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Gazprom & Nord Stream 2: Hier zeigen die US-Sanktionen Wirkung!

Foto: Gazprom

Gazprom (WKN: 903276) und Nord Stream 2 … ja, was soll man da noch sagen? Die Schlagzeilen reißen jedenfalls weiterhin nicht ab. Der Newsflow ist zuletzt jedoch eher wieder positiv gewesen. Der Weiterbau hat an Fahrt aufgenommen. Zudem haben die deutschen Behörden den sofortigen Weiterbau ebenfalls genehmigt. Das gefällt allerdings gewiss nicht jedem.

Unter anderem Umweltverbände gehen jetzt auf die Barrikaden. Auch das führt zu weiteren Schlagzeilen. Wenn du mich fragst, könnte jetzt jedoch ein deutlich größeres Problem existieren.

Die US-Sanktionen stehen weiterhin im Raum und zeigen offenbar das erste Mal Wirkung. Lass uns im Folgenden einmal schauen, wo genau. Beziehungsweise, warum das für Nord Stream 2 durchaus kritisch sein könnte.

Gazprom & Nord Stream 2: Versicherer im Fokus!

Wie jetzt zum Anfang der Woche bekannt geworden ist, könnten die US-Sanktionen zumindest mittelbaren Einfluss auf Nord Stream 2 besitzen. Ein Versicherer hat sich offenbar von dem wichtigen EU-Projekt distanziert. Das könnte eine Belastung für die Gazprom-Aktie und Nord Stream 2 werden.

Zurich Insurance hat ersten Medienberichten zur Folge signalisiert, dass man Nord Stream 2 künftig nicht versichern wolle. Das berichtet jedenfalls der US-Nachrichtendienst Bloomberg unter Verweis auf einige mit der Sache vertraute Insider.

Ein Sprecher wollte diese Gerüchte nicht bestätigen, zumindest nicht direkt. Man kommentiere im Allgemeinen keine Geschäftsbeziehungen mit Drittpartnern. Allerdings halte man sich sehr wohl an gültige Compliance- und Sanktionsregelungen. Indirekt klingt das für mich jedenfalls so, als wäre ein Rückzug bei der Versicherung von Nord Stream 2 nicht ausgeschlossen.

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Für die Versicherer könnte potenziell viel auf dem Spiel stehen. Nur für Nord Stream 2 die internationalen Geschäftsbeziehungen mit den USA aufzugeben, könnte ein zu großes Risiko sein. Offenbar entlädt sich ein Teil dieses Risikos jetzt mittelbar bei Nord Stream 2. Auch das sollten Foolishe Investoren nicht ausblenden.

Es geht um den Betrieb von Nord Stream 2!

Bereits seit einiger Zeit verweise ich konsequent darauf, dass es bei Gazprom und Nord Stream 2 nicht mehr bloß um den Bau der Pipeline geht. Wie gesagt: Hier können das Unternehmen und das EU-Projekt derzeit einige Fortschritte machen. Das ist jedoch nur ein Teil der Medaille.

Auch der Betrieb ist ein wichtiger (wenn nicht sogar der wichtigste?) Teil bei diesem Thema. Die US-Sanktionen zielen dabei inzwischen auf die Versicherer und Zertifizierer von Nord Stream 2 ab. Das könnte, metaphorisch gesprochen, zu einer weiteren Baustelle im diffusen Kontext des EU-Projekts werden.

Wichtig dürfte daher in Zukunft sein, dass auch hierfür eine Lösung gefunden werden kann. Wie diese aussehen sollte? Möglicherweise mit kleineren Versicherern, wobei die Frage ist, ob diese ein solches Projekt versichern können. Oder aber auf Umwegen. Das ist jedoch etwas, was man gewiss nicht aus dem Auge verlieren sollte.

Die Schlagzeilen reißen nicht ab!

Die aktuelle Nachricht sollten Foolishe Investoren daher nicht unterbewerten. Zurich ist zwar gewiss nicht der einzige potenzielle Versicherer auf dem Markt. Allerdings dürften auch andere international tätige Konzerne die gleiche kritische Ausgangslage vorfinden. Das könnte die Versicherung erschweren.

Wie genau es an dieser Front mit Nord Stream 2 weitergehen wird? Das bleibt die spannende Frage. Auch damit zeigt sich jedenfalls: Die Schlagzeilen reißen nicht ab. Das wird vermutlich auch weiterhin so bleiben.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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