Was dich erwartet, wenn du jetzt 1.000 Euro in die Zillow-Aktie investierst

Ansicht von Hochhäusern während der Tageszeit
Foto: Pixabay via Pexels

Die Aktie von Zillow (WKN: A14NX6) hat nach Bekanntgabe der Zahlen für das vierte Quartal einen Dämpfer erlebt. Wir sprechen hier von dem börsennotierten Unternehmen, das in den USA die gleichnamige digitale Makler-Plattform betreibt. Nach einem kurzen iBuying-Intermezzo konzentriert sich Zillow nun wieder auf sein Kerngeschäft.

Zillow-Aktie: Was war der Grund für die Korrektur?

Das wiederum hat im vierten Quartal einen leichten Dämpfer hinnehmen müssen. Zwar stieg der Umsatz um 18 % im Jahresvergleich auf 654 Mio. US-Dollar. Aber im Kerngeschäft, den Makler-Leistungen für Verkäufe, gab es lediglich ein Umsatzplus von 8 % auf 418 Mio. US-Dollar. Lediglich der Mortgage, also Hypothekenbereich, konnte dank hoher Zinsen ein Wachstum von 39 % auf 57 Mio. US-Dollar verzeichnen. Dadurch konnte das gesamte Segment mit einem Umsatzwachstum von 11 % auf 475 Mio. US-Dollar glänzen. Im Miet-Segment gab es hingegen ein deutliches Plus von 45 % auf 168 Mio. US-Dollar. Das lag nach Unternehmensangaben daran, dass man ein vielfältiges Umsatzwachstum durch aktive Vermietung von Mehrfamilienhäusern betrieben hat. Zillow hat hier sein Angebot zuletzt bedeutend ausgebaut.

Aber einen leichten Dämpfer gab es auch bei der Profitabilität. Zillow wies im vierten Quartal ein Nettoergebnis in Höhe von 3 Mio. US-Dollar aus. Das bedeutet zwar einerseits, dass die Profitabilität erhalten bleibt. Der Markt wünscht sich aber mittlerweile mehr Wachstum beim Gewinn. So, wie es beispielsweise der freie Cashflow mit 420 Mio. US-Dollar im Geschäftsjahr 2025 (nach 309 Mio. US-Dollar im Vorjahr) andeutet. Wir sehen daher, dass es zumindest kurzfristig eine Bremse bei dem eigentlich profitablen Plattformgeschäft gibt. Wobei das Non-GAAP-Nettoergebnis, das vor allem um aktienbasierte Vergütung bereinigt ist, mit 98 Mio. US-Dollar im vierten Quartal und 417 Mio. US-Dollar im Geschäftsjahr 2025 bedeutend profitabler ist. Viel Geld fließt daher noch immer in die Vergütung der Mitarbeiter und des Vorstands.

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Warum es sich lohnt, hier am Ball zu bleiben

Dennoch bleibt Zillow eine spannende und dynamische Plattform. Auch wenn das Kerngeschäft zunehmend reicher wird, verzeichnet die Plattform selbst ein Wachstum von 8 % auf 221 Mio. monatlich aktive Nutzer. Die Anzahl der Visits stieg immerhin noch um 2 % auf 2,1 Mrd. Auf der Seite bleibt die Investitionsthese eigentlich intakt. Zumal Zillow jetzt mit AI Agents operiert, um den eigenen Kunden noch mehr Service, Leistung und Automatisierung zu bieten. Auch hier sehen wir das Potenzial für Zusatzverkäufe und eine bessere Monetarisierung der eigenen Plattform. Wobei sich das Potenzial natürlich in den kommenden Quartalen und Jahren als nachhaltig herausstellen muss.

Das Management von Zillow investierte zudem 3,4 Mio. Aktien für 232 Mio. US-Dollar. Möglich macht das einerseits der gute freie Cashflow. Andererseits aber auch die solide Bilanz mit weiterhin 1,3 Mrd. US-Dollar an Cash und kurzfristigen Investitionen.Vielleicht noch ein Wort zur Profitabilität: Die Rückabwicklung der iBuying-Sparte hat auch im Geschäftsjahr 2025 den freien Cashflow und damit wohl auch das Ergebnis um 133 Mio. US-Dollar belastet. Wir sehen Zillow daher eigentlich in einer aufsteigenden Dynamik. Das vierte Quartal verändert unsere Investitionsthese daher nicht. Wir bleiben am Ball und glauben, dass das Plattform-Geschäft uns in den nächsten ein bis drei Jahren gute und wachsende Nettoergebnisse bringt.

Die Chancen und Risiken der Zillow-Aktie im Überblick

Zillow hat in den vergangenen Jahren eine große Transaktion vollzogen: Das Unternehmen trennte sich vom iBuying und fokussiert sich nun wieder auf das eigene Kerngeschäft: Seine Plattform mit digitalen Maklerdienstleistungen, die im US-Markt eine besonders große Reichweite besitzt. Zugleich bietet Zillow mittlerweile Tools wie LoopNet oder Trulia an, die sich bei Maklern einer wachsenden Beliebtheit erfreuen und sukzessive Marktanteile aufbauen. Mit einer eher geringen Take-Rate (im Vergleich zum klassischen Makler) und vielen digitalen Services möchte Zillow die Immobilienverkäufe immer weiter ins Internet ziehen. Das ist die Vision des Unternehmens.

Konkurrenz und Fehlentscheidungen sind derweil die größten Risiken für die Zillow-Aktie. Zillow sollte sich auf das Kerngeschäft oder zukünftig profitable Wachstumspfade konzentrieren. Konkurrenten sind trotz eines führenden Marktanteils vorhanden. Insbesondere Redfin versucht, mit einer günstigen Take-Rate den Markt aufzumischen. Zudem gilt es Wettbewerbsvorteile zu wahren. Augmented und Virtual Reality werden den Markt der digitalen Maklerdienstleistungen mit Sicherheit neu definieren.

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