Bietet die Zillow-Aktie bei 35 US-Dollar eine Kaufchance?

Ein kleines Holzhaus vor kleiner werdenden Münzstapeln
Foto: Nattanan Kanchanaprat via Pixabay

Bei Zillow (WKN: A14NX6) investieren wir in einen Plattformbetreiber für Maklerangebote. Das Management unterscheidet seine Geschäftsbereiche in die Vermietung und den Verkauf von Immobilien. Wobei beides darauf abzielt, dass man mithilfe von digitalen Tools und dem Schalten von Anzeigen Wachstum erzielen möchte. Das gelingt dem US-Unternehmen derzeit ziemlich gut. Auf Jahressicht liegt die Zillow-Aktie dennoch um 47 % im Minus. Schauen wir uns aber erst einmal die guten operativen Zahlen an.

Zillow-Aktie: Die Fundamentalanalyse

So steigerte Zillow den Unternehmensumsatz im ersten Quartal um 18 % auf 708 Mio. US-Dollar. Im Bereich der Verkäufe hat es ein eher moderates Wachstum von 12 % auf 514 Mio. US-Dollar gegeben. Noch immer handelt es sich hierbei um das bedeutend größere Segment. Wobei das klassische Kerngeschäft der digitalen Maklerdienste um 8 % auf 450 Mio. US-Dollar gewachsen ist. Die Vermittlung von Finanzierungen trug hingegen mit einem Wachstum von 56 % auf 64 Mio. US-Dollar bedeutend zum starken Wachstum bei. Zwar mag der Geschäftsbereich eher klein sein, profitiert aber von einem besonderen Momentum: Denn Zillow konnte hier das Volumen zuletzt um 96 % auf 1,5 Mrd. US-Dollar steigern.

Der Geschäftsbereich der Vermietung wuchs hingegen um 42 % auf 183 Mio. US-Dollar. Das liegt laut Management besonders daran, dass man mehr Services geschaltet habe und sich der Multi-Family-Ansatz verschiedener Marktplätze verstärkt auszahlt. Zillow hat also einen guten Drive für diesen Geschäftsbereich gefunden, was sich definitiv bemerkbar macht.

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Im ersten Quartal erreichte Zillow ein Nettoergebnis von 46 Mio. US-Dollar oder 0,19 US-Dollar je Zillow-Aktie. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 0,03 US-Dollar je Aktie handelt es sich hierbei um ein gutes Plus. Das Management verweist auf die Marge, die um 5,2 % auf ca. 6 % gestiegen ist. Es scheint, als fände Zillow nun vermehrt auch zu einem profitablen Wachstum.

Der Blick ins Detail zeigt, dass Zillow die eigenen Kosten sogar gesenkt hat: So stiegen lediglich die Marketingkosten leicht von 205 auf 210 Mio. US-Dollar. Bei den Investitionen in die Plattform gingen die Kosten von 154 Mio. US-Dollar auf 150 Mio. US-Dollar zurück. Auch die Allgemeinkosten sanken von 128 auf 123 Mio. US-Dollar. Kleinvieh macht bei Zillow, das gerade so profitabel wird, unterm Strich dann doch einen guten Mist.

Wie es nun weitergehen könnte

Zwar ging der Cash-Anteil in der Bilanz von 1,3 Mrd. US-Dollar auf ca. 780 Mio. US-Dollar zurück. Das liegt jedoch primär daran, dass das Unternehmen 13,5 Mio. eigene Zillow-Aktien gekauft und eingezogen hat. Damit schafft das Management jetzt Mehrwerte für die Investoren.

Das Management verweist zudem darauf, dass man aktiv in den Bereich Künstlicher Intelligenz dränge, um Makler zu unterstützen und Suchenden noch relevantere Anzeigen zu schalten. Wir warten ab, wie das Management diese Strategie ausspielt.

Insgesamt sehen wir jedoch, dass sich Zillow an einer interessanten Stelle der eigenen Wachstumsgeschichte befindet. Was wir jetzt sehen wollen ist profitables Wachstum, das den Kurs der Zillow-Aktie auch mal wieder auf Vordermann bringen kann.

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