LVMH oder Hermès: Welche Luxus-Aktie sollte man im Depot haben?

AW360 Thumbnail: Hermes vs. LVMH Bester Kauf?

Die Weisheit „Luxus geht immer“ wurde viele Jahre an der Börse geprägt. Es war auch immer eine gute Branche, wenn man als Investor auf der Suche nach Unternehmen mit Inflationsschutz und einem starken Fundament als Puffer für mögliche Kriege war. Seit ein paar Jahren trennt sich jedoch die Spreu vom Weizen, weshalb es sinnvoll ist, genauer hinzuschauen. Genau das haben die Analysten Florian und Hendrik in ihrem Video getan.

Zum Video: https://www.youtube.com/

Marken, die sich seit über 150 Jahren bewährt haben.

Die Analysten schauen sich vor allem die Konzerne LVMH und Hermès an. Bei den traditionsreichen Geschäften hat Hermès die Nase leicht vorn. Hermès wurde 1837 vom in Krefeld geborenen Thierry Hermès gegründet. Das erste Geschäft von der wichtigsten LVMH-Marke Louis Vuitton wurde etwas später, im Jahr 1854, eröffnet. Wir stellen fest: Beide Unternehmen haben lange Tradition und haben viele Jahre Qualität geliefert.

Hermès ist der unangefochtene Qualitätsführer.

Die einzigartigen Luxus-Handwerksprodukte von Hermès, darunter Taschen, Gürtel, Uhren, Schuhe und Porzellan, sind begehrt und ermöglichen eine starke Preissetzungsmacht. Das heißt, sollte die Inflation anziehen, kann der Preis erhöht und die Preiserhöhung an die Kunden weitergegeben werden. Im Luxussegment gilt: Je teurer, desto begehrter. Das sieht man auch an den berühmten Kelly- und Birkin-Bags, für die Beträge im vier- bis sechsstelligen Bereich gezahlt werden und für die es lange Wartelisten gibt.

Zieht die Inflation an, wird die Nachfrage womöglich noch einmal steigen, da diese Taschen auch als Wertanlage betrachtet werden können. Da der Kern der Wertschöpfung die Handarbeit ist, ist man auch nicht so anfällig für Erhöhungen der externen Kosten, zum Beispiel für Energie und Rohstoffe. Der Gewinn konnte in den letzten zehn Jahren um 16,6 % p. a. gesteigert werden und es gelingt, die Produkte mit hohen Margen (Nettomarge über 20 % in den letzten zehn Jahren) abzusetzen.

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In den letzten Jahren ist LVMH eher auf Masse gegangen und hat weniger zahlungskräftige Kunden angesprochen. Dies macht sich aktuell in Form einer Nachfragekrise bemerkbar, sodass das Unternehmen rückläufige Umsätze verzeichnen muss.

LVMH möchte das Luxusmarkenhaus durch Zukäufe weiter vergrößern.

Anders als Hermès, die ihr Kapital lieber in Form von Dividenden an die Aktionäre ausschütten und den Rest für ihre Unabhängigkeit verwenden möchten, kauft LVMH weitere Marken hinzu. Das hat das Wachstum beschleunigt und LVMH mit Marken wie Christian Dior, TAG Heuer, Celine, Fendi, Givenchy, Ardbeg, Hennessy und Moët & Chandon zu einer unumgänglichen Führungsrolle verholfen. Hier ist man noch nicht am Ende und hat womöglich eine weitere Marke im Blick. Es ist Armani. Zu Lebzeiten wollte Giorgio Armani die volle Kontrolle über sein Modeimperium behalten, doch sein Testament eröffnet nach seinem Tod alle Möglichkeiten. Er stimmt darin auch einen schrittweisen Verkauf oder einen Börsengang zu. Das wäre für ein Haus wie LVMH natürlich eine gute Ergänzung, weshalb wir uns durchaus vorstellen können, dass bereits erste Gespräche laufen.

Welche Aktie sollte man nun im Depot haben: LVMH oder Hermès? Oder doch lieber beide? Was sind die jeweiligen Vorzüge?

Diese Fragen diskutieren die Analysten Hendrik und Florian in dem Video.

Viel Spaß beim Anschauen!

 

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Die Themen des Videos (mit Timestamps):

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Offenlegung: Florian besitzt Aktien von Hermès und LVMH. Hendrik besitzt Aktien von LVMH. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von LVMH.



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