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Warum BMW seine Gewinnprognose für 2018 gekürzt hat

Parkende Autos
Foto: Getty Images

Der Autohersteller BMW (WKN:519000) hat seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr gesenkt. Man sagte, dass man nun davon ausgeht, dass die Kosten für die Anpassung an neue Emissionsregeln und die Auswirkungen globaler Handelsstreitigkeiten den Gewinn von 2018 reduzieren werden.

Nach dieser revidierten Guidance schloss die Aktie in Frankfurt mit einem Minus von rund 5,2 %.

Warum neue Emissionsvorschriften bei BMW zu einer Gewinnwarnung führten

Laut BMW gab es mehrere Faktoren, die das Ergebnis der zweiten Jahreshälfte und des Gesamtjahres stärker belasten werden als erwartet. Die größten Auswirkungen ergeben sich aus den neuen Normen der Europäischen Union für die Prüfung von Emissionen und der Palette neuer Fahrzeuge, dem so genannten „Worldwide Harmonized Light Vehicle Test Procedure“, kurz WLTP.

WLTP ist seit einigen Jahren in Arbeit, aber es trat am 1. September in vollem Umfang in Kraft: Alle neuen „leichten“ Fahrzeuge (Pkw, Pickups und SUVs), die nach diesem Datum in der EU zugelassen sind, müssen nach den neuen Regeln genehmigt werden.

Von BMW hieß es, dass man in der Lage sei, alle neuen WLTP-Anforderungen vor Ablauf der Frist zu erfüllen. Das Problem ist aber, dass einige andere Autohersteller sich, anders als BMW, nicht darum scherten. Dies führte deswegen bei der Konkurrenz zu großen Preissenkungen bei nicht konformen Fahrzeugen und damit zu dem, was BMW als „unerwartet intensiven Wettbewerb“ bezeichnete.

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Zwar konnten die Verkaufszahlen von BMW in Europa im August leicht ansteigen, blieben allerdings weit hinter denen einiger Konkurrenten zurück, die sich für eine aggressive Preisgestaltung entschieden hatten: Die Verkäufe der Ford Motor Company (WKN:502391) stiegen im August in Europa um 17 % gegenüber dem gleichen Zeitraum 2017, die von Fiat Chrysler Automobiles (WKN:A12CBU) um 40 %, die von Volkswagen (WKN:766403) um 41 % und die von Renault (WKN:893113) um 58 %.

Diese großen Gewinne der Konkurrenten machten den Absätzen von BMW zu schaffen, und das wird auch noch so weitergehen (weil viele Menschen, die später im Jahr neue BMWs hätten kaufen können stattdessen bereits im August vergünstigte Autos von Konkurrenten gekauft haben). Deswegen hat BMW in Europa volle Lager – nicht gerade wünschenswert. Von BMW hieß es, dass man die Produktion anpassen wird, um die vollen Lagerbestände in den nächsten Monaten zu reduzieren und die Gewinnmargen zu erhalten. Das wird die Einnahmen im Laufe des Zeitraums verringern, auch wenn die Umsätze im weiteren Verlauf des Jahres 2018 stark sind: BMW bucht Einnahmen, wenn Fahrzeuge von ihren Fabriken an Händler rausgehen, nicht erst, wenn sie letztendlich dann auch an Kunden verkauft werden. Das machen die meisten Hersteller so.

BMW sagte, dass man auch mit unerwartet höheren Kosten konfrontiert ist, die durch Rückrufe kommen. Außerdem hieß es, dass sich verändernde Märkte und der Handelskrieg zwischen den USA und China die Einnahmen belasten würden.

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BMW ist aber nicht der einzige deutsche Automobilkonzern, der vor Bedenken im Zusammenhang mit WLTP und den laufenden Handelskriegen warnt: Daimler, Volkswagen und der Automobilzulieferer Continental haben in den letzten Monaten Gewinnwarnungen ausgesprochen.

BMWs revidierte Prognose für 2018: Umsatz und Ergebnis unter dem Niveau von 2017

Hier sind ein paar Details der überarbeiteten Guidance von BMW. Das Unternehmen hat mehrere wichtige Faktoren gesenkt, die man noch im letzten Guidance Update vom 2. August bekräftigt hatte, als man sein Ergebnis für das zweite Quartal bekannt gab.

Hier die Erwartungen für das Gesamtjahr:

  • Der Umsatz im Automobilsegment liegt „leicht unter“ dem Ergebnis von 2017, ein Rückgang gegenüber dem im August erwarteten „leichten Anstieg“. (Ergebnis 2017: 88,6 Milliarden Euro.)
  • Die EBIT-Marge Automotive soll „mindestens“ 7 % betragen, gegenüber 8 % bis 10 % in der bisherigen Prognose. (2017 Ergebnis: 9,1 %.)
  • Ein „moderater Rückgang“ des Gesamtergebnisses vor Steuern gegenüber dem in der bisherigen Prognose, die „auf Vorjahresniveau“ lautete. (Ergebnis 2017: 10,65 Milliarden Euro.)

BMW sagte auch, dass man nun im dritten und vierten Quartal einen „signifikanten Effekt“ auf das Konzernergebnis vor Steuern und die EBIT-Marge im Segment Automotive erwartet.

In einer Erklärung sagte CEO Harald Krueger, dass die Projekte um neue Produkte planmäßig fortgesetzt würden. Allerdings werden die laufenden Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsbemühungen des Unternehmens nun „intensiviert“. So soll die Rentabilität maximiert werden, auch wenn die aggressiven Pläne des Unternehmens für neue Produkte planmäßig beibehalten werden.

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The Motley Fool empfiehlt Aktien von BMW und Ford. John Rosevear besitzt Aktien von Ford.Dieser Artikel von John Rosevear erschien am 25.9.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.



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