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Die Kelly Partners (WKN: A3CNEA) sind eine auf langfristiges Wachstum ausgerichtete Steuer- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft aus Australien. Wie stabil und nachhaltig das sein kann, verdeutlicht ein Spruch von Benjamin Franklin: „Nichts in dieser Welt ist sicher, außer der Tod und die Steuern.“ Doch gilt das auch in Zeiten von KI? Die operative Entwicklung spricht eine klare Sprache – und die langfristige Entwicklung der Kelly Partners-Aktie auch. Aber der Reihe nach.
Kelly Partners-Aktie: So sieht es operativ aus
Die Kelly Partners Group hat für das erste Halbjahr 2026 ein solides Zahlenwerk vorgelegt. Dieses unterstreicht den strategischen Wandel des Unternehmens hin zu einer globalen Präsenz und einer optimierten Kapitalallokation. Das Unternehmen befindet sich in einer Phase, in der die langfristige Wertsteigerung pro Kelly Partners-Aktie konsequent Vorrang vor kurzfristigen Ausschüttungen hat.
Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17,0 % auf 76,0 Mio. australische Dollar. Besonders dynamisch entwickelte sich das US-Geschäft, das nach weiteren Akquisitionen, wie in Mission Viejo, bereits 15 % des Konzernumsatzes ausmacht. Ein wesentlicher Wachstumstreiber ist und bleibt die Nischenstrategie: KPG betreut mittlerweile rund 10 % der McDonald’s-Franchisenehmer in Australien und 8 % in den USA. Das organische Wachstum der bestehenden Buchhaltungssparte lag bei soliden 3,5 bis 4,2 % (je nach Betrachtungszeitraum der Einheiten).
Und das kommt für Investoren dabei heraus
Eine zentrale Kennzahl für das Unternehmen ist der Shareholder Return. Dieser ist definiert als die Summe aus organischem Wachstum (4,2 %) und Return on Invested Capital (ROIC, 20,8 %). In der Summe ergibt sich somit ein Wert von 25,0 %. Obwohl dieser Wert leicht unter dem des Vorjahres (26,2 %) liegt, verdeutlicht er die enorme Rentabilität des eingesetzten Kapitals. Der leichte Rückgang beim ROIC ist auf die massiven Investitionen in die US-Expansion zurückzuführen, deren volle Ertragskraft sich erst nach der vollständigen Integration entfalten wird.
Die Cashflow-Entwicklung untermauert die Stabilität des Geschäftsmodells. Der Free Cashflow (FCF) pro Kelly Partners-Aktie stieg um 10,1 % auf 12,1 Cent. Diese starke Cash-Generierung ermöglicht eine radikale Kapitalallokation: Das Unternehmen zahlt keine Dividende, sondern setzt den Cashflow dort ein, wo die höchste Rendite erzielt wird. Neben steigenden Übernahmen wird auch die eigene Aktie ins Visier genommen. So wurde ein neues Programm für den Rückkauf von bis zu 300.000 Aktien gestartet. Das Management nutzt den freien Cashflow, um Anteile zurückzukaufen, solange diese unter ihrem inneren Wert gehandelt werden. Doch der überwiegende Teil der Mittel fließt bevorzugt in „programmatische” Akquisitionen (Ziel: eine pro Monat).
Das ist auch der Grund, warum der gesetzliche Nettogewinn (Statutory NPAT) trotz des Umsatzwachstums um 15,5 % auf 2,1 Mio. australische Dollar gesunken ist. Dies liegt hauptsächlich an planmäßigen Amortisationen von Kundenstämmen in Höhe von 2,45 Mio. australischen Dollar sowie an Einmalkosten für Akquisitionen. Die operative EBITDA-Marge der Kanzleien sank leicht auf 27,6 %, was die Herausforderungen durch Integrationskosten und ein inflationäres Umfeld widerspiegelt. Die Nettoverschuldung stieg auf 77,1 Mio. australische Dollar (Gearing von 1,79-fachen EBITDA), bleibt durch die hohen Cash-Zuflüsse aber tragbar.
Die Rolle von KI für die Kelly Partners-Aktie
Für Kelly Partners ist KI klar eine Chance. Das Unternehmen setzt auf eine proaktive Anpassung. Durch die Einführung von Microsoft 365 Copilot werden administrative Aufgaben automatisiert. Während KI Routineaufgaben übernimmt, kann sich der Berater auf komplexe Strukturen für Unternehmer konzentrieren, bei denen menschliches Urteilsvermögen entscheidend bleibt.
Zuletzt erwartet das Management, dass technologisch schwache Wettbewerber durch KI unter Druck geraten, wodurch sich für Kelly Partners weitere günstige Übernahmechancen ergeben. Ältere Steuerberater und Wirtschaftsprüfer haben keine Lust, sich in das Thema einzuarbeiten, wodurch eine KI-Angst entsteht, die ein Treiber für Unternehmensverkäufe sein kann.
Kelly Partners hat sich zum Ziel gesetzt, die globale Anlaufstelle für Privatunternehmer zu werden. Durch die Eröffnung eines Bürozentrums auf den Philippinen soll langfristig der Zugang zu Talenten gesichert und die Margen durch effiziente Backoffice-Strukturen gestützt werden. Die aktuelle Umsatz-Run-Rate von 164,2 Mio. australischen Dollar zeigt den Weg in Richtung Skalierung. Das Management vertraut auf das bewährte „Partner-Owner-Driver“-Modell, um den inneren Wert pro Kelly Partners-Aktie konsequent weiter zu steigern.
Unser Fazit
Durch den Kursrückgang ergibt sich eine Chance für langfristige Investoren, denn die Free-Cashflow-Rendite der Kelly Partners-Aktie liegt bei hohen 5 %.
Das Nachfolgeproblem bei Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften führt dazu, dass das Unternehmen noch viele Jahre lang profitabel wachsen kann. Zudem nimmt die Komplexität der Steuerangelegenheiten stetig zu. Gründe hierfür sind Förderungen, Ausnahmen und neue Steuern. Dadurch besteht bei Unternehmern immer Beratungsbedarf.
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