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3 Aktien mit einer phänomenalen Umsatzrendite und wo sich der Einstieg lohnen könnte

Geschäftsmann mit Lupe untersucht Papier Bericht
Foto: Getty Images

Ein gutes Unternehmen zu finden, das langfristig im Wert steigt, ist manchmal gar nicht so schwer, wie man denkt. Ein Kriterium, das dabei hilft, die guten von den schlechten Unternehmen zu trennen, ist die Umsatzrendite.

Bei dieser Kennzahl wird der Jahresüberschuss durch den Umsatz dividiert. Das Ergebnis zeigt den Prozentsatz an, der vom Umsatz abzüglich aller Kosten und Abgaben übrig bleibt. Je höher die Kennzahl, desto mächtiger und profitabler ist das Geschäftsmodell.

Lasst uns heute einmal drei Unternehmen untersuchen, die im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 eine außergewöhnlich hohe Umsatzrendite ausgewiesen haben. Hierbei handelt es um den deutschen Chemie- und Pharmakonzern Merck KGaA (WKN:659990), den Handelsplattformbetreiber Deutsche Börse (WKN:581005) sowie um den Küchengerätehersteller Rational (WKN:701080). Schauen wir uns diese Unternehmen einmal genauer an.

Merck KGaA

Der Wissenschaftskonzern aus Darmstadt erzielte im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 14,8 Mrd. Euro und ist in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials tätig.

Bei einem Ergebnis nach Steuern für das Geschäftsjahr 2018 von 3,4 Mrd. Euro errechnet sich eine Nettoumsatzrendite von 23 % – anmerken muss man hierbei, dass das Ergebnis um 2,3 Mrd. Euro durch das Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich verzerrt ist.

Für das laufende Geschäftsjahr 2019 erwartet das Management ein moderates organisches Wachstum der Umsatzerlöse. Die Erträge, gemessen an der für das Unternehmen wichtigen Steuerungskennzahl „EBITDA pre“, sollen dabei organisch im niedrigen prozentualen Zehnerbereich zulegen.

Anorganisch soll es dabei steil nach oben gehen: Im April 2019 bekam die Merck KGaA den Zuschlag für ein spontanes Gebot auf den Konkurrenten Versum Materials (WKN:A2ARQ5), der die durch den Wettbewerber Entegris (WKN:938201) initiierte Fusion beider Unternehmen platzen ließ.

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Deutsche Börse

Der Frankfurter Börsenbetreiber konnte das Geschäftsjahr 2018 mit Nettoerlösen von 2,8 Mrd. Euro abschließen. Der Periodenüberschuss belief sich für das Geschäftsjahr 2018 auf 853 Mio. Euro. Damit errechnet sich eine atemberaubende Umsatzrendite von 30,5 %.

Gemäß dem Prognosebericht des Geschäftsberichtes 2018 sollen die Nettoerlöse für 2019 um über 5 % zulegen (ohne Sondereffekte). Der Periodenüberschuss, der den Anteilseignern der Deutschen Börse AG zuzurechnen ist (ohne Sondereffekte), soll um ungefähr 10 % steigen.

Rational

Der weltweit führende Hersteller von Geräten für die thermische Speisezubereitung in Profiküchen erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018 bei Umsatzerlösen von 777,9 Mio. Euro ein Ergebnis nach Steuern von 157,3 Mio. Euro. Entsprechend beläuft sich die Nettoumsatzrendite auf einen phänomenalen Wert von 20,2 %.

Der Vorstand von Rational erwartet auch für das Jahr 2019 eine Fortsetzung des Unternehmenswachstums. So ist konkret von einer Absatz- und Umsatzsteigerung die Rede, die im hohen einstelligen Prozentbereich liegen soll. Auch mittel- bis langfristig soll diese Spanne als Prognosemaß dienen.

Bewertungen

UnternehmenP/E Ratio*Bloomberg (BEst) P/E Ratio*Bloomberg PEGe*
Merck KGaA39,1719,412,64
Deutsche Börse25,6618,702,01
Rational41,4737,932,50
*Alle Werte wurden am 15.04.2019 nach Xetra-Börsenschluss von Bloomberg entnommen.

Fazit

Alle drei Unternehmen sind aus meiner Sicht gute Investments. Die Nettoumsatzrendite der Merck KGaA ist wegen des Ergebnisses aus aufgegebenem Geschäftsbereich etwas im Wert verzerrt.

Auch wenn die Merck KGaA weitere Wettbewerber mit einer ebenfalls hohen Umsatzrendite übernimmt, so sind die bereinigten Werte geringer als bei der Deutschen Börse und dem Küchengerätehersteller Rational.

Die Rational-Aktie würde wahrscheinlich auch Warren Buffett kaufen. Im Warren-Buffett-Test erreichte sie 4 von 6 möglichen Punkten. Sie bestand unter anderem das Kriterium „fairer Preis“ nicht – das ist auch nach wie vor so.

Gemessen an den Bewertungen der drei Aktien wäre die Deutsche Börse der Gewinner im direkten Vergleich der Umsatz-Rendite-Perlen. Hier beläuft sich das von Bloomberg erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis auf 18,7. Der Wert ist zwar nicht billig für ein Unternehmen, dass stark von der Kapitalmarktentwicklung abhängt, aber dennoch bezahlbar.

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Frank Seehawer besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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