3.592 Euro: Diese Buffett-Aktie erklimmt immer höhere Allzeithochs

Illustration eines Geschäftsmanns, der über einen roten und einen grünen Aktienkurs-Pfeil springt
Foto: Mohamed Hassan via Pixabay

3.592 Euro für eine einzelne Aktie – da könnte man fast meinen, es handle sich um ein Sammlerstück, das in einem Auktionshaus feilgeboten wird. Doch anstelle eines seltenen Gemäldes oder einer Rarität aus der Schatzkammer ist es schlicht ein Wertpapier. Dieses trägt den nüchternen Namen Autozone (WKN: 881531). 

So kurios es klingen mag: Die Anteilsscheine von AutoZone erklimmen unaufhaltsam immer neue Höhen – als wären Ersatzteile für Zündkerzen und Ölfilter das wahre Gold unserer Zeit. Während viele Anleger auf Technologiegiganten oder Biotech-Unternehmen setzen, thront ein Autoteilehändler ganz unspektakulär an der Spitze. Was ist das Erfolgsgeheimnis?

AutoZone – Fundamentaler Dauerläufer

AutoZone, die größte Autoteilekette der USA, hat sich über Jahrzehnte hinweg ein stabiles Geschäftsmodell erarbeitet. Mit mehr als 7.500 Filialen und einer stetig wachsenden Online-Präsenz profitiert das Unternehmen von einer nahezu zyklischen Nachfrage. Autos gehen kaputt, es werden Ersatzteile gebraucht und die Kunden suchen nach verlässlichen Anbietern. Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten zeigt sich, dass eine Reparatur oft günstiger ist als der Kauf eines Neuwagens. Dies ist ein struktureller Vorteil, den AutoZone geschickt nutzt.

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Dass auch ein Starinvestor wie Warren Buffett die Aktie lieben würde, davon bin ich überzeugt. Der legendäre Value-Investor schätzt Geschäftsmodelle mit wiederkehrenden Einnahmen, Preissetzungsmacht und einem klaren Burggraben. 

AutoZone erfüllt all diese Kriterien. Besonders bemerkenswert ist die Aktienrückkaufpolitik: Das Unternehmen zieht kontinuierlich Anteile vom Markt zurück und steigert damit den Gewinn je Aktie. Ein Effekt, der den Kurs über Jahre hinweg befeuert hat. Und genau dieser ist auch ein wesentlicher Erklärungsgrund für den starken Anstieg der Aktie der letzten Jahrzehnte. In über 20 Jahren steht ein Kursplus von über 4.300 %.

Psychologie des hohen Kursniveaus

Ein Aktienkurs von fast 3.600 Euro wirkt für viele Anleger abschreckend, zumal er unweigerlich Vergleiche mit Luxusgütern oder gar Immobilienpreisen provoziert. Doch ähnlich wie bei Berkshire Hathaway (WKN: 854075) selbst, verzichtet AutoZone auf Aktiensplits und signalisiert damit Seriosität und Langfristigkeit. Der hohe Kurs filtert jene Anleger heraus, die nur kurzfristige Kursgewinne suchen. Stattdessen bindet er eine treue Investorenbasis, die das Geschäftsmodell versteht.

Auch wenn AutoZone kein junges Wachstumswunder mehr ist, spricht vieles für eine Fortsetzung der Erfolgsgeschichte. Die Kombination aus stetiger Nachfrage, aggressiven Aktienrückkäufen und einer disziplinierten Expansion in Lateinamerika bietet langfristig attraktive Perspektiven. 

Zwar ist das Bewertungsniveau gestiegen, doch angesichts der operativen Stärke bleibt die Aktie für Buffett und andere Langfristinvestoren ein Musterbeispiel für geduldiges Value-Investing.

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Frank Seehawer besitzt Aktien von Berkshire Hathaway. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway.



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