Nach Zwei-Drittel-Crash: 1 Anzeichen, dass die Duolingo-Aktie jetzt unterbewertet ist

Eine illustrierte Sprechblase
Bild: geralt via Pixabay

Wir setzen bei der „weltweit führenden mobilen Lernplattform“ Duolingo (WKN: A3CWBB) darauf, dass immer mehr Nutzer die Sprachlern-App (und zunehmend weitere Angebote zum Beispiel zum Erlernen von Schach) nutzen und diese mittels cleverer Gamification-Elemente in zahlende Abonnenten konvertiert werden. In den letzten Jahren hat das hervorragend funktioniert: Die Anzahl der monatlich aktiven Nutzer verdreifachte sich seit Mitte 2021, die zahlenden Nutzer legten um mehr als den Faktor fünf zu. Und die Duolingo-Aktie? Die versiebenfachte sich bis Mai 2025 in lediglich drei Jahren, stürzte seither aber rasant um zwei Drittel ab.

Wie ist die Duolingo-Aktie nun bewertet? Wie läuft das Geschäft fundamental? Und welche Initiativen ergreift das Management?

Duolingo-Aktie: Das ist die aktuelle Lage

Im dritten Quartal 2025 setzte sich das bekannte Nutzerwachstum fort: Die Anzahl der monatlich aktiven Nutzer stieg um 20 % auf 135 Mio. an. Die täglich aktiven Nutzer legten mit 36 % auf 50 Mio. noch stärker zu und auch die wichtigen zahlenden Nutzer legten um 35 % auf nun 11,5 Mio. zu. Entsprechend legten auch Umsatz (+41 %) und Free Cashflow (+51 %) mit starken Raten zu.

Das sieht alles gut aus. Dennoch fiel die Duolingo-Aktie nach Verkündung der Quartalszahlen um 20 %. Wir vermuten, dass es zwei Gründe für diesen Abverkauf gibt. Zum einen das Risiko, dass Nutzer zum Erlernen von Sprachen (und weiteren Dingen) vermehrt auf generative KI statt auf Duolingo setzen könnten. In unserem letzten Update sind wir speziell auf das neue ChatGPT-5 eingegangen, welches wir jedoch weiterhin als weniger bedrohlich ansehen.

Das Management denkt langfristig – der Markt mag’s nicht

Zum anderen dürfte die Ankündigung des Co-Gründers und CEO stärker „die langfristige Perspektive einzunehmen“ weniger gut am Aktienmarkt ankommen. Er beschreibt die drei Kernbereiche „Monetarisierung, Nutzerwachstum und eine bessere Lehrqualität“, zwischen denen er stets ein Gleichgewicht finden müsse. Zuletzt hatte Duolingo stärker auf die Monetarisierung seiner Nutzer gesetzt – mit direkten positiven finanziellen Auswirkungen.

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Nun sollen „längerfristige Initiativen“ stärker priorisiert werden – es soll mehr in die Lehrqualität investiert und das Nutzerwachstum gegenüber der Monetarisierung priorisiert werden. So möchte Duolingo die Nutzerzahl langfristig steigern und diese dann mittelfristig mit Hilfe von KI über mehrere Fächer hinweg „genauso gut unterrichten wie ein persönlicher Nachhilfelehrer“.

Das scheint uns ein ambitioniertes Ziel. Die grundsätzliche langfristige Ausrichtung finden wir jedoch richtig. So sollte das Unternehmen deutlich über seine aktuelle Marktkapitalisierung von 8 Mrd. US-Dollar herauswachsen. Ziehen wir von dieser noch die Netto-Liquidität ab, bleibt ein Unternehmenswert von rund 7 Mrd. US-Dollar – dieser entspricht dem 18-fachen in 2025 erwarteten Free Cashflow. Diese Bewertung der Duolingo-Aktie sieht für uns zu günstig aus.

Chancen und Risiken der Duolingo-Aktie

Laut Angaben von Duolingo lernen weltweit mehr als 2 Mrd. Menschen eine Fremdsprache. Obwohl Duolingo klarer Marktführer beim Lernen von Sprachen online ist (Duolingo ist die weltweit am meisten heruntergeladene Sprachlern-App) und über eine starke Marke verfügt, liegt die Anzahl der monatlich aktiven Nutzer bei 135 Mio. Da ist also noch Luft nach oben!

13+1 | RisikoReich

Insbesondere, weil Duolingo über viele Nutzerdaten (10 Mrd. abgeschlossene Übungen je Woche!) verfügt, die es nutzt, um seine Services zu verbessern (auch mittels KI) und so die „Stickiness“ zu erhöhen. Das gelingt zum Beispiel durch noch mehr Gamification. Darüber hinaus können ähnliche Lernangebote für alles Mögliche angeboten werden und der breiten Nutzerbasis clever angeboten werden. Mathe und Musikinstrumente gibt es seit Kurzem schon.

Mit zunehmender Verbreiterung der Lerninhalte auf andere Bereiche wächst jedoch auch das Feld der Konkurrenten. Generell ist Duolingo zwar sehr gut darin, seine Nutzer mittels Gamification-Elemente auf der eigenen Plattform aktiv zu halten, aber die Wechselkosten hin zu einer anderen App sind nicht hoch. Mit zunehmendem Unternehmenserfolg könnten Tech-Giganten wie Alphabet auf den Bereich aufmerksam werden und ähnliche Lösungen anbieten.

Mit einer gewissen Sorge, aber nicht alarmiert, beobachten wir die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz. Diese könnte zum einen ganz neue Konkurrenten hervorbringen, die mittels KI innovative, individualisierte Lerninhalte anbieten. Zum anderen könnte der Anreiz, fremde Sprachen zu lernen ggf. sinken, wenn eine Technologie direkt mein in Deutsch gesprochenes Wort problemlos ins Chinesische oder eine andere Sprache übersetzt. Solche Technologien kommen beispielsweise bei Fußballvereinen zum Einsatz, um bei der Kabinenansprache alle Spieler auf einmal erreichen zu können.

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