Allianz-Aktie: Mehr Dividende? Na klar! Und Aktienrückkäufe?!

Das Stadion des FC Bayern München, die Allianz Arena
Foto: Alexander Fox | PlaNet Fox via Pixabay

Bei der Allianz-Aktie (WKN: 840400) ist eine höhere Dividende im Börsenjahr 2026 für mich eine ausgemachte Sache. Der DAX-Erstversicherer hat im bisherigen Geschäftsjahr 2025 den Gewinn je Aktie um 12,2 % auf 21,43 Euro gesteigert. Das Management hat nichts anderes verlauten lassen, als dass das vierte Quartal ähnlich erfolgreich wird. Eine gute Grundlage.

Denn das Management hinter der Allianz-Aktie will zukünftig 60 % des auf die Aktionäre entfallenden Gewinns als Dividende ausschütten. Insofern gilt: Höherer Gewinn je Aktie ergibt eine höhere Dividende. Weitere 15 % dieser Kennzahl sind für flexible Kapitalrückführungen, vor allem wohl Aktienrückkäufe reserviert.

Aber machen Aktienrückkäufe noch Sinn? Bewerten wir heute den DAX-Versicherer. Die fundamentalen Kennzahlen sind für Rückkäufe entscheidend, ein zu teurer Rückkauf bedeutet schließlich keine gute Kapitalallokation.

Allianz-Aktie: Höhere Dividende … und sinnvolle Aktienrückkäufe?!

Wenn wir die Allianz-Aktie heute ansehen, fällt eines auf: Seit Jahresanfang sind die Anteilsscheine um ca. 6 % auf 363 Euro eingebrochen. Im Einjahresrückblick liegen sie aber dennoch 16,3 % im Plus. Insofern dürfte sich die fundamentale Bewertung leicht verteuert haben.

Aktienwelt360 Aktienkompass

+89,80%

Benchmark

+76,85%

Aktienwelt360 Aktienkompass

+89,80%

Benchmark

+76,85%

Ausgehend von einem 2024er Gewinn je Aktie von 25,20 Euro ergäbe sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von ca. 14,4. Der Wert könnte im nun vergangenen Geschäftsjahr 2025 auf ca. 13 korrigieren. Um das direkt sehr deutlich hervorzuheben, wirklich teuer ist diese Bewertung nicht. Auch andere Kennzahlen spiegeln das wider. Die Dividendenrendite ist selbst ohne Erhöhung mit ca. 4,2 % absolut attraktiv. Aktienrückkäufe wirken sich auch auf die Dividendenausschüttungen aus. Sinkt die Anzahl ausstehender Aktien, verteilen sich Gewinn und Dividende auf weniger Aktien. Insofern erscheint auch diese Bewertung relativ preiswert.

Die Allianz-Aktie besitzt daneben ein ausreichendes Kapitalpolster. Mit einer Solvency-II-Quote von ca. 209 % ist ein ausreichender Puffer vorhanden. Insofern stehen Aktienrückkäufen und einer höheren Ausschüttung eigentlich kaum etwas im Wege.

Als längerfristigen Werttreiber betrachten!

Bei der Allianz-Aktie bist du jedoch sowieso gut daran beraten, die Aktienrückkäufe als langfristigen Werttreiber zu sollen. Selbst wenn das Management jetzt erneut ca. 2 Mrd. Euro in die eigene Aktie investieren sollte (was ich nicht sicher weiß), würde der Effekt ca. 1,42 % der ausstehenden Aktien betreffen. In den letzten ca. zehn Jahren hat das Management jedoch ca. 18 % aller Aktien gekauft und eingezogen. Eine Kennzahl, die zeigt, dass der Effekt der Aktienrückkäufe eher in seiner Regelmäßigkeit besteht.

Die gute Nachricht ist jedoch: Bei der Allianz-Aktie besteht der Spielraum für eine höhere Dividende und Aktienrückkäufe. Was kommt? Seien wir gespannt. Das Börsenjahr 2026 könnte von der Grundvoraussetzung her jedenfalls prächtig werden, was Kapitalrückführungen angeht.

Der einzige Börsenausblick, den du für 2026 lesen musst

2025 war ein verrücktes Börsenjahr. Viel wurde vom nächsten Crash gesprochen, doch passiert ist letztlich wenig.

In unserem kostenlosen Sonderbericht blicken unsere Analysten hinter die Kulissen, ordnen die großen Trends ein und zeigen dir, mit welchem eindeutigem Kriterium du auch 2026 die besten Aktien erkennen wirst.

Gratis-Report kostenlos anfordern

Vincent besitzt Aktien der Allianz. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien der Allianz.



Das könnte dich auch interessieren ...