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Massenentlassung bei der Commerzbank – was du jetzt wissen musst

Foto: Pixabay

Die Commerzbank (WKN: CBK100) hatte erst kürzlich die Entscheidung gemeldet seine Mittelstandsbank komplett umzustrukturieren. Ende letzter Woche wurde bereits die nächste radikale Meldung berichtet.

Um gegen den Trend sinkender Gewinne anzukämpfen, will die Bank nach Jahren des Stellenabbaus anscheinend noch einmal die Zahl seiner Angestellten massiv verringern.

Das hat die Commerzbank vor

Da die Bank seit Jahren mit einem schwierigen Geschäftsumfeld kämpft, sieht man sich in der Geschäftsführung gezwungen, stets neue Maßnahmen umzusetzen, um die Kosten zu senken. Bereits seit langer Zeit wird deshalb bei der Commerzbank die Zahl der Angestellten verringert.

Jetzt hat die Commerzbank anscheinend einen weiteren Kahlschlag vor, allerdings sind sich die Medien nicht einig, in welcher Größenordnung dieser ausfallen wird. Das Wall Street Journal berichtet, dass man über 5.000 der rund 50.000 Stellen in der Bank streichen wolle. Das entspräche einer Stellenstreichung von 10 % der Belegschaft.

Noch extremer fällt der Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung aus, der sich auf konzernintern kursierende Zahlen beruft. Nach diesen Quellen ist sogar eine fünfstellige Zahl möglich, welche somit mindestens 20 % der Belegschaft betreffen würde.

Diese Einsparungen sind möglich

Es ist eigentlich nur richtig, dass ein Unternehmen, welches mit schwacher Nachfrage beziehungsweise anderen unternehmerischen Problemen zu kämpfen hat damit reagiert, seine Personalkosten zu senken. Es stellt sich aber die Frage, wie viel überhaupt eingespart werden kann.


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Im letzten Geschäftsjahr lagen die Verwaltungsaufwendungen bei 7.157 Millionen Euro und waren somit 3,3 % höher als im Vorjahreszeitraum. Auch im Geschäftsjahr 2014 musste man mit 6.929 Millionen Euro eine gestiegene Summe berichten. Wenigstens im Geschäftsjahr 2013 konnte im Vergleich zum Vorjahr eine Reduktion in den Verwaltungsausgaben erreicht werden.

Der Großteil der Verwaltungsausgaben sind Personalkosten. Im Geschäftsjahr 2015 wurden 3.900 Millionen Euro dafür aufgewendet. Das heißt, es gibt riesiges Einsparungspotenzial beim Personal, allerdings war in den letzten Jahren zumindest kein Trend stetig wachsender Personalkosten zu verzeichnen.

Angenommen, man könnte 10 % dieser Kosten einsparen, wären das 390 Millionen Euro jährlich. Der Gewinn der letzten fünf Jahre beträgt bei der Commerzbank ziemlich genau 2 Milliarden Euro. Hätte man also jährlich eine Summe in Höhe von 390 Millionen Euro eingespart, wäre der Gewinn im gleichen Zeitraum fast 4 Milliarden Euro gewesen, also fast doppelt so hoch.

Besonders im Bereich der hoch bezahlten sogenannten „Geschäftsleiter und Risk Taker“ ist das Einsparungspotenzial groß. Dort wurden 2015 immerhin 283 Millionen Euro an Gehälter und Boni ausgezahlt.

Alle Banken müssen sparen – auch die Commerzbank

Die Tatsache ist, dass alle Banken derzeit Schwierigkeiten haben profitabel zu bleiben. Zum einen machen ihnen natürlich die niedrigen Zinsen zu schaffen, aber es gibt auch strukturelle Veränderungen.

Der Konkurrenzdruck ist hoch und viele Kreditinstitute können über Effizienz und Preis mit der Commerzbank konkurrieren. Außerdem wachsen gerade viele Fintechs heran, welche mittelfristig noch einmal bessere und kostengünstigere Dienstleistungen versprechen. Wie in vielen Branchen können auch bei Finanzdienstleistungen immer mehr Tätigkeiten automatisiert werden.

Deshalb akzeptiert die Commerzbank, dass sie in Zukunft eine Bank mit weniger Angestellten sein wird.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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