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Ballard-Power-Systems-Aktie mit Zahlen, Linde-Aktie mit Wasserstoff-News und Australien legt Fonds auf

CO2-Verpressungsanlage Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ
Quelle: The Linde Group

Ballard Power Systems (WKN: A0RENB)-Aktien gehörten in den vergangenen Monaten nicht nur aufgrund der Beteiligung des strategischen Investors Weichai Power (WKN: A0M4ZC) zu den großen Börsengewinnern. China, Südkorea, Japan und viele andere Länder wollen über die kommenden Jahrzehnte verstärkt in grünen Wasserstoff investieren.

Dennoch sind viele der kleinen Wasserstoffunternehmen immer noch unprofitabel und deshalb krisenanfälliger. Wie hat also Ballard Power im ersten Quartal 2020 abgeschnitten? Zudem erfährst du, wie Linde (WKN: A2DSYC) weiter in Wasserstoff investiert und was Australien in diesem Sektor plant.

Ballard Power Systems’ erstes Quartal 2020

Es ist erstaunlich, aber Ballard Power spürte die Krise bisher kaum. Im ersten Quartal 2020 konnte mit 24 Mio. US-Dollar sogar ein neuer Rekordumsatz erzielt werden. Das waren 50 % mehr als im Vorjahrsquartal. Vor allem die Nachfrage nach Produkten für Schwerlastfahrzeuge zog weiter an. Die Kosten stiegen jedoch ebenfalls, sodass am Ende ein Verlust von 13,5 Mio. US-Dollar (Vorjahresquartal: -12,02 Mio. US-Dollar) zu Buche stand. Die Bruttomarge verbesserte sich dennoch erfreulicherweise um 8 Prozentpunkte auf 22 %.

Das Power-Products-Segment konnte seinen Umsatz um 95 % auf 12,3 Mio. US-Dollar steigern. Ballard Power profitiert hier direkt über Weichai Power von seiner Chinaanbindung. Dabei erzielten die Heavy-Duty-Motive-Produkte einen Zuwachs von 303 % auf 10,4 Mio. US-Dollar. Material Handling verlor um 78 % auf 0,7 Mio. US-Dollar und Backup Power legte um 181 % auf 1,2 Mio. US-Dollar zu.

Das zweite Segment Technology Solutions generierte einen Umsatz in Höhe von 11,6 Mio. US-Dollar und damit 20 % mehr als im Vorjahresquartal. In einem Punkt merkt Ballard Power die Krise aber schon. So ist der Auftragsbestand im Vergleich zum Vorquartal um 9,2 Mio. auf 169,5 Mio. US-Dollar gesunken.


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Erfreulich ist zudem Ballards Bilanz. Das Unternehmen ist mit über 78 % Eigenkapital ausgestattet und somit so gut wie schuldenfrei. Generell besitzen jene kleinen Wasserstofffirmen mit einem strategischen Investor in schwierigen Zeiten die besseren Überlebenschancen.

Obwohl es für seine langfristige Entwicklung optimistisch ist, rechnet Ballard Power in diesem Jahr mit Störungen, weshalb es seine ursprüngliche Umsatzprognose ersatzlos gestrichen hat.

Aber es gibt noch mehr Wasserstoffnachrichten.

Linde baut weltgrößte Flüssigwasserstoffanlage

Südkorea hat sich klar für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft entschieden und investiert deshalb entsprechend in Produktionsanlagen und den Aufbau eines Tankstellennetzwerkes. Linde profitiert davon. Mit dem südkoreanischen Unternehmen Hyosung investiert es etwa 245,4 Mio. US-Dollar, um eine Wertschöpfungskette rund um Flüssigwasserstoff aufzubauen. Beide haben dazu das Gemeinschaftsunternehmen Hyosung-Linde gegründet.

Es wird 120 Wasserstofftankstellen und in Ulsan eine Produktionsanlage errichten. Sie soll 2022 fertig sein, jährlich 13.000 Tonnen Wasserstoff produzieren und ist damit die weltgrößte Einzelanlage seiner Art. Linde ist bei der Herstellung von flüssigem Wasserstoff führend.

Damit aber noch nicht genug Wasserstoff-News.

Australien legt Wasserstoff-Fonds auf

Australien schließt sich Südkorea an. Zum Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft wurde nun der Advancing Hydrogen Fund mit zunächst 300 Mio. Australische Dollar aufgelegt. Er soll gezielt die Produktion, die Wasserstoffnachfrage und den Aufbau von Versorgungsketten fördern.

Der zuständige Senator Corman spricht in diesem Zusammenhang sogar von der Schaffung einer „globalen Exportnation“, was wiederum verdeutlicht, welchen Stellenwert grüner Wasserstoff zukünftig haben könnte. „Die australische Regierung ist fest entschlossen, eine Wasserstoffindustrie aufzubauen, die bis 2050 Arbeitsplätze, viele in regionalen Gebieten, und ein Wirtschaftswachstum in Milliardenhöhe schaffen wird“, so der Energieminister Angus Taylor.

In Australien geht man davon aus, langfristig das Kilo Wasserstoff für unter zwei Dollar produzieren zu können, was die Energiepreise deutlich reduzieren würde. Zu diesem Preis wäre Wasserstoff zudem derzeitigen Energiequellen und Kraftstoffen wirtschaftlich überlegen.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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