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Grenke-Aktie: Kein Wirecard 2.0?

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Foto: Getty Images

Die Aktie von Grenke (WKN: A161N3) ist in diesen Tagen ebenfalls eine volatile Angelegenheit. Insbesondere sind es Shortseller-Aktivitäten und kritische Berichte gewesen, die die Aktie zwischenzeitlich um über 50 % einbrechen ließen. Wohl auch, weil die Erinnerung an das Beispiel Wirecard (WKN: 747206) noch nachgewirkt hat.

Zum Anfang dieser Woche zeigte die Aktie allerdings ein starkes Lebenszeichen: Es gibt Neuigkeiten im Rahmen der Sonderprüfung, erneut durch die Wirtschaftsprüfer KPMG, die Zuversicht verbreitet haben.

Werfen wir daher einen Foolishen Blick auf die aktuellen Meldungen. Sowie darauf, ob ein Wirecard-Schicksal endgültig vom Tisch ist.

Grenke-Aktie: Bankguthaben vorhanden!

Dreh- und Angelpunkt des kritischen Berichts der Shortseller sind auch dieses Mal Unstimmigkeiten bezüglich Salden gewesen. Auch hier schien die These im Raum zu stehen, dass Guthaben möglicherweise nicht existieren. Sowie, dass die Substanz hinter Grenke kaum vorhanden ist.

Seit Anfang dieser Woche ist jedenfalls klar: Ein Großteil der Guthaben ist existent. So haben die Wirtschaftsprüfer der KPMG eine Bestätigung der Bundesbank erhalten, wonach Guthaben vorhanden seien. Demnach seien 98,5 % der Guthaben, die per Ende Juni ausgewiesen worden sind, vorhanden beziehungsweise bestätigt. Zum Stichtag 15.09 liegt die Quote hingegen bei 98,6 %, was zeigt: Ein Teil der These der Shortseller scheint nicht intakt zu sein.

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Die Bestätigung für die restlichen Guthaben wird außerdem für Mitte Oktober erwartet. Internationaler Postverkehr verzögere die Bank-Bestätigungen. Dennoch zeichnet sich hier zumindest bei einer Baustelle eine befriedigende Lösung ab.

Kein Wirecard 2.0?

Die Beantwortung der Frage, ob sich hinter der Aktie von Grenke ein Fall Wirecard 2.0 verbirgt, sollte letztendlich natürlich noch aufgeschoben werden, bis weitere Klarheit herrscht. Mit der Meldung zum Beginn der Woche konnte jedoch zu einem nicht unerheblichen Teil eine schnelle, klare Antwort geliefert werden. Wenn du mich fragst, ist das ein wichtiger Aspekt. Und ein entscheidender Unterschied zum Fall Wirecard.

Bei dem ehemaligen DAX-Zahlungsdienstleister hat es im Laufe der Zeit eigentlich wenig Klarheit gegeben. Zwar hat das Management hier stets betont, dass es keinen Grund zur Besorgnis gebe, was mindestens eine fatale Fehleinschätzung gewesen ist. Belastbare Fakten oder konkrete Zahlen hat es, trotz einiger Testate, im Grunde genommen kaum gegeben.

Bei Grenke hingegen scheint sich die Aufklärung des Sachverhaltes schon jetzt transparenter und ergebnisorientierter zu gestalten. In meinen Augen ein großes Plus. Auch wenn ein wenig Unsicherheit noch die Aktie begleiten wird. Wie gesagt: Der Fall Wirecard dürfte hier hintergründig noch mitschwingen.

Aktie auf Erholungskurs

Im Kontext dieser positiven Bestätigung kann die Aktie von Grenke seit Wochenbeginn deutlich zulegen. Zum Montag hin kletterte die Notierung zeitweise um über 20 % und auch im frühen Dienstagshandel scheint sich diese Entwicklung zu bestätigen. Ob Foolishe Investoren jetzt zugreifen, ist eine andere Frage. Aber, wie gesagt: Es gilt zu würdigen, dass das Management und die Wirtschaftsprüfer um Transparenz und Fakten bemüht sind. Ein wichtiger Unterschied, den wir schon heute klar vom Fall Wirecard abgrenzen können.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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