Fielmann-Aktie: Die versteckte Stärke, die noch niemand erkennt

Mit einer Fielmann Brille kann man über die Stadt schauen.
Foto: Julia Roegner

Fielmann (WKN: 577220) ist Europas dominanter Optikkonzern mit 30 Mio. Kunden, einer nur schwer angreifbaren Marktstellung in Deutschland, Österreich und der Schweiz, und die Investitionsthese für die Fielmann-Aktie ist so simpel wie überzeugend: strukturelles Wachstum im rezessionsresistenten Sehkorrekturmarkt, kombiniert mit einer US-Expansion, die gerade erst Fahrt aufnimmt.

Fielmann-Aktie: Das gibt es Neues

Der Konzernumsatz kletterte im ersten Quartal 2026 auf 613 Mio. Euro, ein nominales Plus von 1,3 %. Bereinigt um Wechselkurseffekte waren es sogar 2,3 %. Das US-Segment wuchs in US-Dollar solide um 2,2 %, in Euro gerechnet schrumpfte es jedoch um 8,1 %, weil der US-Dollar seit Mitte 2025 stark an Wert verloren hat. Europa wuchs organisch um 2,4 % in konstanter Währung, Spanien sogar um 5,2 %.

Das bereinigte EBITDA, also das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, bereinigt um Sondereffekte, stieg auf 149 Mio. Euro. Die Marge gab marginal auf 24,3 % nach. Der Nettogewinn legte auf 56 Mio. Euro zu. Das Entscheidende: Fielmann hat in einem Quartal, das von Winterstürmen, Streiks und geopolitischem Gegenwind geprägt war, 43 Netto-Neufilialen eröffnet und dabei die Marge stabil gehalten. Darin erkennen wir operative Exzellenz unter Druck.

Warum die Zahlen täuschen

Die 80 % Bruttomarge sind das eigentliche Herzstück des Geschäftsmodells. Fielmann ist kein reiner Händler, sondern ein vertikal integriertes Unternehmen mit eigenen Fertigungswerken in Deutschland, Polen, Tschechien, Spanien und den USA. Das bedeutet: 4 von 5 Umsatz-Euro fließen direkt in den operativen Hebel. Mit wachsender Filialdichte sinken die relativen Fixkosten (Mieten, Verwaltung, Logistik) pro Umsatz-Euro, und das EBITDA steigt überproportional. Diesen Effekt können wir messen: Vom vierten Quartal 2023 bis zum vierten Quartal 2025 legte das EBITDA um 155 % zu, während der Umsatz nur um 26,6 % wuchs. Das ist eine solide Fixkostendegression. Und genau dieser Mechanismus wartet in den USA darauf, aktiviert zu werden.

NEUES ANGEBOT
🧭 Premium-Zugang bei unserem Partner aktien.guide: Interaktive Fundamental-Charts und mehr

📈 130+ Empfehlungen und wöchentlich neue Premium-Analysen im Aktienkompass

ATOSS Software
+119,16%
The Trade Desk
+345,80%
Cloudflare
+365,24%
va-Q-tec
+216,96%
MercadoLibre
+1512,02%

💰 Mit 39 % Rabatt auf beide Produkte

NEUES ANGEBOT
  • 🧭 Premium-Zugang bei unserem Partner aktien.guide: Interaktive Fundamental-Charts und mehr
  • 📈 130+ Empfehlungen und wöchentlich neue Premium-Analysen im Aktienkompass

The Trade Desk
+345,80%
ATOSS Software
+119,16%
va-Q-tec
+216,96%
Cloudflare
+365,24%
MercadoLibre
+1512,02%

Der Gewinn je Aktie, kurz EPS, wuchs von 1,80 Euro (2024) auf 2,44 Euro (2025) – ein Jahresplus von 35,6 %, auf Quartalsbasis sogar ein Plus von 287 %. Bei einem Verhältnis des Gesamtunternehmenswerts zum operativen Gewinn vor Abschreibungen von 9,3 notiert die Fielmann-Aktie aktuell mit erheblichem Abschlag auf den Sektorschnitt: EssilorLuxottica etwa wird historisch mit bis zu 20x, aktuell mit rund 14x EBITDA bewertet. Aufholpotenzial ist also vorhanden.

Was Fielmann jetzt tut

Im Analystengespräch kamen drei strategische Entwicklungen zur Sprache:

  • Erstens pilotiert Fielmann seine eigene Marke in ausgewählten US-Läden, weg von SVS Vision und Shopko Optical, hin zum Fielmann-Brand mit garantierten Terminen innerhalb von 48 Stunden und transparenter Preisgestaltung.
  • Zweitens rollt Fielmann KI-gestützte Refraktionsmessung auf 300 europäische Filialen aus: Statt 20 bis 40 Minuten für einen Sehtest benötigen KI-Systeme unter 10 Minuten. Das bedeutet mehr Durchsatz ohne Mehrpersonal, direkter Umsatzhebel.
  • Drittens akquirierte Fielmann im Januar 2026 die luxemburgische Optikerkette Opti-Vue mit 10 Filialen, was den 9-prozentigen Wachstumssprung in der Kategorie „Others“ erklärt und belegt, dass das M&A-Versprechen des Managements kein Lippenbekenntnis ist.

Marc Fielmann brachte im Call ein paar wichtige Fakten: US-Patienten warten im Schnitt 16 Tage auf einen Augenuntersuchungstermin, in ländlichen Regionen teils Monate. Wer hier also Kapazität aufbaut, schafft Nachfrage, nicht umgekehrt. Die US-EBITDA-Marge von 13,8 % im ersten Quartal 2026 ist noch weit von den europäischen 25,7 % entfernt. Aber das Aufholen selbst wäre, ohne einen einzigen neuen Laden zu bauen, ein enormer Gewinntreiber für den Konzern.

Unser Fazit zur Fielmann-Aktie

Fielmann bleibt ein vertikal integriertes, Cash-generierendes Qualitätsunternehmen mit bewiesener Guidance-Disziplin. Die Vision 2025 wurde in allen Kernzielen erreicht oder übertroffen. Wer zur aktuellen Bewertung in ein Unternehmen mit 80 % Bruttomarge, sinkender Nettoverschuldung und zweistelligem Gewinnwachstum einsteigt, kauft nicht teuer. Wir bleiben bei unserer Investmentthese für die Fielmann-Aktie, die noch lange nicht ausgereizt erscheint.

Nur 1.000 Euro im Monat? So sicherst du dir mehr, als die gesetzliche Rente je bieten kann!

Nur 1.000 Euro im Monat trotz jahrzehntelanger Arbeit – das ist alles, was die gesetzliche Rente vielen von uns bieten kann. Die Rentenlücke ist real – und größer, als viele denken. Doch: Es gibt clevere Wege, um vorzubeugen und sie zu schließen.

Unser exklusiver Sonderbericht enthält 10 konkrete Investment-Strategien für Jung und Alt, um mit Aktien, ETFs und Co. gezielt und erfolgreich vorzusorgen – und zeigt dir, warum gerade kleine Beträge über Zeit einen gewaltigen Unterschied machen können.

Lies den Bericht und gehe den ersten Schritt in Richtung finanziell sorgenfreier Ruhestand!

Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Fielmann.



Das könnte dich auch interessieren ...