3 Wachstumsaktien, die auch Dividende zahlen – perfekt für langfristiges Einkommen!
Aktien sollen wachsen wie Unkraut, aber bitte auch regelmäßig Geld aufs Konto überweisen. Das ist zumindest mir als Dividendenanleger wichtig.
Genau diese Mischung ist zwar selten, aber sie existiert – und manchmal sogar bei Unternehmen, deren Namen für sich sprechen. Novo Nordisk (WKN: A1XA8R), Visa (WKN: A0NC7B) und Arthur J. Gallagher (WKN: A0HGV0) sind längst keine hippen Start-ups mehr, sondern etablierte Konzerne, die Wachstum und Dividenden seit Jahrzehnten erstaunlich gut kombinieren. Schauen wir heute einmal genauer hin, was sie auszeichnet.
Novo Nordisk: Wachstum aus dem Medikamentenschrank
Novo Nordisk ist heute mehr als nur ein Insulinhersteller. Das dänische Unternehmen profitiert stark vom weltweiten Trend zu Therapien gegen Diabetes und Adipositas und hat sich mit innovativen GLP-1-Medikamenten eine dominante Marktposition gesichert.
Die Equity Story basiert auf strukturellem Wachstum, hoher Preissetzungsmacht und starken Margen. Trotz hoher Investitionen in Forschung und Entwicklung bleibt genügend Cashflow für steigende Dividenden.
Und ja, aktuell gibt es einige Unsicherheiten. Dazu zählen u.a. eine Schwäche im US-Markt sowie ein starker Konkurrent namens Eli Lilly (WKN: 858560), dessen Produkte im boomenden Obesitas-Markt jene von Novo Nordisk obsolet machen könnten. Doch mit seiner Abnehmpille hat Novo Nordisk wieder ein Ass im Ärmel.
Risiken bestehen vor allem in regulatorischen Eingriffen, möglichem Wettbewerbsdruck durch neue Wirkstoffe und der hohen Bewertung, die wenig Raum für operative Enttäuschungen lässt. Ein KGV von 17 erscheint mir angesichts eines möglicherweise jährlich hohen einstelligen Wachstums nicht zu hoch. Zum Einstand gibt es eine Rendite von über 3 %.
Visa-Aktie: Der stille Profiteur des bargeldlosen Bezahlens
Auch Visa gehört zu den Aktien mit strukturellem Wachstumspotenzial. Das Unternehmen ist kein Zahlungsdienstleister im klassischen Sinne, sondern stellt die Infrastruktur des globalen Zahlungsverkehrs bereit.
Jede Transaktion spült Gebühren in die Kasse, ohne dass das Unternehmen selbst Kreditrisiken trägt. Die Erfolgsgeschichte des Unternehmens basiert auf der fortschreitenden Verdrängung von Bargeld, internationalem Wachstum und enormer Skalierbarkeit. Gleichzeitig wächst die Dividende seit Jahren verlässlich. Und das dürfte dank intakter Megatrends auch so weitergehen.
Risiken ergeben sich aus regulatorischem Druck, möglichen Eingriffen in Gebührenstrukturen sowie technologischen Disruptionen, etwa durch alternative Zahlungssysteme oder staatliche digitale Währungen. Aber auch hier zeigt sich, dass Visa jeden Technologiewandel mitmacht. Das erwartete KGV von 22 könnte daher für den Duopolisten bezahlbar sein. Mit etwas Glück steigen die Umsätze und Gewinne auch in Zukunft weiter zweistellig.
Arthur J. Gallagher: Stabilität mit Wachstumskomponente
Arthur J. Gallagher ist ein globaler Versicherungsmakler, der sich auf Beratung, Risikomanagement und Übernahmen fokussiert. Das Geschäftsmodell ist defensiv ausgerichtet: Wiederkehrende Einnahmen sorgen für Stabilität, während gezielte Akquisitionen das Wachstum antreiben.
Dies ist auch an der Dividende erkennbar, die seit Jahren kontinuierlich steigt und durch stabile Cashflows gedeckt ist. Risiken bestehen vor allem in Integrationsproblemen bei Übernahmen, zyklischen Effekten im Versicherungsgeschäft und steigenden Personalkosten in einem wissensintensiven Umfeld.
Zusammen bieten diese drei Unternehmen eine überzeugende Kombination aus Wachstum, Qualität und laufendem Einkommen. Anleger müssen jedoch bereit sein, sich bei der Bewertung auf einen langfristigen Horizont einzulassen.
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Frank besitzt Aktien von Arthur J. Gallagher, Novo Nordisk und Visa. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Novo Nordisk und Visa.
