Das muss passieren, damit die Ringmetall-Aktie wieder über 4 Euro steigt

Die Ringmetall SE (WKN: A3E5E5) ist ein Serial Acquirer. Das bedeutet, dass das Unternehmen durch kontinuierliche Zukäufe kleinerer Firmen in Nischenmärkten wächst. Wenn diese Übernahmestrategie diszipliniert betrieben wird, können Börsenstars wie Constellation Software oder Lifco entstehen. Wir schauen uns nun an, ob die Ringmetall-Aktie das Zeug dazu hat.
Die Ringmetall SE wächst durch Zukäufe
Die Ringmetall SE hat das Geschäftsjahr 2025 trotz eines konjunkturell anspruchsvollen Umfelds stabil abgeschlossen. Der Konzernumsatz stieg um 7,3 % auf 187,7 Mio. Euro. Dieses Wachstum wurde vor allem durch Zukäufe wie Peak Packaging (Polen), FIB Beer Systems (Niederlande), Hutek (Finnland) und Teile von Indutainer (Deutschland) erzielt.
Damit erwies sich die Buy-and-Build-Strategie erneut als zentraler Wachstumsmotor. Operativ profitierte das Unternehmen zudem von einer starken Pharmaindustrie, die weltweit ein Produktionswachstum von 8,5 % verzeichnete. Die chemische und pharmazeutische Industrie ist die größte Endnutzergruppe der Produkte von Ringmetall.
Belastend wirkten hingegen die schwache Industriekonjunktur in Europa, ein verhaltenes Bag-in-Box-Geschäft sowie der schwache US-Dollar. Zudem fiel ein positiver Sondereffekt aus dem Vorjahr (durch einen Schnäppchenkauf mit einem Preis unter dem Cashbestand (Bargain Purchase) von 1,3 Mio. Euro) weg.
Das Segment Liner ist der Wachstumstreiber
Das Geschäft unterteilt sich in die beiden Segmente „Verschlusssysteme” und „Liner”. Der Außenumsatz im Bereich Verschlusssysteme (Spannringe in unterschiedlichsten Ausführungen für Industriefässer, Weißblechverpackungen und Rohrverbindungen) sank um 8 % auf 111,8 Mio. Euro. Dies ist auf eine gedämpfte Nachfrage und Wechselkurseffekte zurückzuführen. Parallel dazu sank das EBITDA des Segments um 26,6 % auf 16,0 Mio. Euro. Hier arbeitet man mit einer angepassten Kostenstruktur dagegen.
Das Segment Liner (Innenhüllen für eine Vielzahl von Transport- und Lagerbehältern sowie Verkaufsverpackungen) war der Wachstumsmotor und verzeichnete ein kräftiges Wachstum von 53,5 Mio. Euro auf 75,8 Mio. Euro. Hier wirkten sich eine Reihe von Übernahmen positiv aus. Auch deswegen konnte das EBITDA deutlich von 4,0 Mio. Euro auf 9,5 Mio. Euro steigen.
Aufgrund höherer Abschreibungen, Finanzierungsaufwendungen und Ertragsaufwandsteuern fiel das Ergebnis je Aktie (EPS) überproportional von 0,36 Euro auf 0,13 Euro. Der Free Cashflow je Aktie, der eine wichtige Finanzierungsquelle für Übernahmen darstellt, sank um 7,9 % auf 0,42 Euro je Ringmetall-Aktie.
Ringmetall-Aktie: Die Konsolidierung des Marktes bringt Chancen
Ringmetall ist ein Spezialanbieter für Spannringe und Linern für Industriefässer. Ein entscheidender Vorteil ist die hohe technische Spezialisierung durch den Einsatz selbst entwickelter Produktionsanlagen. Dadurch werden die Markteintrittsbarrieren für Wettbewerber massiv erhöht. Die enge Verbundenheit mit den Kunden über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg schafft zusätzliche Stabilität.
Wesentliche Risiken liegen in der Volatilität der Rohstoffpreise (Stahl, Kunststoffe), dem anhaltenden Fachkräftemangel an Kernstandorten und der Verschuldung. Die aktuellen Finanzverbindlichkeiten liegen bei 67 Mio. Euro und benötigen knapp fünf Jahre des vollständigen Free Cashflows, um diese abzuzahlen. Das ist eine Schwachstelle, allerdings sind wir der Meinung, dass sich der freie Cashflow mit der Nachfrageerholung ebenfalls erholen wird.
Was wir von der Ringmetall-Aktie kurz- und langfristig erwarten
Langfristig setzt Ringmetall auf die weitere Konsolidierung des Weltmarktes für Industrieverpackungen. Die Marktposition im Bereich Liner soll durch gezielte Akquisitionen ausgebaut werden, um eine weltweite Marktführerschaft zu erreichen.
Der Vorstand prognostiziert für 2026 einen Konzernumsatz zwischen 185 und 205 Mio. Euro bei einem EBITDA von 21 bis 28 Mio. Euro. Die solide Eigenkapitalbasis von 48,6 % ermöglicht es der Gruppe, auch zukünftig flexibel auf kleinere Akquisitionschancen zu reagieren.
Die Bewertung und unser Fazit
Ringmetall ist mit einem Verhältnis von Unternehmenswert zu Umsatz von 0,7 und einem normalisierten KGV von 11,7 günstiger bewertet als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre (0,8-fach und 13-fach). Mit 8,4 % ist die Free-Cashflow-Rendite unter Berücksichtigung der Schulden attraktiv und sticht hervor. Die Ringmetall-Aktie sollte sich gut erholen können, wenn die Nachfrage in der Chemieindustrie wieder anzieht.
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