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Sichere Telemedizinaktie gibt’s nicht? Denkste! Gibt’s doch!

Foto: Getty Images

Der Bereich der Telemedizin hat sich zu einem klaren Wachstumsmarkt entwickelt. Dabei ist es ausgerechnet das Coronavirus und die damit verbundene Krankheit COVID-19, die dem Markt dienlich ist. Erst die Notwendigkeit solcher telemedizinischer Lösungen führt jetzt schließlich zu einem bedeutenden Wachstum.

Es existiert ein Name, der derzeit besonders von dem Boom profitiert: Teladoc Health (WKN: A14VPK). Der Platzhirsch und frühe Senkrechtstarter in diesem Bereich gehört im Crash zu den größten Profiteuren. Nicht bloß, dass jetzt schon 20.000 Visits jeden Tag auf der Videoplattform abgewickelt werden. Nein, auch die Aktie entwickelt sich stabil in einem schwächeren Gesamtmarkt.

Die Bewertung und die langfristigen Aussichten könnten dabei ein Problem werden und so mancher Investor wird sich vermutlich eine sicherere Telemedizinaktie wünschen. Ein Wunsch, der zwar schwierig erscheint. Allerdings scheint es vom Grundsatz her eine aussichtsreiche Aktie zu geben, die hier zumindest etwas konservativer sein könnte.

Die Aktie heißt …

Ohne weiter auf die Folter spannen zu wollen: Die Aktie, die in diesem Kontext jetzt interessant wird, ist sogar ein DAX-Konzern: Nämlich Fresenius (WKN: 578560). Der Gesundheitskonzern hat in den letzten Wochen durch die Übernahme der Digitalen Gesundheitsgruppe auf sich aufmerksam gemacht. Das Unternehmen, das in Kurzform auch DGG genannt wird, besitzt dabei erste Anknüpfungspunkte im Bereich der Telemedizin und hat dieses Segment ebenfalls als Wachstumsmarkt auserkoren.

Allerdings wird Fresenius’ operativer Erfolg nicht von diesem Bereich kurzfristig profitieren können, sondern es ist der restliche Gesamtkonzern, der ein operativ stabiles Geschäft ermöglicht. Zum Beispiel die Krankenhäuser, die unter anderem unter dem Namen Helios firmieren, versprechen langfristig stabile Umsätze. Genauso wie der Bereich der speziellen Nahrungsmittel für erkrankte Personen. Oder auch das Dialysegeschäft, das per Fresenius Medical Care inzwischen ebenfalls börsennotiert ist.

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Kurzum: Die Aktie von Fresenius bietet ein klares, etabliertes Geschäftsmodell, und das sogar zu einer preiswerten Bewertung. Selbst bei einem Aktienkursniveau von 37,05 Euro (17.04.2020, maßgeblich für alle Kurse) werden die Anteilsscheine jetzt ca. mit dem 11-Fachen der Gewinne und dem 0,6-Fachen der Umsätze bewertet. Das können wir getrost als konservativ bezeichnen. Vor allem im Vergleich zu wachstumsstarken, dynamischen und jungen Akteuren wie eben Teladoc Health.

Warum die Telemedizin für Fresenius dennoch wichtig wird

Aber dennoch: Der Bereich der Telemedizin kann für Fresenius ein wichtiger Bereich werden. Ein Großteil des bisherigen operatives Alltags wird sich zwar in den jetzt starken Segmenten abspielen. Allerdings gibt es dennoch einen Anknüpfungspunkt, wo die Digitale Gesundheitsgruppe einen wertvollen Beitrag leisten können wird: beim Wachstum.

Fresenius hat sich für die kommenden Jahre schließlich ambitionierte Ziele gesteckt und möchte ergebnisseitig mindestens im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen. Eine Zielvorgabe, die trotz des Coronavirus scheinbar noch immer bestehen bleibt. Zumindest als mittelfristige Prognose.

Keine Frage: Durch ein wachstumsstarkes Telemedizinsegment für den deutschsprachigen Raum könnte das operative Wachstum angetrieben werden. Zwar wird das im Gesamtkonzern zunächst einen vergleichsweise kleinen Anteil am Erfolg haben. Je größer dieser Bereich in diesem Wachstumsmarkt jedoch wird, desto größer wird vermutlich auch der Effekt auf das Zahlenwerk. Wer weiß, vielleicht wird Telemedizin irgendwann eine eigene Sparte des Unternehmens werden?

Für das Wachstum scheint die Telemedizin daher wichtig zu werden. Über diesen Bereich hinaus ist und bleibt der Rest vom Fresenius-Konzern die konservative Basis. Eine vielversprechende Ausgangslage, über die Investoren durchaus einmal nachdenken können.

Die bessere Wahl?

Doch ob Fresenius die bessere Wahl ist oder ob Teladoc Health langfristig die Nase zumindest beim Wachstum vorn hat, ist eine andere Frage. Wer jedoch konservativ agieren möchte und dennoch im Bereich der Telemedizin engagiert sein will, für den könnte die Aktie von Fresenius eine defensive und vor allem günstige Alternative sein.

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Vincent besitzt Aktien von Fresenius und Teladoc Health. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Teladoc Health und empfiehlt Fresenius.



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