Unsere Top-Aktien für 2026

Foto: R. tanu from Pixabay

Ralf Anders: TotalEnergies

Zum Jahreswechsel fragen sich viele Anleger, wo ihr Geld noch sicher ist – und dennoch eine gute Rendite abwerfen könnte. Meiner Ansicht nach bietet TotalEnergies (WKN: 850727) eine gute Balance aus viel Substanz und interessanten Chancen. Bei Ölpreisen, die zuletzt auf rund 50 Euro abgetaucht sind, erscheinen die Marktrisiken nach unten eher gering.

Dank seines diversifizierten Geschäftsmodells erwirtschaftet der französische Energiemulti trotzdem Milliardengewinne. Egal ob Ladenetzwerke, Batteriesysteme, dezentrale Kraftwerke oder moderne Kunststoffe: TotalEnergies ist immer dabei. Damit ist das Unternehmen hervorragend positioniert, um Antworten auf die sich dynamisch entwickelnde Energienachfrage zu liefern – und das deutlich nachhaltiger als bei den meisten Konkurrenten.

Der Aktienkurs von TotalEnergies bewegt sich im Prinzip seit 2006 seitwärts. 2026 könnte eine positive Überraschung bergen.

Ralf Anders besitzt keine Aktien von TotalEnergies.


Caio Reimertshofer: Carnival

Carnival (WKN: 120100) ist für das Jahr 2026 aus meiner Sicht eine sehr spannende Aktie. Der größte Kreuzfahrtkonzern der Welt hat die Corona-Krise endgültig hinter sich gelassen und steht heute deutlich stabiler da als noch vor wenigen Jahren. Die Reiselust ist zurück, die Schiffe sind gut ausgelastet und die Preise liegen in vielen Regionen auf Rekordniveau.

Besonders wichtig für langfristige Anleger ist der Schuldenabbau. Seit dem Höchststand vor rund drei Jahren hat Carnival etwa 10 Mrd. US-Dollar zurückgeführt. Das operative Geschäft läuft so gut, dass der Konzern nun sogar die Rückkehr der Dividende angekündigt hat. Ab Februar 2026 sollen wieder 0,15 US-Dollar je Aktie ausgeschüttet werden. Das ist ein starkes Signal.

Auch der Blick nach vorne überzeugt. Für 2026 sind bereits rund zwei Drittel der Kapazitäten verkauft, und das zu höheren Preisen. Gleichzeitig will Carnival seine Konzernstruktur vereinfachen und künftig nur noch an der New York Stock Exchange notieren. Trotz des deutlichen Kursanstiegs ist die Bewertung noch nicht zu teuer. 

Wer auf einen nachhaltigen Turnaround setzt, findet in Carnival eine attraktive Aktie für 2026.

Caio Reimertshofer besitzt Aktien von Carnival.


Peter Roegner: Scottish Mortgage Investment Trust

Scottish Mortgage Investment Trust (WKN: A115BA) – das hört sich nach langweiligen Hypotheken an. Tatsächlich ist der 1909 gegründete Investmentfonds aber alles andere als das: Die Briten investieren in Technologieaktien; im Portfolio steckt von Amazon.com über MercadoLibre bis hin zu Quantencomputing alles, was in der Branche Rang und Namen hat und als zukunftsträchtig gilt.

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Dazu kommen Beteiligungen an nicht notierten Unternehmen, etwa der TikTok-Mutter ByteDance oder Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX. Vor allem dieses Investment ist interessant: Per Ende November machte es 8,2 % des Portfolios aus.

SpaceX möchte demnächst zu einer Bewertung von 800 Mrd. US-Dollar neue Anteile verkaufen. Medienberichten zufolge will Musk SpaceX im nächsten Jahr zu einer Bewertung von 1,5 Billionen US-Dollar an die Börse bringen.

Das würde den Wert der Beteiligung von Scottish Mortgage Investment Trust verdoppeln – mit entsprechenden Auswirkungen auf den Aktienkurs. Aber auch ohne ein solches Szenario sind die Briten dank ihrer Investments ausgezeichnet aufgestellt.

