Der uncharmante Effekt der Allianz-Aktie vor der Dividende

Ein hoher Stapel Geldmünzen vor einer tickenden Uhr repräsentiert Sparen und Sparsamkeit
Foto: PublicDomainPictures via Pixabay

Die Allianz-Aktie (WKN: 840400) und ihre Dividende sind ein spannendes Thema. In diesem Jahr wird es 17,10 Euro je Aktie geben. Bei einer Dividendenrendite in Höhe von 4,4 % ist auch die Höhe der Zahlung im Verhältnis zum Einsatz attraktiv. Zumal der DAX-Versicherer besonders in den letzten Jahren mit einem soliden Dividendenwachstum überzeugte.

Heute soll es aber nicht um die Dividende im Speziellen gehen. Sondern um die Allianz-Aktie, die vor dem Ex-Dividenden-Datum immer etwas Uncharmantes macht. Ich persönlich würde allein deshalb den DAX-Versicherer jetzt nicht mehr vor dem Termin im Mai kaufen. Das kann man natürlich so und so sehen.

Keine Panik: Wir werden jetzt keine kurzfristigen Chartanalysten. Dennoch denke ich, dass wir die Börsenpsychologie bei einem solch signifikanten Effekt nicht außer Acht lassen sollten.

Die Allianz-Aktie: 2 Wochen vor dem Ex-Dividenden-Datum neigt sie zu steigen!

Der springende Punkt ist: Die Allianz-Aktie neigt vor der Zahlung der Dividende dazu, im Wert zu steigen. Wir befinden uns jetzt in einem Zeitfenster, in dem das Ex-Dividenden-Datum am 8. Mai in einer Spanne von zwei Wochen liegt. Betrachten wir heute daher einmal, was dort in den letzten Jahren passierte.

Durchschnittlich stieg die Allianz-Aktie in diesem Zeitraum um 4,6 %. Wobei es natürlich deutliche Ausreißer gibt. Im Jahre 2025 gab es ein Kursplus von 8,6 % innerhalb von zwei Wochen. Im Jahre 2022 waren es, trotz der Unsicherheiten durch den Ukraine-Krieg, 1,9 %. Das ist zugleich die Spannbreite der letzten fünf Jahre. Es gibt jedoch die klare Tendenz, dass die Anteilsscheine des DAX-Versicherers in diesem Zeitraum deutlich zulegen.

Das wiederum bezeichnet man als Dividend-Run-Up. Also als das Phänomen, dass kurz entschlossene Investoren kurz vor der Dividendenzahlung plötzlich die Angst verspüren, noch etwas zu verpassen. Es ist ein Nachteil der einmaligen Ausschüttungen pro Jahr. Man muss sich positionieren. Oder eben nicht und 365 Tage auf die neue Chance auf eine Dividende warten. Für Anleger sind solche fixen, einmaligen Daten im Jahr daher einfach besonders. Auch für die, die schon investiert sind. Aber: Meine Strategie wäre eine andere.


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Nicht unbedingt im Run-up investieren!

Die Allianz-Aktie ist meiner Meinung nach ein gutes Beispiel dafür, wo das Dividend-Run-up funktioniert. Es gibt weitere Namen, für die das gilt. Im DAX ist das beispielsweise noch die Münchener Rück. Aber das Phänomen lässt sich oft beobachten. Natürlich gibt es Ausnahmen: Wenn eine Aktie attraktiv ist, in einem Jahr noch einen Dip ausweist oder du auf den kurzfristigen Effekt ohnehin pfeifst, kannst du vor der Zahlung kaufen. 4,6 % sind schließlich nicht der enorme Renditebeitrag, der auf alle Ewigkeit unsere Rendite dermaßen hemmt, dass uns ein gutes Unternehmen nicht trotzdem langfristig stetig reicher macht.

Persönlich neige ich jedoch inzwischen dazu, die Tage vor der Dividende gar nicht zu handeln. Eine attraktive Dividende können wir zu jeder Zeit im Jahr einsammeln. Wenn wir die Börsenpsychologie weiter würdigen wollen, so sehen wir tendenziell eher über dem Sommer eine Art Loch. Viele Investoren sind im Urlaub. In den Sommermonaten passiert nicht so viel. Neuigkeiten sind rar gesät. Das ist statistisch gesehen ein interessanter Zeitpunkt. Wie gesagt: nicht in jedem Jahr. Aber in vielen. Natürlich würde es bei der Allianz-Aktie dann neun, zehn Monate dauern, bis die nächste Dividende kommt. Aber auch das ist der Trugschluss: Eine Dividende ist nicht wichtig. Es geht um die Summe der Ausschüttungen.

Mit Konzentration auf einen möglichst guten Preis und eine hohe Dividendenrendite können wir bei der Allianz-Aktie daher auch die Gesamtrendite maximieren. Nach dem Run-up haben wir hingegen einen guten Teil der Wertsteigerung in einem Jahr verpasst.

Allianz-Aktie: Das Jahr 2026 ist gelaufen: Konzentration auf 2027, 2030 und 2050!

Um es daher deutlich zu sagen: Schreibe das Jahr 2026 bei der Allianz-Aktie und ihrer Dividende ab. Du könntest kaufen. Die Aktie hat jedoch auch in den letzten 30 Tagen rund 10 % an Wert zugelegt. Ich sehe auch hier ein Run-up, bei dem sich viele Investoren noch die Dividende sichern wollten.

Konzentriere dich lieber auf das Jahr 2027. Oder auch auf 2030. Vielleicht sogar das Jahr 2050. Und dann überlege dir, wann du eine gute Einstandsrendite bekommst. Vielleicht ist es im Sommer, vielleicht im Herbst. Persönlich bin ich geneigt, dann zu kaufen, wenn keiner eine Aktie mehr wegen ihrer Dividende haben will.

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Vincent besitzt Aktien der Allianz und der Münchener Rück. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien der Allianz und der Münchener Rück.



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