Lohnt es sich, jetzt 1.000 Euro in die Knorr-Bremse-Aktie zu investieren?

Knorr-Bremse (WKN: KBX100) setzt den Standard, wenn es um Technik für LKWs und den Schienenverkehr geht. Und mit seiner weiterhin laufenden Boost-Strategie werden margenschwache Geschäftsbereiche abgestoßen, während Zukunftsträchtiges mit klaren Wettbewerbsvorteilen den Konzern stärker macht. Im Vorfeld der Q4-Zahlen zog der Kurs der Knorr-Bremse-Aktie zielstrebig nach oben und wir waren gespannt, ob das Management die erhöhten Erwartungen erfüllen würde. Und tatsächlich konnte das Kursniveau von deutlich über 100 Euro in den folgenden Tagen gehalten werden.
Warum die Knorr-Bremse-Aktie auf Erfolgskurs ist
Am Umsatz, der um 0,8 % rückläufig war im vergangenen Geschäftsjahr, lag es sicherlich nicht. Oder vielleicht doch, wenn man versteht, was dahintersteckt. Schließlich hat Knorr-Bremse 2024 und 2025 mehrere Deals eingefädelt und dabei umsatzstarke, aber margenschwache Bereiche abgestoßen. Bei mehreren Zukäufen war die Relation andersherum.
Das führte dazu, dass im Q4 die EBIT-Marge von 10,9 auf 12,8 % gesteigert werden konnte. Besonders stark ist die Rail-Division unterwegs, wo der Wert mittlerweile beachtliche 16,5 % erreicht. Der weiter gestiegene Auftragsbestand von 5,6 Mrd. Euro spricht dafür, dass der positive Trend anhalten wird. Dabei zahlt sich die Internationalisierungsstrategie und der Ausbau des Signaltechnik-Geschäfts besonders aus. Das stärkt unser Vertrauen in das Management um CEO Marc Llistosella.
Die operativen Fortschritte und Innovationen
Er zeigte sich sehr zufrieden über die operativen Fortschritte und sieht auch bei der zuletzt schwächelnden Lkw-Sparte Anzeichen für eine Erholung. Die Margen haben sich mittlerweile stabilisiert und weitere Maßnahmen zur Portfoliooptimierung stecken in der Pipeline. Für die kommenden Jahre erwartet das Management, dass die Früchte der Anstrengungen geerntet werden können. Schon im laufenden Jahr soll ein Betriebsgewinn von deutlich über 1 Mrd. Euro herausspringen.
Parallel dazu werden die Investitionen in digital getriebenes Geschäft ausgebaut. Mit dem Hyperscaler AWS wird die eigene KI-Transformation vorangetrieben und in Indien soll ein KI-Zentrum entstehen. Und mit den zugekauften Servicegeschäften (zuletzt Travis) und dem eigenen Diagnostics- und Ersatzteilgeschäft baut Knorr-Bremse eine aussichtsreiche Mobility-as-a-Service-Plattform auf. Dort können Speditionen, Hersteller und Flottenbetreiber umfassende Dienstleistungen buchen, von der vorausschauenden Chassis-Wartung über Software-Updates bis zu Telematikdiensten.
So sehen wir die Knorr-Bremse-Aktie jetzt
Knorr-Bremse hat die Mittel, um aus eigener Kraft Wachstumsinitiativen anzuschieben und Chancen zu ergreifen. Nach einem rekordhohen freien Cashflow von 790 Mio. Euro im Vorjahr sollen es in diesem Jahr etwa 750 Mio. Euro werden. Da könnte man fragen, warum nicht noch mehr? Die Erklärung ist, dass sich 2025 das sogenannte Collect-Programm sehr positiv auf die Cash-Generierung ausgewirkt hat. Das wird sich 2026 so nicht wiederholen.
Die Bewertung ist nun mit 18 Mrd. Euro Marktkapitalisierung und einem KUV von deutlich über 2 durchaus sportlich. Zwar ist Knorr-Bremse ein Fels in der Brandung, der durch das Boost-Programm strategisch so aufgestellt ist, dass er auf viele Jahre hinaus seine Zahlen spürbar verbessern kann. Aber das Chance-Risiko-Verhältnis ist nun nicht mehr so günstig wie zum Zeitpunkt unserer Kaufempfehlung im Sommer 2024.
Langfristig wird das Unternehmen aus unserer Sicht seine starke Marktposition nutzen, um die Wertschöpfungstiefe und den Mehrwert für Kunden zu steigern. Dabei spielt die zunehmende digitale Vernetzung eine Rolle, sowie die Entwicklung von Lösungen mit strategischen Partnern. Die Marktposition könnte sich allerdings auch als Risiko entpuppen, wenn Kartellämter sich das Oligopol (das bedeutet, es gibt nur wenige Anbieter) genauer anschauen.
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Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Knorr-Bremse.