Peter Roegner besitzt Aktien von MercadoLibre und Scottish Mortgage Investment Trust. Peter besitzt keine Aktien von Amazon.com. Von Peter betreute Depots besitzen Aktien von MercadoLibre. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Amazon.com und MercadoLibre.


Frank Seehawer: Swedbank

Banken laufen wie geschmiert. Meine Top-Aktie für Januar 2026 ist daher Swedbank (WKN: 895705). Mit einer Kapitalisierung von 32 Mrd. Euro ist sie eine der größten Banken Skandinaviens und verfügt über eine entsprechende regionale Diversifizierung sowie eine attraktive Eigenkapitalrendite.

Weiter verfolgt die Bank ein klar definiertes Effizienz- und Wachstumsziel mit Fokus auf Marktanteile und Digitalisierung. Ihr robustes Geschäftsmodell als großer nordischer Kredit- und Hypothekengeber, ihre stabile Dividendenpolitik und ihre strategischen Akquisitionen sollten langfristig den Ertrag und den Shareholder Value stärken. 

Das erwartete KGV von 11 finde ich in diesem Kontext nicht hoch und auch die Dividendenrendite liegt im hohen einstelligen Bereich. Sollte das Momentum anhalten, sind neue Allzeithochs wahrscheinlich.

Frank Seehawer besitzt keine Aktien von Swedbank.


Hendrik Vanheiden: Alphabet

Meine Top-Aktie für 2026 ist die mit dem größten Anteil in meinem Depot: Alphabet (WKN: A14Y6F). Die Google-Mutter hatte mit einem Plus von über 60 % ein exzellentes Börsenjahr 2025 und ist nicht mehr weit von 4 Billionen US-Dollar Marktkapitalisierung entfernt.

Dennoch sehe ich in 2026 (und darüber hinaus) noch viel Luft nach oben. Denn das Cloudsegment wächst weiterhin ungebrochen stark und wirft nun auch satte Gewinne ab, YouTube genauso und im Kerngeschäft der Internetsuche läuft Google befeuert von der Gemini-KI allen anderen (auch OpenAI, die bei ChatGPT vor Kurzem den „code red“ ausriefen) den Rang ab.

Hinzu kommen (ehemalige) Moonshots wie Waymo (könnte 2026 zu einer Bewertung über 100 Mrd. US-Dollar an die Börse gehen) und Willow (Quantencomputer). Dieses Gesamtpaket gibt es zu einer in meinen Augen günstigen Bewertung mit einem erwarteten KGV von 30.

Hendrik Vanheiden besitzt Aktien von Alphabet.


Peter Wolf-Karnitschnig: Novo Nordisk

Mein Börsenfavorit für das Jahr 2026 ist Novo Nordisk (WKN: A3EU6F). Ich glaube, dass der dänische Pharmakonzern nach einer Halbierung seines Börsenwerts innerhalb der letzten zwölf Monate ein starkes Comeback feiern wird.

Der beispiellose Absturz der Novo Nordisk-Aktie ist meiner Ansicht nach übertrieben. Der Pharmakonzern gehört immer noch zu den Marktführern in den Wachstumssegmenten Diabetes und Adipositas. Zum Jahresende konnte Novo Nordisk mit der US-Erstzulassung einer Pille gegen Fettleibigkeit sogar wieder seine einstige technologische Führungsrolle zurückgewinnen.

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp unter 15 zum Jahreswechsel ist die Novo Nordisk-Aktie für einen wachsenden, hoch profitablen Pharmakonzern mit einer exzellenten Pipeline sehr moderat bewertet. Vor allem für Dividendenanleger stellt der Pharmatitel mit einer aktuellen Dividendenrendite von 3,4 % und einem langjährigen Dividendenwachstum von über 15 % ein hoch attraktives Investment dar.

Peter Wolf-Karnitschnig besitzt keine Aktien von Novo Nordisk.


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Offenlegung: Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Alphabet, Amazon, MercadoLibre und Novo Nordisk.



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