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Daimlers Elektro-Auto Offensive

Mercedes Limousine Daimler Aktie
Foto: Daimler

Daimler (WKN: 710000), nach Marktkapitalisierung der größte Premium-Autobauer der Welt, plant bis 2022 seine Modellpalette grundlegend umzustellen: In Zukunft soll es von allen Modellen auch eine rein elektrisch betriebene Version zu kaufen geben.

Aufbau einer starken Position gegenüber Tesla

Momentan dominiert Tesla (WKN: A1CX3T) den Markt für Elektroautos, und mit seinem neuesten Modell (3) startet Tesla jetzt auch im Massenmarkt durch. Daimlers Plan, zukünftig alle seine Modelle auch rein elektrisch zu verkaufen, kann durchaus als Kampfansage gegenüber Tesla verstanden werden: Mercedes-Benz wird hierdurch den Druck auf Tesla sowohl im Oberklasse-Segment (beispielsweise über eine elektrische Version der S-Klasse) als auch im Massenmarkt erhöhen, wo eine elektrisch betriebene C-Klasse Teslas Modell 3 Konkurrenz machen kann.

Zusätzlich plant Daimler, seine Marke Smart zu einem reinen Elektroauto-Bauer zu machen: Schon ab 2020 werden alle neu verkauften Smarts rein elektrisch betrieben werden. Gegenüber Tesla wird Daimler durch das Bedienen des Kleinwagenmarktes (für welchen Tesla kein Modell anbietet und auch noch keines in Planung hat) Marktanteile gewinnen können, zudem hilft das Umstellen der Produktpalette von Smart Daimler dabei, ein weiteres Ziel zu erreichen:

Die neue Elektroautostrategie hilft Daimler im Zwist mit der Politik

Ein höherer Elektroautoanteil, und hier hilft vor allem die Umstellung der Marke Smart zum reinen Elektroautobauer, hilft Daimler dabei, den konzernweiten CO2-Ausstoß zu verringern – dies ist ein erklärtes Ziel beispielsweise der EU-Kommission: Bis 2030 sollen die CO2-Emissionen von Neufahrzeugen in Europa um 30 % sinken.


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Daimler plant zudem, einen großen Anteil der in Zukunft zu bauenden Elektroautos in seinem bereits existierenden Werk in Tuscaloosa im US-Staat Alabama zu produzieren, wofür das Unternehmen Investitionen in Höhe von einer Milliarde US-Dollar angekündigt hat. Dies könnte sich für Daimler als kluger strategischer Schachzug erweisen, da eine erhöhte Produktion in den USA der vielfach erklärte Wille von Präsident Trump ist. Die Pläne für neue Investitionen in das bereits seit 20 Jahren existierende Werk dürften im Weißen Haus mit Wohlwollen aufgenommen worden sein.

Daimlers Finanzstärke hilft beim Umbau der Modellpalette

Im Gegensatz zu Tesla ist Daimler nicht nur bereit, in elektrische Antriebe zu investieren, das Unternehmen ist zudem seit Jahren sehr profitabel: In Q3 2017 verdiente Daimler 2,3 Milliarden Euro, wohingegen der amerikanische Elektroauto-Konkurrent einen Quartalsfehlbetrag in Höhe von umgerechnet 560 Millionen Euro ausweisen musste.

Die Finanzkraft Daimlers erlaubt es dem Unternehmen in hohem Maße in neue Technologien, Forschung & Entwicklung, den Aufbau neuer sowie den Umbau existierender Werke zu investieren, sowie zusätzlich am Aufbau eines Ladenetzwerkes für Elektroautos zu arbeiten (über das zusammen mit BMW und anderen betriebene Joint Venture Ionity): Die Ladeleistung dieses neu zu errichtenden Ladenetzwerkes liegt bei 350 Kilowatt und damit um ein Mehrfaches höher als die Ladeleistung von Teslas Supercharger-Netzwerk, was in Zukunft ein gewichtiges Argument für den Kauf eines Elektroautos aus dem Hause Daimler werden könnte.

Zusammenfassung

Daimler hat die Zeichen der Zeit erkannt und investiert richtigerweise in den Ausbau der in Zukunft sehr relevant werdenden Technologie Elektroauto. Mit dem Ausbau der Modellpalette, dem Umbau der Marke Smart zum reinen Elektroautoproduzenten sowie mit klugen Kooperationen wie Ionity wird Daimler zu einem wichtigen Player im schnell wachsenden Elektroautomarkt werden, in den Daimler dank hoher Ertragskraft schnell und aggressiv expandieren können wird.

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Jonathan Weber besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Daimler.



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