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Deutsche Bank, Commerzbank und Co. gebt fein acht: Schlimmer geht immer!

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Foto: Getty Images

Die Aktien der Commerzbank (WKN: CBK100) und der Deutschen Bank (WKN: 514000) sind weiter auf Talfahrt. Nachdem das letzte Jahrzehnt insgesamt eher zum Vergessen gewesen ist, hat sich in den vergangenen Wochen die Abwärtsdynamik noch einmal verschärft und beide Papiere sind noch einmal ordentlich unter Druck geraten.

Eine Entwicklung, die womöglich auch in den kommenden Monaten noch anhalten könnte. Denn ein Problem, das die beiden Geldhäuser derzeit haben, ist, dass das aktuelle Niedrigzinsumfeld eine sehr große Belastung ist und auf die Profitabilität drückt. Ein Aspekt, der sich nun sogar noch verschlimmern könnte.

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Schauen wir im Folgenden daher einmal auf die momentanen Zinsindikatoren, die von der designierten EZB-Präsidentin Christine Lagarde ausgehen.

Tiefere Zinsen sind möglich

Innerhalb dieser Woche veröffentlichte der Währungs- und Wirtschaftsausschuss des EU-Parlaments eine ganze Reihe von Fragen und Antworten, die man Lagarde gestellt hat und die es durchaus in sich haben könnten. Demnach sehe Lagarde die Mittel der EZB nämlich noch immer nicht ausgereizt und speziell die Zinsen seien ein Instrument, das die Währungshüter noch bedienen können.

So sieht die künftige EZB-Chefin hier noch weiteren Spielraum nach unten und man habe die effektive Untergrenze bei den Schlüsselzinsen noch nicht erreicht, wie Lagarde in diesem Kontext äußerte. Es sei allerdings auch klar, dass die niedrigen Zinsen mit Folgen für die Finanzstabilität und die Banken verbunden seien, was zumindest ein wenig Mut machen könnte.

Die EZB habe ihrer Meinung nach generell einen breit gefächerten Werkzeugkoffer und müsse bereitstehen und handeln, wenn dies erforderlich werde. Klingt daher in erster Linie so, als würden mehr Optionen auf dem Tisch liegen als lediglich die Zinsen, was zunächst beruhigend sein könnte.

Für Banken könnte dennoch eine harte Zeit bevorstehen

Für alle kriselnden und leidgeplagten Geldhäuser könnte dennoch eine weiterhin harte Zeit bevorstehen. Dass die künftige EZB-Chefin nun bereits niedrigere Zinsen für möglich hält, macht nicht gerade Mut, dass eine Zinswende alsbald bevorstehen könnte. Selbst wenn niedrigere Zinsen in Anbetracht weiterer Optionen ebenfalls nicht zwingend folgen müssen, dürfte auch der Status quo eher unbefriedigend sein.

Der aktuelle Leitzins beläuft sich schließlich auf 0,00 %, der Einlagezins für Banken auf minus 0,4 %, was es den Geldhäusern nicht bloß erschwert, attraktive Zinsen einzufahren, sondern gleichsam die eigenen Gelder aufzehrt, wenn sie bei der Zentralbank geparkt werden müssen. Sollte dieser Zinssatz weiter absinken, dürfte das die Profitabilität vieler Geldhäuser weiter schmälern und für eine Verschärfung der Probleme sorgen.

Wie der genaue Spagat der EZB aussehen wird, ob die aktuellen konjunkturellen Sorgen zu einer Verschärfung der Zinssituation führen werden, müssen wir natürlich an dieser Stelle noch abwarten. Allerdings könnte sich hier angesichts dieser Äußerungen weiteres Ungemach andeuten.

Bankaktien günstig, aber …

Auch wenn die gängigen Bankaktien wie die der Deutschen Bank und der Commerzbank daher inzwischen wieder viel preiswerter sind, sollten sich Investoren wohl besser gut überlegen, ob sie reif für einen Turnaround sind.

Vonseiten der EZB wird man als Investor voraussichtlich keine Schützenhilfe erwarten können. Vielleicht wird sich die Zinssituation sogar noch dramatisieren, wenn die Währungshüter ein Absenken der Zinsen zum Stützen der Wirtschaft für notwendig und den Krisenstatus der Banken in diesem Sinne für vertretbar halten.

Günstig ist manchmal noch immer nicht günstig genug. Ein Credo, das für die kriselnden Bankaktien möglicherweise noch immer gültig sein kann.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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