Der perfekte Dividendenkalender: Warum der Mai nicht dein bester Monat sein sollte

Hast du so etwas wie einen Dividendenkalender für dich erstellt? Um ehrlich zu sein: Ich auch (noch) nicht. Aber ich weiß, dass der Mai bislang mein bester Monat ist. Allein die beiden DAX-Versicherer Allianz und Münchener Rück schütten dort vierstellige Beträge an mich aus. Das ist (noch) das Highlight in jedem Dividendenjahr.
Allerdings denke ich: Ein perfekter Dividendenkalender sollte andere Highlights haben. Ob im Endeffekt der Mai dein bester Monat ist oder nicht, das kannst du ja individuell für dich gestalten. Aber es besteht grundsätzlich auch die Option, dass andere Monate deinen Schwerpunkt bilden.
Natürlich ist das Timing für die Zahlungen der jeweiligen Ausschüttung alles andere als wichtig. Wobei es schon praktisch für größere Vorhaben wie die finanzielle Freiheit oder die Altersvorsorge ist, wenn Geld regelmäßig fließt. Blicken wir heute daher auf Möglichkeiten, wie du selbst aktiv gestalten kannst. Unser Schwerpunkt bleibt dabei unternehmensorientierte Qualität, die die Dividenden ermöglicht.
Der perfekte Dividendenkalender: Wenn Regelmäßigkeit wichtiger wird
Die Börsen- und Aktienwelt hat zum Glück sehr viele verschiedene Ausschütter hervorgebracht. Natürlich bieten Allianz, Münchener Rück, aber auch andere deutsche börsennotierte Gesellschaften mit ihren jährlichen Zahlungen hohe Volumen. Der Zeitraum erstreckt sich in der Regel von Ende April bis Juli, wo beispielsweise Fielmann noch ausschüttet. Das ist meiner Meinung nach ein sehr nettes „Urlaubsgeld“. Ansonsten müssten wir die einmalige Zahlung selbst aktiv über verschiedene Monate strecken.
Aber besonders in den USA haben sich vierteljährliche Zahler etabliert. Allein Aktien wie Coca-Cola oder PepsiCo schütteten Ende Juni/ Anfang Juli ihre Dividenden aus. Das bedeutet, dass wir um den Monatswechsel zum Oktober, Januar und April in der Regel weitere Dividenden erhalten. Andere Aktien zahlen dagegen im August oder eher im September aus. Wir können uns damit in jedem Monat eine Dividende verschaffen. Apropos, jeden Monat eine Dividende: Aktien wie Realty Income zahlen sogar eine monatliche Dividende. Solche Ausschütter bieten uns die Chance, dass wir alle 30 Tage eine Dividende erhalten. Auch sie sind für einen perfekten Dividendenkalender nicht uninteressant.
Dabei zeigen die von mir genannten US-amerikanischen Aktien eine Gemeinsamkeit: Alle gelten als Dividendenaristokraten. Das zeigt, dass wir mit monatlichen oder vierteljährlichen Zahlern ebenfalls sehr viel Qualität bekommen können. Wobei ich erneut sage: Das Zahlungsintervall sollte bei der Wahl deiner Dividendenaktien nicht entscheidend sein. Wichtig sind stets die Qualität des Unternehmens, Wettbewerbsvorteile, Wachstumsaussichten und die in Zukunft zu erwartenden Gewinne.
Sind Schwerpunkte in einzelnen Segmenten möglich?!
Durch eine Kombination verschiedener Ausschütter können wir unseren persönlichen Dividendenkalender optimieren. Im Titel haben wir jedoch eingangs genannt, dass der Mai nicht der beste Monat sein muss. Das schreit förmlich nach der Frage, welche sich stattdessen anbieten würden. Es benötigt auch hierfür etwas Konzentration, wie beispielsweise bei der DAX-Dividendensaison.
Wenn du mich fragst, gibt es aber auch andere Termine, die sich grundsätzlich als ausschüttungsstarke Zeiträume eignen. Viele Real Estate Investment Trusts (REITs) mit vierteljährlichen Zahlungen schütten beispielsweise per Ende eines Vierteljahres ihre Dividende aus. Die Zahlung gibt es dann im Januar, April, Juli und Oktober. Mit einem defensiven Immobilienschwerpunkt sind dabei hohe, oft verlässliche Ausschüttungen möglich. Da bei REITs oft 4 bis 6 % sichere Dividende möglich sind, können diese Zeitpunkte ebenfalls für persönliche Dividenden-Highlights geeignet sein.
Ein weiterer möglicher Schwerpunkt in einem Dividendenkalender können ETFs sein. Laut vielen ETF-Portalen zahlen hier die meisten dividendenstarken Passivfonds eher im März, Juni, September und Dezember aus. Auch mit einer breiten Indexauswahl kann man den Mai daher hinter sich lassen. Wobei die Auswahl hier natürlich ebenfalls wichtiger ist als das Zahlungsintervall.
Der perfekte Dividendenkalender hilft auch beim Reinvestieren!
Zu guter Letzt hilft ein guter und gleichmäßiger Dividendenkalender auch beim Reinvestieren. Wer beispielsweise regelmäßig pro Monat ein Dividendeneinkommen von 50 oder 100 Euro erzielt, der kann dieses Geld nehmen und per Sparplan direkt wieder anlegen. Natürlich kann man grundsätzlich auch eine jährliche Dividende wie die der Allianz oder der Münchener Rück per Einzelinvestition anlegen. Es ist auch möglich, das Geld aufzuteilen. Aber die Kombination aus regelmäßigen Rückflüssen und Sparplänen öffnet Tür und Tor für einen Ansatz, der den Cost-Average-Effekt optimiert.
Du siehst also: Einen gewissen Schwerpunkt im Mai werden wir in einem Dividendenkalender als deutsche Investoren selten leugnen können. Der Zeitpunkt muss aber nicht dein bester Monat sein. Du kannst dein Portfolio in gewisser Weise aktiv steuern. Aber vergiss nie: Die Qualität ist wichtiger als das Zahlungsintervall.
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Vincent besitzt Aktien der Allianz, von Coca-Cola, Fielmann, Münchener Rück, PepsiCo und Realty Income. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien der Allianz, von Fielmann, der Münchener Rück, PepsiCo und Realty Income.