Nach 40% Crash gibt es diese Turnaround-Perlen zum Schnäppchenpreis

Die Aktien von Novo Nordisk (WKN: A3EU6F) und Wolters Kluwer (WKN: A0J2R1) haben in den letzten Monaten deutliche Kursverluste von jeweils über 40 % verzeichnet – nicht schön. Das mag für viele Anleger zunächst alarmierend wirken, doch meiner Einschätzung nach verbergen sich hinter den Rückschlägen mittlerweile Chancen.
Beide Unternehmen sind fundamental stark und agieren in einem Umfeld mit Rückenwind, was das Potenzial für eine nachhaltige Erholung bietet. Wer den Rückgang als temporäre Marktreaktion erkennt, könnte sich also mit etwas Glück attraktive Einstiegsgelegenheiten sichern. Doch zunächst mehr zu Gründen der Kursverluste.
Warum die Kurse gefallen sind
Der dänische Pharmariese Novo Nordisk, der für seine führende Rolle im Bereich der Diabetes- und Adipositasmedikamente bekannt ist, sah sich mit mehreren Belastungsfaktoren konfrontiert. Einerseits haben Gewinnmitnahmen nach jahrelangem Kursanstieg den Abwärtsdruck verstärkt. Andererseits belasteten Bedenken über mögliche Regulierungen und Preisdruck auf dem US-Markt die Aktie. Hinzu kamen mehrfach Prognosesenkungen, klinische Rückschläge und Führungswechsel. Der Konkurrent Eli Lilly (WKN: 858560) schnitt dagegen deutlich besser ab, nicht zuletzt auch wegen seiner Produktpipeline.
Auch Wolters Kluwer, ein weltweit tätiger Anbieter von Fachinformationen und Softwarelösungen, sah sich ähnlichen Herausforderungen gegenüber. Der Übergang zu digitalen Abonnements verlangsamte sich etwas, kurzfristige Umsatzwarnungen erzeugten Nervosität. Zudem kamen Sorgen auf, dass KI dem Unternehmen doch stärker zusetzen könnte.
Fundamentale Stärke als Rückkehrfaktor
Doch trotz des Kursrutsches verfügen Novo Nordisk und Wolters Kluwer über robuste Geschäftsmodelle. Novo Nordisk profitiert von der wachsenden Nachfrage nach innovativen Therapien gegen Adipositas und Diabetes. Dieser Markt bleibt durch steigende Prävalenzraten langfristig hoch attraktiv. Zudem ist die Pipeline des Unternehmens vielversprechend und die starke Marktposition erlaubt weiterhin Preisgestaltungsmacht. Das erwartete KGV von weniger als 15 könnte mehr als günstig sein, besonders weil 2027 wieder ein hohes einstelliges Wachstum möglich sein könnte.
Wolters Kluwer wiederum überzeugt durch wiederkehrende Einnahmen aus Abonnements und digitalen Dienstleistungen, die langfristig für stabile Margen sorgen. Die hohe Kundenbindung und die zunehmende Digitalisierung von Fachinformationen sprechen für nachhaltiges Wachstum. Und KI dürfte hier eher ein Katalysator als eine Bedrohung sein. Das 2026er-KGV liegt aktuell bei weniger als 17. Angesichts hoher einstelliger bis zweistelliger EPS-Zuwächse ist auch dieser Wert nicht zu hoch.
Turnaround-Perspektiven von Novo Nordisk und Wolters Kluwer
Die Erholung der beiden Aktien könnte gleich durch mehrere Faktoren gestützt werden. Bei Novo Nordisk sind es vor allem Erfolge in der Pipeline und positive Umsatzmeldungen in den Kernmärkten, die den Marktoptimismus zurückbringen könnten. Mit der Zulassung der oralen Wegovy-Tablette im Dezember 2025 stärkt der Konzern seine strategische Position gegenüber dem Hauptkonkurrenten Eli Lilly und ebnet den Weg für eine mögliche Neubewertung.
Wolters Kluwer dürfte hingegen von der zunehmenden Digitalisierung in den Bereichen Gesundheit, Recht und Finanzen profitieren, wodurch das Umsatzwachstum stabilisiert wird. Die jüngsten Zahlen des Neun-Monatsberichts zeigen dabei weiterhin gutes Wachstum auf. Währungsbereinigt ging es um 7 % nach oben, das bereinigte operative Ergebnis stieg um 15 %. Wachstumstreiber waren die wiederkehrenden Cloudumsätze mit 15 % Umsatzzuwachs. Sie machen 21 % der Gesamtumsätze aus und sollten weiter an Bedeutung gewinnen.
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Frank besitzt Aktien von Novo Nordisk und Wolters Kluwer. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Novo Nordisk.

