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Fresenius oder BASF? Auf diese DAX-Aktie würde ich jetzt eher setzen!

InsurTech-Aktie Chance und Risiken
Foto: Getty Images

Das Coronavirus hat viele Aktien aus unserem heimischen Leitindex infiziert. Wenige Vertreter der weltweiten Börsen weisen Kurssteigerungen in diesem Jahr auf. Im DAX, so glaube ich, tragen hingegen alle 30 Namen in diesem Jahr rote Vorzeichen.

Das hat für viele Foolishe Investoren unweigerlich die Schnäppchensaison eröffnet. Allerdings ist dabei häufig die Qual der Wahl, auf welche Aktie man denn setzen sollte und welche aus einem langfristigen Blickwinkel heraus wohl die günstigere ist. Oder die attraktivere. Oder die dividendenstärkere. Oder was auch immer.

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So womöglich auch beim direkten Vergleich zwischen Fresenius (WKN: 578560) und BASF (WKN: BASF11). Schauen wir im Folgenden daher einmal, welches Gesamtpaket beide Aktien zu bieten haben. Und welche Aktie jetzt womöglich die interessantere ist.

Fresenius: Günstig, dividendenstark, solide Perspektive?

Eine erste Aktie, die nun jedenfalls mit einer bedeutend preiswerteren Bewertung glänzen kann, ist die von Fresenius. Der DAX-Gesundheitskonzern ist letzte Woche mit einem Schlusskurs von 34,42 Euro (27.03.2020, maßgeblich für alle Kurse) ins Wochenende gegangen. Bei einem 2019er-Gewinn je Aktie in Höhe von 3,38 Euro liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis damit bei knapp über 10. Die Dividendenrendite bei einer Ausschüttung in Höhe von 0,84 Euro hingegen bei rund 2,5 % und das Kurs-Umsatz-Verhältnis gemessen an einem Jahresumsatz von 63,52 Euro bei knapp über 0,5. Zugegeben: Fresenius hat in den letzten Tagen etwas aufgeholt. Teuer sieht dieses Bewertungsmaß allerdings nicht aus.

Dabei sollten Investoren zwei Dinge bedenken: Einerseits ist das Geschäftsmodell des Gesundheitskonzerns weitgehend stabil. Insbesondere Helios, der Klinikbetreiber des Gesamtkonzerns, wird in diesem Jahr auf starke und zuverlässige Umsätze kommen. Da zudem die kurzfristige Gefahr einer Verstaatlichung der Krankenhäuser in Spanien gebannt scheint, sind hier größere Unsicherheiten jetzt weg. Aber auch die Dialysetochter wird im Rahmen ihrer Möglichkeiten liefern, die Kabi-Sparte sowieso (womöglich mehr denn je in Zeiten des Coronavirus). Das unzyklische Geschäft als Gesundheitskonzern dürfte sich entsprechend auszahlen.

Es ist zwar noch verfrüht für genauere Prognoseanpassungen, allerdings rechnet das Management mittelfristig mit einem Wachstum im mindestens mittleren einstelligen Prozentbereich. Auch das Ergebnis soll demnach in einer solchen Größenordnung weiter wachsen. Das könnte im Bewertungsmaß nicht eingepreist sein, weshalb die Fresenius-Aktie grundsätzlich sehr preiswert erscheint.

BASF: Günstig, vor allem mit Blick auf alte Kennzahlen

Eine zweite Aktie, die derzeit sehr, sehr preiswert erscheint, ist zudem die von BASF. Der DAX-Chemiekonzern wird bei einem derzeitigen Aktienkursniveau von 41,07 Euro und einem 2019er-Gewinn je Aktie in Höhe von 2,98 Euro beispielsweise mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13,8 bewertet. Bei einer Dividende in Höhe von 3,30 Euro je Anteilsschein käme der DAX-Zykliker hingegen auf eine Dividendenrendite von 8,03 %. Ein ziemlich starker Wert, der auf eine Unterbewertung schließen lassen könnte.

Auffälliger wird diese jedoch womöglich, wenn wir alte Gewinne zugrunde legen. Im bereits durchwachsenen Geschäftsjahr 2018 kam BASF so beispielsweise auf einen Gewinn je Aktie in Höhe von 5,12 Euro. Würde der Chemiekonzern zu diesem Wert zurückfinden, so beliefe sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf 8. Eine Perspektive, die über kurz oder lang wohl zutreffend sein dürfte.

Allerdings sollten Investoren auch hier einiges bedenken: Zum einen ist BASF ein starker Zykliker. Entsprechend wird hier der operative Verlauf von der künftigen Nachfrage und der Entwicklung der Weltwirtschaft abhängig sein. Und auch von Handelskonflikten und dergleichen, was in den letzten Jahren belastend gewesen ist.

Zum anderen führt das Coronavirus zu direkten Einschränkungen in der Produktion und womöglich auch in den Lieferketten. BASF könnte deutlicher getroffen werden als ein nicht so stark zyklischer Wert. Das spiegelt sich auch in der Prognose für das laufende Geschäftsjahr wider: Hier rechnet das Management mit Unsicherheiten, Nachfrage- und Produktionsausfällen, eben wegen des Coronavirus.

Wenn ich mich entscheiden müsste …

Zugegeben, langfristig spricht vieles dafür, dass beide Aktien wieder in eine deutlich bessere Spur finden werden. Wenn ich mich jetzt allerdings zwischen diesen beiden Namen entscheiden müsste, so würde ich persönlich die Aktie von Fresenius wählen.

Das operative Geschäft erscheint hier einfach wenig zyklischer, weniger einbruchgefährdet und stabiler. Die Bewertung ist bemerkenswerterweise in etwa gleich, trotz der unterschiedlichen Aussichten. Und der unterschiedlichen Stabilität des operativen Geschäfts.

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Vincent besitzt Aktien von BASF und Fresenius. The Motley Fool empfiehlt Fresenius.



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