2.000 Euro Dividende mit der Münchener Rück? Das toppe ich locker!

Mehrere 500-Euro-Scheine in einer Jeans-Hosentasche
Foto: Ralphs_Fotos via Pixabay

Am letzten Freitag hat unser Analyst Vincent dargestellt, wie er mithilfe der Aktie der Münchener Rück eine jährliche Dividende von 2.000 Euro erreichen möchte. Das ist ein ausgezeichneter Plan, den ich richtig gut finde – denn ich habe schon eine Aktie, die mir über 2.000 Euro Dividende im Jahr zahlt. Wobei: Eigentlich habe nicht ich diese Aktie, sondern meine Mutter, über deren Dividendendepot ich schon das eine oder andere Mal geschrieben habe.

Aber das ändert ja nichts daran, dass eine Dividende von 2.000 Euro eine gute Sache ist. Schauen wir uns mal an, um welche Aktie es geht und ob sich der Einstieg hier noch lohnt. Wobei wir fairerweise sagen müssen, dass es für dieses Jahr zu spät ist, denn die Freenet AG (WKN: A0Z2ZZ) zahlt ihre Dividende heute aus.

Was macht Freenet zu einer Dividendenaktie?

Freenet ist ein Telekommunikationsunternehmen, allerdings gibt es zur Deutschen Telekom oder Telefonica einen großen Unterschied: Freenet betreibt keine eigenen Netze, sondern kauft von den großen Anbietern Mobilfunk- und Breitbandkapazitäten und verkauft sie entweder direkt oder umgestaltet unter eigenem Namen weiter.

Dadurch arbeitet Freenet mit einem Geschäftsmodell „Asset Light“: Es besteht für die Büdelsdorfer keine Notwendigkeit, regelmäßig viel Geld in die allerneueste Technik zu investieren, und so erzielen sie hohe Margen. Diese landen am Ende fast ungeschmälert als Gewinn und freiem Cashflow in der Kasse. Da Freenet keine Expansion ins Ausland anstrebt, können 80 % dieses freien Cashflows als Dividende an die Aktionäre ausgezahlt werden – was die Aktie zu einem der Top-Dividendentitel auf dem deutschen Kurszettel macht.

Hauptversammlung beschließt Rekorddividende

2025 erzielte Freenet einen freien Cashflow von 292,1 Mio. Euro. Hieraus hat die Hauptversammlung in der letzten Woche die Zahlung einer Dividende in Höhe von 2,07 Euro je Aktie beschlossen – das ist der höchste Wert für eine reguläre Dividende in der Geschichte des Unternehmens und entspricht einer Gesamtzahlung von 241,5 Mio. Euro und damit 82,7 % des freien Cashflows. Ziel erreicht!

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Aber nicht nur das: Der Vorstand sieht einen Betrag von 2 Euro je Aktie auch in Zukunft als Untergrenze für die Dividende an. Besser wäre aber natürlich eine weitere Steigerung, mit der eine lange Tradition fortgesetzt würde:

Quelle: aktien.guide.

Seit 2009, als 20 Cent je Aktie ausgezahlt wurden, hat Freenet die Dividende niemals gekürzt, wenn man die Nahezu-Streichung für 2019 wegen Corona sowie eine Sonderdividende für 2020 unberücksichtigt lässt. Das Wachstum von 20 Cent vor 17 Jahren bis heute entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Rate von rund 14,7 %.

Wichtiger als die Vergangenheit ist jedoch die Zukunft. Das Geschäft mit dem Mobilfunk macht einen Anteil von etwa 90 % am Cashflow aus. Dank eines guten Kundenzulaufs erwartet das Management in diesem Segment weiteres Wachstum, sodass die Erreichung des 2-Euro-Ziels kein Problem sein sollte. Wenn wir die Prognose von aktien.guide aus der Grafik zugrunde legen und für das nächste Jahr mit 2,08 Euro Dividende rechnen, so ergibt sich bei einem aktuellen Aktienkurs von 25,10 Euro eine Dividendenrendite von rund 8,3 %. Das ist ein fantastischer Wert, auch wenn du auf diese Auszahlung noch ein Jahr warten musst.

Neben dem Cashflow ist natürlich auch der Gewinn eine wichtige Kennzahl. 2025 betrug der Gewinn je Aktie bei Freenet 2,28 Euro, für das laufende Jahr sollte der Wert eine ähnliche Höhe erreichen. Die Aktie wäre dann mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 11 wie im langjährigen Durchschnitt bewertet.

Und was ist nun mit den 2.000 Euro?

Kommen wir jetzt zum Anfang zurück. Während Vincent noch nach Wegen sucht, bei der Münchener Rück die 2.000 Euro Dividende pro Jahr zu erzielen, wandert diese Summe bereits in diesem Jahr bei meiner Mutter aufs Konto – genau genommen sind es 2.070 Euro, von denen allerdings noch Steuern abgezogen werden. Denn die Zeiten, in denen Freenet die Dividende steuerfrei ausgezahlt hat, sind seit dem letzten Jahr leider vorbei.

Besonders interessant ist dabei, dass ich die Freenet-Aktien schon 2014 gekauft habe. Damals kosteten sie 20,61 Euro pro Stück. Du siehst, dass die Kursentwicklung mit insgesamt gut 20 % in 12 Jahren nicht so berauschend ist. Aber Freenet ist eben eine Dividendenaktie und kein klassischer Wachstumswert. Und vielleicht hast du schon im Kopf mitgerechnet: Bezogen auf den damaligen Kaufkurs entspricht die heutige Dividende von 2,07 Euro einer Rendite von 10 %, die meine Mutter jetzt in jedem Jahr erwarten darf.

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Offenlegung: Peter besitzt keine der im Text genannten Aktien. Von Peter betreute Depots besitzen Aktien von Freenet. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien der Münchener Rückversicherung.



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