Oracle: Gerät die Dividende des Tech-Konzerns langsam in Gefahr?

Fehler beim Investieren Dividendendepot

Oracle (WKN: 871460) gehört traditionell zu den besten Dividendenzahlern der Technologiebranche. Der Cloud- und Datenbankkonzern hat seine Gewinnausschüttungen in den letzten zehn Jahren nicht nur kontinuierlich, sondern auch stark gesteigert.

Doch angesichts des massiven Cash-Bedarfs für Investitionen in die KI-Infrastruktur machen sich Anleger zunehmend Sorgen, dass die Dividende der Oracle-Aktie in Gefahr geraten könnte. Zu Recht?

Ein sehr solides Fundament

Ich will das Ergebnis meiner Analyse gleich vorwegnehmen: Nein, die Dividende von Oracle gerät keineswegs in Gefahr. Ganz im Gegenteil! Aus finanzieller Sicht steht die Ausschüttung des US-Software- und Cloud-Riesen auf einem sehr soliden Fundament.

Zwar investiert der Tech-Konzern derzeit gigantische Summen in den Bau neuer KI-Rechenzentren, was den freien Cashflow durch hohe Investitionskosten belastet. Dennoch zeigen die jüngsten Geschäftszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2026, das im Mai zu Ende ging, dass die Sorge vor einer Dividendenkürzung unbegründet ist.

Stark steigender Gewinn und Cashflow

Oracle profitiert massiv von der enormen Nachfrage nach Cloud-Infrastruktur für KI-Anwendungen. Im Gesamtjahr 2026 kletterte der Gesamtumsatz um 17 % auf den Rekordwert von 67,4 Mrd. US-Dollar.

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Der bereinigte Gewinn je Aktie sprang sogar um 27 % auf 7,63 US-Dollar nach oben. Da die Dividende aus den laufenden Gewinnen gezahlt wird und diese kräftig wachsen, ist genug Substanz vorhanden.

Die aktuelle vierteljährliche Dividende liegt bei 0,50 US-Dollar pro Aktie (aufs Jahr hochgerechnet 2,00 US-Dollar). Setzt man diese 2,00 US-Dollar ins Verhältnis zum Jahresgewinn, ergibt sich eine Ausschüttungsquote von nur rund 26 bis 33 % (je nach GAAP- oder Non-GAAP-Basis).

Oracle schüttet also im Grunde nur etwa ein Viertel seines Gewinns an die Aktionäre aus. Der gesamte Rest fließt direkt zurück in das Unternehmen, um den teuren Ausbau der Rechenzentren zu finanzieren. Selbst wenn das Geschäft stagnieren würde, gäbe es einen riesigen Puffer, bevor die Dividende angetastet werden müsste.

Ein Blick in die Kassen zeigt, dass der operative Cashflow von Oracle im Geschäftsjahr 2026 um 54 % auf 32,0 Mrd. US-Dollar explodierte. Zudem nutzt das Management gezielt den Anleihemarkt und Kapitalerhöhungen, um die gigantischen Investitionen für die Zukunft zu stemmen. Allein im letzten Geschäftsjahr wurden 43 Mrd. US-Dollar über Schulden und 5 Mrd. Dollar über neue Aktien finanziert. Das schont die Liquidität, die für die Dividenden reserviert ist.

Die Dividende ist sicher

Oracle hat seine Dividende nun seit 12 Jahren in Folge kontinuierlich gesteigert. Angesichts der niedrigen Payout-Ratio, prall gefüllter Auftragsbücher (der vertragliche Auftragsbestand liegt bei astronomischen 638 Milliarden Dollar) und guter Aussichten für das angelaufene Geschäftsjahr 2027 ist die Dividende eine der sichersten im gesamten Tech-Sektor. Anleger können eher mit einer Fortsetzung der jährlichen Erhöhungen im zweistelligen Prozentbereich rechnen, als mit einer Kürzung.

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Peter besitzt keine Aktien von Oracle. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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