2,25 Euro Dividende pro Aktie bis 2028 geschenkt? Das müssen BASF-Anleger jetzt zur Aktie wissen!

Verschiedene farbige Flaggen mit dem BASF Logo und Slogan
Foto: BASF SE

Es klingt wie ein Geschenk: 2,25 Euro Dividende je Aktie – und das mindestens bis 2028. Dazu kommen noch jährliche Aktienrückkäufe, beides in einer Gesamthöhe von 12 Mrd. Euro über die nächsten Jahre.

Doch bei BASF (WKN: BASF11) fragen sich inzwischen viele Anleger, ob hinter der attraktiven Ausschüttung nicht eine deutlich größere Baustelle steckt. Der deutsche Chemiekonzern kämpft seit Jahren mit hohen Energiekosten, schwacher Industrienachfrage und wachsendem Druck aus China.

Trotzdem wittern Investoren plötzlich wieder Chancen – und genau das macht die Aktie derzeit so spannend. Denn die Börse honoriert bekanntlich auch Turnarounds. Und BASF könnte genau vor so einem stehen.

Zwischen Dividendenliebling und Dauerbaustelle

Die Equity Story von BASF war lange Zeit einfach zu erzählen: Es handelte sich um einen global führenden Chemiekonzern mit stabilen Cashflows, verlässlicher Dividende und starker Industrie-DNA. Doch spätestens seit der Energiekrise ist dieses Erfolgsmodell ins Wanken geraten.

Besonders der Stammsitz Ludwigshafen leidet unter hohen Gas- und Strompreisen. Genau dort sitzt das energieintensive Herz des Konzerns.

Hinzu kommt die schwache Nachfrage aus der europäischen Industrie. Viele Kunden aus der Automobil-, Bau- und Konsumgüterbranche bestellen zurückhaltender.


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Gleichzeitig drücken chinesische Wettbewerber mit günstigeren Preisen auf die Margen. Anleger merken das seit Jahren am Aktienkurs: Von den früheren Höchstständen von rund 90 Euro ist die BASF-Aktie weit entfernt. Die Aktie pendelte zuletzt zwischen 40 und 55 Euro. 

Trotzdem gibt es Argumente für Optimisten. Die Dividendenrendite bleibt attraktiv und BASF investiert Milliarden in neue Produktionskapazitäten in China. Der hochmoderne Verbundstandort Zhanjiang soll dort künftig effizienter und günstiger produzieren als viele europäische Werke. Genau darauf setzen inzwischen viele Investoren ihre Hoffnung.

Auch operative Fortschritte sind sichtbar. So näherte sich die Aktie zuletzt wieder ihrem 52-Wochen-Hoch an. Zudem haben sich einige Chemiemärkte nach der langen Schwächephase stabilisiert. Nach dem Nahost-Debakel ist Chemie aus Europa aufgrund ihrer robusten Lieferkette wieder ein wenig sexy geworden.

Die große Frage: Kann BASF Deutschland hinter sich lassen?

Das eigentliche Dilemma bleibt jedoch bestehen. Die BASF verdient außerhalb Europas inzwischen oft besser als zu Hause. Genau deshalb fährt der Konzern in Deutschland Kapazitäten herunter und verlagert Investitionen zunehmend ins Ausland. Für Traditionalisten klingt das bitter, für Aktionäre hingegen möglicherweise vernünftig.

Die entscheidende Frage ist nun: Gelingt es BASF, die hohen Kosten in Europa dauerhaft zu kompensieren und gleichzeitig vom Wachstum in Asien zu profitieren? Sollte die globale Industriekonjunktur im Jahr 2026 anziehen, könnte der Konzern überproportional profitieren. Bleiben die Energiepreise und die Nachfrageschwäche dagegen hoch, droht die Aktie, in ihrer Seitwärtsbewegung festzustecken.

Die Dividende von 2,25 Euro wirkt daher weniger wie ein Geschenk, sondern vielmehr wie eine notwendige Prämie fürs Durchhalten.

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Frank besitzt Aktien von BASF. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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