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FIRE, Coast FIRE, finanzielle Freiheit: Wann weiß man, dass man das Ziel erreicht hat?

Foto: Getty Images

Egal ob mit dem Wörtchen Coast davor, einfach nur FIRE oder die finanzielle Freiheit im Allgemeinen: Im Endeffekt geht es stets darum, Ziele zu erreichen. Mal für den Ruhestand, mal für einen vorzeitigen. Mal aber auch, um finanziell unabhängig zu sein. Die Beweggründe sind daher eigentlich gar nicht so verschieden.

Eine überaus relevante Frage könnte jedoch sein: Wie weiß ich eigentlich, ob ich mein Ziel bereits erreicht hab? Egal ob Coast FIRE, FIRE oder die finanzielle Freiheit. Das ist eine wichtige Gemeinsamkeit und ein grundsätzliches Problem.

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FIRE, Coast FIRE, finanzielle Freiheit: Eigentlich einfach, oder?

Egal ob FIRE, Coast FIRE oder auch die finanzielle Freiheit: Es könnte eigentlich recht einfach sein. Im Endeffekt gilt, dass man sein Ziel erreicht hat, sobald die Erträge ausreichend sind, um die individuelle Wunschvorstellung zu erreichen.

Benötigst du beispielsweise 2.500 Euro pro Monat oder 30.000 Euro im Jahr, so sollten deine Netto-Erträge entsprechend hoch sein. Hast du diesen Betrag erreicht? Herzlichen Glückwünsch, du bist finanziell frei. Zumindest in der Theorie.

Gerade die Praxis zeigt jedoch, dass es im Endeffekt doch nicht so einfach ist. Wobei es kaum Unterschiede macht, ob man Coast FIRE, FIRE oder die finanzielle, vorzeitige Freiheit erreichen möchte. Hier gibt es noch andere Dinge zu berücksichtigen. Und genau das macht es komplizierter. Vor allem, wenn wir bedenken, dass auch die eigenen individuellen Ziele durchaus divergieren können.

Es ist schon ein bisschen komplizierter

Im Endeffekt sind die Erträge schließlich selten absolut sicher. Das bedeutet, dass man diese theoretische Definition für sich persönlich noch erweitern sollte. Ausfälle bei der Dividende, nicht planbare Renditen: All das gehört zum erweiterten Kreis von Coast FIRE, FIRE und der finanziellen Freiheit schließlich dazu.

Daher würde ich dazu übergehen, diese Definition der jeweiligen Ziele noch um einen Zusatz zu erweitern. Sein Ziel hat man im Endeffekt erreicht, wenn die Erträge aus den Kapitalanlagen den Lebensunterhalt entsprechend decken. Plus einen Sicherheitsanteil, den man selbst für sich wählen kann. Wer immer mit 100 % rechnet, der muss sich früher oder später möglicherweise einschränken.

Welchen Puffer sollte man wählen? Auch das ist wiederum eine sehr individuelle Frage, genauso wie die nach dem Betrag, den man für FIRE, Coast FIRE oder die finanzielle Freiheit benötigt. Eher knapp kalkuliert in schwierigen Zeiten könnten 10 % sein. Konservativer hingegen vielleicht 25 bis 30 %. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann womöglich sogar auf 50 % gehen. Richtig oder falsch gibt es auch hier nicht. Nur das richtigerweise erkannte Bedürfnis, eben nicht auf Heller und Pfennig zu kalkulieren.

Wer daher 100 % seines Lebensunterhaltes mit seinen Erträgen decken kann und ausreichend abgesichert ist, der ist für mich finanziell frei. Oder im Ruhestand frei. Das ist jedenfalls mein Gradmesser, wie ich bei dieser Thematik verfahre.

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