs ist aber zweifellos das von Lockheed Martin entwickelte und produzierte Kampfflugzeug F-35.
Ein Kampfflugzeug als Belastungsfaktor
Die F-35 ist, wenn man so will, das Brot-und-Butter-Produkt von Lockheed Martin. Der Kampfjet macht gegenwärtig rund 30 % des Umsatzes des Rüstungskonzerns aus und bringt ein Viertel des Gewinns ein.
In den vergangenen Monaten sorgten einige Hiobsbotschaften rund um die F-35 für schlechte Stimmung. Allen voran stutzte das US-Verteidigungsministerium seine Beschaffungspläne für den Kampfflieger deutlich zurück.
Die US Air Force soll nach jüngsten Plänen nur noch die Hälfte der ursprünglich geplanten 48 Stück bekommen. Bei der Navy wurde die Bedarfsplanung von 17 auf 12 Maschinen korrigiert und auch die US Marines müssen auf zwei Modelle verzichten.
Auch im Ausland steht das F-35-Programm zunehmend in der Kritik. Zahlreiche Staaten haben aufgrund der feindseligen Politik der Trump-Regierung in den vergangenen Monaten eine Überprüfung ihrer Bestellungen von US-Kampfflugzeugen angekündigt. Italien und Kanada, zwei sehr wichtige Kunden für das Kampfflugzeug von Lockheed Martin, wollen ihre Bestellungen noch einmal überprüfen. Auch in Dänemark wachsen angesichts der Spannungen um Grönland die Zweifel am amerikanischen Kampfjet. Und Portugal hat weitere Bestellungen komplett zurückgezogen.
Lockheed Martin könnten damit Milliardenumsätze verlorengehen, schließlich liegt der Kaufpreis für eine F-35 bei stolzen 90 Mio. US-Dollar. Hinzu kommen jährliche Beschaffungskosten für Ersatzteile im Gegenwert von rund 4 Mio. US-Dollar.
Gehört Drohnen die Zukunft?
Neben den besagten Orderkürzungen gibt es ein weiteres Problem für das Kampfflugzeug von Lockheed Martin. Bemannte Flugzeuge gehören nicht mehr zu den 17 Kernbereichen, die das US-Verteidigungsministerium zum Jahresbeginn definierte. Im Klartext: Von Piloten gesteuerte Flugzeuge sind nach Einschätzung des Pentagons offenbar nicht mehr die Zukunft der Luftkriegsführung.
Die Entwicklung des Ukraine-Krieges zeigt, dass offenbar Drohnen die Zukunft der Kriegsführung gehört. Im Gegensatz zu Kampfflugzeugen sind sie relativ preiswert, schnell zu produzieren, leicht zu transportieren und einfach zu bedienen.
Das US-Verteidigungsbudget wächst weiterhin
Nun magst du den Eindruck gewonnen haben, dass Lockheed Martin keine positive Zukunft mehr bevorsteht. Nichts ist falscher als das. Ganz im Gegenteil! Ich glaube, dass der US-Branchenprimus vor einer großartigen Zukunft steht – und das aus gleich mehreren Gründen:
Entgegen bisherigen Befürchtungen dürfte der US-Verteidigungshaushalt in den kommenden Jahren weiter wachsen. US-Präsident Trump will für das am 1. Oktober beginnende Haushaltsjahr die Rekordsumme von 1,01 Bio. US-Dollar für nationale Sicherheit ausgeben. Den mit Abstand größten Brocken dieser Summe erhält das Pentagon.
Als größer Hersteller von Rüstungsgütern wird Lockheed Martin auch einer der größten Profiteure dieses Rekordbudgets sein. In den vergangenen Monaten konnte der Rüstungskonzern zahlreiche neue Verträge in Milliardenhöhe mit der US-Regierung abschließen.
Ein Hansdampf in allen Gassen
Darüber hinaus solltest du nicht den Fehler machen, Lockheed Martin nur auf das F-35-Kampfflugzeug zu reduzieren. Der US-Konzern ist ein „Hansdampf in allen Gassen“ und gehört zu den am breitesten aufgestellten Rüstungsunternehmen der Welt.
Lockheed Martin ist in fast allen Teilbereichen der Luft-, Raumfahrt- und Sicherheitsbranche tätig und produziert ein unglaublich breites Spektrum an Waffen- und Technologiesystemen. Zum Produktspektrum zählen u. a. Jagdflugzeuge und Bomber, Aufklärungs- und Transportflugzeuge, Hubschrauber, Drohnen, Artillerie sowie ballistische, Flugabwehr- und Interkontinentalraketen. Umsatzverluste im Bereich der Kampfflugzeuge kann Lockheed Martin relativ schnell durch zusätzliche Erlöse in anderen Segmenten kompensieren. Deshalb bereiten mir die Absatzprobleme bei der F-35 keine allzu großen Bauchschmerzen.
Auch die strategische Verschiebung weg von Kampfflugzeugen hin zu Drohnen ist für mich kein Argument gegen die Lockheed Martin-Aktie. Der US-Rüstungskonzern ist auch in diesem Bereich exzellent positioniert. Gegebenenfalls bestehende Produkt- und Technologielücken kann Lockheed Martin meiner Einschätzung nach relativ einfach durch Akquisitionen ausgleichen.
Moderate Bewertung und herausragendes Dividendenwachstum
Die Lockheed Martin-Aktie ist meiner Meinung nach aus zwei weiteren Gründen eine geniale Investmentidee. Erstens: Sie ist im Gegensatz zu europäischen Rüstungsaktien sehr moderat bewertet. Und zweitens: Sie ist ein hochattraktiver Dividendenzahler.
Mit einem Forward-Kurs-Gewinn-Verhältnis von aktuell ca. 19 ist die Lockheed Martin-Aktie gegenwärtig deutlich günstiger bewertet als die Aktien von Rheinmetall, Hensoldt (WKN: HAG000), Renk (WKN: RENK73) und anderer europäischer Branchenvertreter. Bewertungstechnisch sehe ich deshalb durchaus noch ein Upside für den US-Rüstungskonzern.
Noch interessanter macht die Lockheed Martin-Aktie in meinen Augen jedoch die Dividendenentwicklung. Seit über 20 Jahren steigert der Rüstungsriese seine jährlichen Gewinnausschüttungen. Das bedeutet, dass Lockheed Martin sehr bald zum erlauchten Kreis der sogenannten „Dividendenaristokraten“ zählen wird.
Die aktuelle Dividendenrendite von 3,1 % halte ich für attraktiv. Noch attraktiver macht die Lockheed Martin-Aktie jedoch das Dividendenwachstum. In den vergangenen zehn Jahren stiegen die jährlichen Gewinnausschüttungen im Durchschnitt um rund 15 %. Andersrum formuliert: In den vergangenen 20 Jahren hat sich die absolute Dividende von Lockheed Martin von 0,72 auf 11,84 € mehr als versechzehnfacht.
Fazit: Vieles spricht für die Aktie
Unter dem Strich komme ich deshalb zum Fazit, dass die Lockheed Martin-Aktie eine der besten Investmentideen 2025 in der internationalen Rüstungsbranche ist. Der Konzern ist breit aufgestellt und profitiert nachhaltig von den steigenden Rüstungsausgaben der USA und anderer NATO-Staaten.
Zudem ist die Aktie im Branchenvergleich moderat bewertet und einer der langfristig besten Dividendentitel, den man sich ins Depot legen kann. Mittelfristig steht weiteren Kurssteigerungen der Lockheed Martin-Aktie meiner Meinung nach fast nichts im Wege.
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Peter besitzt keine der genannten Aktien. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.
