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3 Aktien, die bereit sind für die Rezession und sich jetzt zum Kauf anbieten

Microsoft Aktie
Foto: The Motley Fool.

Letzten Monat teilte Kenneth S. Rogoff, ein Harvard-Ökonom und Mitautor des Buches „Dieses Mal ist alles anders – Acht Jahrhunderte Finanzkrisen“, seine Meinung über die aktuelle Finanzkrise in der „New York Times“ mit. Ich zitiere:

Dies stellt sich bereits jetzt als der tiefste Einbruch der Weltwirtschaft seit über 100 Jahren heraus. Alles hängt davon ab, wie lange es andauert, aber wenn das noch lange so weitergeht, wird es mit Sicherheit die schlimmste aller Finanzkrisen sein.

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Rogoffs Blick auf den gegenwärtigen Zustand der Weltwirtschaft ist natürlich ernüchternd. Bereits jetzt haben Millionen von Arbeitnehmern in den USA aufgrund der Pandemie ihren Arbeitsplatz verloren oder mussten in Kurzarbeit gehen.

Eine drohende globale Rezession ist sicherlich aus vielen Gründen beängstigend, aber sie bedeutet nicht, dass man aufhören sollte, in den Aktienmarkt zu investieren. Solange du die finanziellen Möglichkeiten hast, dies jetzt zu tun, ist die Anlage von Geld an der Börse immer noch ein guter Weg, um Reichtum aufzubauen.

Der Schlüssel liegt darin, eine Handvoll Unternehmen zu finden, die die Stärke und die langfristige Perspektive haben, einen größeren Abschwung zu überstehen. Hier sind nur einige Gründe dafür, dass Microsoft (WKN: 870747), Mastercard (WKN: A0F602) und Roku (WKN: A2DW4X) diese Standards erfüllen und gestärkt aus der Rezession hervorgehen sollten.

1. Microsoft

Der Umsatz von Microsoft wuchs im dritten Quartal 2020 um beeindruckende 15 % und der verwässerte Gewinn pro Aktie stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 23 % auf 1,40 US-Dollar. Dies ist ein klarer Beweis für die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens selbst während der aktuellen wirtschaftlichen Turbulenzen, und das ist hauptsächlich auf die Konzentration des Unternehmens auf seine Cloud-Computing-Geschäfte zurückzuführen.

Die Einnahmen aus dem Commercial-Cloud-Segment des Unternehmens stiegen um 39 % auf 13,3 Milliarden US-Dollar, und der Umsatz von Azure, seinem Cloud-Infrastrukturservice, stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 59 %.

Cloud Computing erweist sich als ein widerstandsfähiger Markt, da Unternehmen ihre Dienste mehr denn je online anbieten. Aktuelle Wachstumsschätzungen für Cloud Computing zeigen, dass der Markt von derzeit 266 auf 355 Milliarden Dollar in nur zwei Jahren wachsen wird.

Microsoft hält bereits den zweiten Platz (hinter Amazon (WKN: 906866)) unter den öffentlichen Clouds, und sein Spektrum an Collaboration- und Cloud-basierten Produktivitätsdiensten bedeutet, dass seine Dominanz auf diesem Markt wichtiger denn je geworden ist.

2. Mastercard

Während einer Rezession verlangsamen sich die Ausgaben der Haushalte tendenziell, aber sie werden nicht ganz aufhören. Und da die soziale Distanzierung wahrscheinlich noch eine Weile anhalten wird, ist Onlineshopping für viele Verbraucher der beste Weg, um sicher zu bekommen, was sie brauchen.

Hier kommt Mastercard ins Spiel. Das Unternehmen ist der zweitgrößte Kreditkartendienstleister der Welt, und selbst während der Pandemie hat Mastercard einige große Chancen. Zum einen schießen digitale Transaktionen in die Höhe, wobei im letzten Quartal diese Zahlungen ohne physische Karte die Hälfte des vermittelten Zahlungsvolumens des Unternehmens ausmachten, was einem Anstieg von 40 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Wichtiger noch ist wahrscheinlich, dass dieser digitale Zahlungstrend erst am Anfang steht. Es wurde bereits erwartet, dass der E-Commerce von 12 % aller Onlineverkäufe in den USA im Jahr 2020 auf 16 % im Jahr 2023 anwachsen würde, noch bevor die Pandemie viele von uns zwang, zu Hause zu bleiben.

In einer Rezession mag es kontraintuitiv erscheinen, in ein Zahlungsverarbeitungsunternehmen zu investieren, aber Investoren sollten daran denken, dass die Ausgaben der Verbraucher nicht plötzlich auf null gehen werden – nicht einmal in einem wirtschaftlichen Abschwung – und die massive Zahlungsplattform von Mastercard versetzt das Unternehmen in eine großartige Position, um vom kontinuierlichen Anstieg des E-Commerce in den kommenden Jahren zu profitieren.

3. Roku

Das Geschäft von Roku hat sich zu einer riesigen TV-Video-Streaming-Plattform entwickelt. Man bedenke, dass fast jeder dritte Smart TV, der in den USA verkauft wird, die Plattform des Unternehmens eingebaut hat.

Rokus Dominanz auf dem Gebiet der TV-Plattform wurde noch deutlicher, als sich herausstellte, dass die Streaming-Stunden im ersten Quartal um 49 % auf 13,2 Milliarden Stunden anstiegen. Außerdem stiegen Rokus aktive Konten im Quartal um 37 % auf 39,8 Millionen.

Dieses Benutzer- und Streaming-Wachstum führte im ersten Quartal zu einem Umsatzanstieg von 55 % auf 321 Millionen US-Dollar und einem Bruttogewinnwachstum von 40 %. Das Unternehmen verdient auch mehr Geld pro Benutzer als zuvor, denn der durchschnittliche jährliche Umsatz pro Benutzer (ARPU) stieg im Jahresvergleich um 28 % auf 24,35 US-Dollar.

Die Widerstandsfähigkeit von Roku während der aktuellen Pandemie dürfte sich fortsetzen, da die Amerikaner ihr Zuhause weniger verlassen und mehr Zeit mit Fernsehen und Filmen verbringen.

Was man dabei beachten sollte

Auf dem Markt und in der Wirtschaft herrscht nach wie vor große Unsicherheit, und daran dürfte sich zumindest in den nächsten Monaten nichts ändern. Für Investoren ist es wichtig, eine langfristige Perspektive für ihre Aktienkäufe zu behalten und bei Marktschwankungen nicht in Panik zu geraten.

Die oben genannten Unternehmen haben bereits in der aktuellen Krise ihre Robustheit und Wachstumsstärke unter Beweis gestellt und sie sollten auch weiterhin wachsen, wenn die Wirtschaft irgendwann wieder nach oben dreht.

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Dieser Artikel wurde von Chris Neiger auf Englisch verfasst und am 12.05.2020 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.
John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Tochtergesellschaft von Amazon, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Teresa Kersten, eine Angestellte von LinkedIn, einer Microsoft-Tochtergesellschaft, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Chris Neiger hat keine Position in einer der genannten Aktien. The Motley Fool besitzt Aktien von und empfiehlt Amazon, Mastercard, Microsoft und Roku und empfiehlt die folgenden Optionen: Short January 2022 $1940 Call auf Amazon und Long January 2022 $1920 Call auf Amazon.



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