99 % der Anleger kennen diese Fintech-Aktie nicht – ein Fehler

Marqeta (WKN: A3CQSL) ist ein ganz besonderer Zahlungsdienstleister, der primär mit kartenausgebenden Unternehmen zusammenarbeitet – zunehmend auch als Whitelabel-Partner für Kunden, die nicht aus der Finanzbranche stammen, aber unter eigenem Namen Bankdienstleistungen vertreiben möchten. Wir mögen die Marqeta-Aktie unter anderem aufgrund dieser ziemlich einzigartigen Marktposition.
Die Fundamentalanalyse zur Marqeta-Aktie
Mit seinen hochentwickelten digitalen Fähigkeiten wächst Marqeta auch im Q4 schnell – beim verarbeiteten Zahlungsvolumen (TPV, +36 % auf 109 Mrd. US-Dollar) sogar noch schneller als im bereits starken Q3 (+33 %). Beim Umsatz ging es hingegen mit +27 % geringfügig langsamer voran; im Vorquartal lag die Rate noch bei 28 %.
Einen großen Sprung von +142 % gab es erneut beim normalisierten EBITDA (31 Mio. US-Dollar), weil die Betriebsausgaben nur mit 4 % zulegten. Bei so vielen guten Nachrichten hätte man erwarten können, dass die Marqeta-Aktie zumindest einen Teil der Kursrückgänge der vergangenen Monate wieder wettmachen würde. Stattdessen wurde in der ersten Reaktion ein neues 52-Wochentief markiert.
Warum kommt die Marqeta-Aktie nicht vom Fleck?
An einem der großen Kritikpunkte, der Abhängigkeit von Großkunde Block, kann es kaum liegen. Denn die Diversifizierungsstrategie trägt weiterhin Früchte. Nicht-Block-Kunden wachsen beim TPV doppelt so schnell wie Block. Gut gefällt uns, dass der langjährige Kunde Uber seine Beziehung zu Marqeta weiter ausbaut. In Großbritannien werden Uber-Fahrer künfitg sofortigen Zugriff auf ihre Guthaben haben.
Auch die fortschrittlichen KI-gestützten Lösungen stoßen auf wachsendes Interesse, während das Europageschäft weiterhin steil expandiert. Marqeta stellt sich folglich auf ein immer breiteres Fundament, mit zahlreichen interessanten Initiativen.
Und während man kritisieren kann, dass die in den Vorquartalen steigende normalisierte EBITDA-Marge nun von 19 auf 18 % zurückgekommen ist, stellen wir erfreut fest, dass für das laufende Jahr ein Wert von 24 bis 26 % erwartet wird. Entsprechend neigt sich die Zeit der Nettoverluste dem Ende zu. Im Q4 stand noch ein kleines Minus von 1,4 Mio. US-Dollar.
Ausblick: Das neue Geschäftsjahr bringt gebremstes Wachstum
Wo ist also der Knackpunkt? Es ist wohl eine Abschwächung des Umsatzwachstums, welche das Management in Aussicht stellt. Im Q1 wird noch ein akzeptables Plus von 17 bis 19 % erwartet. Aber danach wohl nur noch rund 10 %, da für das Gesamtjahr +12 bis +14 % prognostiziert wird. Was sagen CEO Mike Milotich und die neue Finanzchefin Patti Kangwankij dazu?
Mike Milotich verweist zunächst auf die zahlreichen neuen Programme und starke Vertriebspipeline, schränkt aber ein, dass es dauert, bis diese signifikant zum Umsatz beitragen. Während das Bruttoergebnis 2026 von zwei Faktoren beeinträchtigt wird, sollten wir nicht den Fehler machen, von dort aus auf die weitere Zukunft zu schließen. Sie wird aus seiner Sicht unverändert von starkem Momentum getrieben werden, basierend auf Marqetas einzigartiger Technologieposition.
Patti Kangwankij liefert weitere Details zu den beiden Bremsfaktoren. Zunächst verweist sie auf die starken Vergleichszahlen aus dem Jahr 2025. Das TPV-Wachstum wird 2026 unter die Marke von +30 % fallen, was aber immer noch ein beeindruckendes Plus von über 100 Mrd. US-Dollar ausmachen würde.
Und weiter?
Ein größerer Faktor ist jedoch, dass sich bei zwei Vertragserneuerungen zunächst Preissenkungen negativ auswirken, bevor das steigende Volumen den Effekt auffängt. Während der Pandemie waren Preise durchsetzbar, die heute nicht mehr akzeptiert werden. Gut zu wissen ist, dass es sich dabei um die letzten Verträge handelt, auf die das zutraf.
Block wiederum baut sein Volumen so aus, dass der Kunde eine günstigere Stufe in der 2023 vereinbarten Preisstaffel erreicht. Zudem wird Block bei der Kartenausgabe aus Diversifizierungsgründen zunehmend auf Bancorp setzen. Dies betrifft zwar nur eine von diversen Leistungen, die Marqeta erbringt, aber es reduziert das Geschäftsvolumen nicht unwesentlich.
Unsere langfristige Einschätzung zur Marqeta-Aktie
Beim Umsatz und Bruttogewinn gibt es 2026 also etwas Gegenwind, der jedoch bis zum Jahresende hin abflauen wird. Danach dürfen wir wieder mit Rückenwind rechnen, weil dann Sondereffekte wegfallen und die verschiedenen hochfahrenden Programme wieder in den Vordergrund rücken. Rückenwind, den vielleicht auch die Marqeta-Aktie für sich nutzen können wird.
Betrachtet man den Zweijahreszeitraum 2025/2026, dann nivellieren sich die Schwankugen und man erkennt, dass Marqeta erfolgreich expandiert. Im Hinblick auf 2027/2028 und darüber hinaus bleiben wir sehr zuversichtlich, dass dieses Fintech-Unternehmen mit hohen zweistelligen Raten wachsen und seine Gewinne noch schneller ausbauen kann. Da wird die Marqeta-Aktie früher oder später keine andere Wahl haben, als mitzuziehen.
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