Warum diese Turnaround-Aktie jetzt um 50 % unterbewertet erscheint

Die Flagge des Landes Schweden
Foto: jorono via Pixabay

Teqnion (WKN: A2PHEY) ist eine Holding, die durch qualitativ hochwertige, aber kleine Übernahmen ein langfristiges Wachstum erzielt. Damit möchte das Unternehmen vom Nachfolgeproblem in Schweden und Großbritannien profitieren, denn als beliebter langfristiger Eigentümer kann es attraktive Preise erzielen. Es trägt jedoch nicht das Risiko großer Übernahmen, bei denen der Kaufpreis oft auf Basis von Synergien schön gerechnet wird. Die gekauften Unternehmen sollen dezentral weitergeführt werden. Damit tritt die Teqnion-Aktie in die Fußstapfen von Top-Performern wie Lifco, Addtech und Constellation Software.

Teqnion-Aktie: Das organische Wachstum überzeugt

Im ersten Quartal 2026 zeigt Technion eine starke operative Dynamik. So stieg der Nettoumsatz um 17 % auf 474,4 Mio. schwedische Kronen. Besonders beeindruckend ist die Entwicklung des EBITA, das um 106 % auf 68,0 Mio. Kronen anstieg. Dies entspricht einer EBITA-Marge von 14,3 %, nach 8,1 % im Vorjahr.

Das Unternehmen berichtet nun in zwei geografischen Segmenten: Teqnion Nord (mit Fokus auf Schweden) und Teqnion Väst (mit Fokus auf Großbritannien und Irland). Teqnion Nord verzeichnete einen substanziellen Anstieg des EBITA von 16 Mio. Kronen auf 39 Mio. Kronen (+144 %) im Vergleich zum Vorjahr und konnte eine EBITA-Marge von 11,6 % erzielen.

Teqnion Väst (UK & Irland) verzeichnete ein bedeutsames Wachstum von 23 auf 36 Mio. Kronen EBITA, wobei das Vorjahresquartal durch Einmaleffekte wie ein besonders gutes Geschäftsumfeld begünstigt war, was den Vergleich etwas dämpft. Die EBITA-Marge von 26,4 % zeigt, dass die letzten Übernahmen in Großbritannien und Irland deutlich profitabler waren als das alte schwedische Geschäft von Teqnion.

Zusätzlich war die interne „Reparatur“ des Portfolios der Haupttreiber. Teqnion hat sich bewusst von unrentablen Geschäften getrennt. Dies führte zwar zu einem organischen Umsatzrückgang von 5 %, steigerte jedoch das organische EBITA um 13 %. Der Gewinn je Teqnion-Aktie (EPS) sank hingegen leicht um 4 % auf 2,04 SEK. Grund hierfür waren „Bremsen” in Form von Währungsgegenwind (eine stärkere SEK belastete die Übersetzung von Sterling-Krediten und Earn-outs) sowie höhere Steuerzahlungen aufgrund der verdoppelten operativen Gewinne in den Tochtergesellschaften.


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Zum gestiegenen Auftragsbestand von 430 Mio. auf 594 Mio. Kronen im ersten Quartal wurde im Call angemerkt, dass dieser in einigen Nischen weiterhin stabil ist, die Steigerung aber primär auf operativer Exzellenz und nicht auf einer allgemeinen Markterholung in Schweden basiert.

Die Bilanz bietet weiterhin Raum für Übernahmen

Die finanzielle Stabilität bleibt gewahrt. So sank das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA auf 1,6x (im Vorjahr lag es bei 1,8x) und liegt damit deutlich unter der internen Obergrenze von 2,5x. Um für zukünftiges Wachstum gerüstet zu sein, wurde die Kreditfazilität bei der Bank von 575 Mio. auf 1 Mrd. Kronen fast verdoppelt.

Das größte Risiko, das im Call ausführlich diskutiert wurde, ist ein laufender Rechtsstreit in Irland. Dabei geht es um die Akquisition der Reward Catering Limited aus dem Jahr 2022 (ca. 2 % des Konzernumsatzes), bei der die Verkäufer laut Teqnion ihre Garantien verletzt haben. Teqnion hat die Liquidation dieser Einheit beantragt und fordert Schadensersatz. Dies stellt jedoch einen langwierigen Prozess dar. Um den guten Ruf zu bewahren, darf es nicht zu vielen Fehlschlägen kommen, weshalb Teqnion an der Analysequalität gearbeitet hat.

So kann das Unternehmen seiner Strategie des „disziplinierten Erwerbs von Nischenunternehmen“ treu bleiben. Im Fokus stehen Unternehmen mit hohen Cashflows und starken Marktpositionen. Ein neuer Trend in der Kapitalallokation sind „Bolt-on“-Akquisitionen. Bestehende Tochtergesellschaften wie Avelair kaufen eigenständig kleinere Firmen – beispielsweise Hersteller von designkritischen Druckluftlösungen wie Cambs – um lokale „Mini-Gruppen“ zu bilden. Dadurch kann auch beim Übernahmeprozess besser skaliert werden, wenn sich die Tochtergesellschaften ebenfalls in die Verantwortung begeben. Das Management betont, dass nur Firmen erworben werden, deren Qualität über dem Durchschnitt des aktuellen Portfolios liegt.

Teqnion-Aktie: Das langfristige Ziel bleibt bestehen

Das langfristige Ziel der Schweden besteht darin, den Gewinn je Teqnion-Aktie alle fünf Jahre zu verdoppeln. CEO Johan Steene sieht die Gruppe nach den schwierigen Jahren 2024/25, in denen interne Prozesse und Managementstrukturen korrigiert werden mussten, nun wieder auf der „richtigen Flugbahn”.

Die neue dezentrale Struktur mit den Regionen Nord und Väst soll als Fundament für die nächste Skalierungsstufe dienen. Trotz eines turbulenten makroökonomischen Umfelds (Inflation, Energiepreise) bleibt der Ausblick optimistisch: Die Akquisitionspipeline ist so gut gefüllt wie nie zuvor und der Fokus auf strikte Rentabilität hilft der Gruppe auch in Krisenphasen.

Es ist aktuell schwierig, bei der Bewertung über den Gewinn zu gehen, da viele Sondereffekte den Gewinn je Teqnion-Aktie – langfristig zwar die wichtigste Metrik – verzerren. Deshalb werfen wir einen Blick auf den Umsatz. Das aktuelle Verhältnis des Unternehmenswerts (Marktwert + Verschuldung) zum Umsatz liegt mit 1,8x unter dem langfristigen Schnitt von 2x und auch unter den qualitativ hochwertigen Mitbewerbern wie Lifco mit 5,4x, Addtech mit 4,3x und Lagercrantz mit 5,3x.

Deshalb sind wir der Meinung, dass die Teqnion-Aktie aktuell unterbewertet ist. Das Unternehmen wird aber noch einige Jahre brauchen, um an die Qualität der genannten Mitbewerber heranzukommen.

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