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Dominostein Evergrande: Aktien, die jetzt im Crash interessant werden!

Angst ETF
Foto: Getty Images

Bietet der Evergrande-Crash Einstiegschancen? Lange Zeit kannten die Börsen weltweit nur eine Richtung: nach oben. Damit scheint für den Moment Schluss zu sein, denn es erreichen uns negative Nachrichten aus China.

Diesmal handelt es sich nicht um politische Eingriffe der Zentralregierung in Peking, sondern vielmehr um einen drohenden Tsunami aus dem Finanzsystem selbst. Konkret geht es um die Evergrande Group, einen chinesischen Immobilienentwickler. Gemessen am Umsatz ist es das zweitgrößte Immobilienunternehmen in China.

Der hochverschuldete Immobilienkonzern kämpft mit schweren Verlusten und einem drohenden Zahlungsausfall. Da sich die Gesamtschulden des Unternehmens auf mehr als 300 Mrd. US-Dollar belaufen, kann man sich sehr gut vorstellen, was eine drohende Insolvenz für weitreichende Folgen hätte.

Achtung, Fools …

Prinzipiell sollte man sich als Anleger freuen, wenn die Kurse ins Rutschen geraten. Schließlich ist nicht jedes Unternehmen direkt von einer Immobilien- oder Bankenkrise in China betroffen, selbst wenn diese hohe Wellen schlagen sollte.

Ein echter Fool sollte sich jetzt auf die Lauer legen und die Aktien im Blick behalten, die man ohnehin schon sehr lange kaufen wollte. Bisher erweist sich der Ausverkauf noch nicht als nachhaltig. Es könnte also klug sein, noch so lange abzuwarten, bis die Lawine richtig ins Rollen gekommen ist. Ob der Fall überhaupt eintreten wird, wird sich am Ende zeigen. 

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Tendenziell sitzen viele Marktteilnehmer auf Cash-Reserven. Akteure, die nur auf kleine Rücksetzer warten, um dann günstiger einzusteigen. So war es zumindest häufig in der Vergangenheit.

Das soll einen erfahrenen Fool aber nicht unter Druck setzen. Schließlich kennt er seine Lieblingsaktien und weiß genau, welchen Preis wer dafür zahlen darf, um am Ende eine gute Rendite zu bekommen.

Ein Blick in den defensiven Konsumgütersektor

Mit Blick auf den defensiven Konsumgütersektor bieten sich aktuell nur wenige wirklich günstige Aktien an. Die Klassiker Coca-Cola, Procter & Gamble oder PepsiCo sind aktuell noch weit entfernt von dem magischen 15er-KGV. Ihre Dividendenrenditen liegen aber schon heute zwischen 2,5 und 3,1 %, was deutlich mehr ist, als der Bond-Markt bietet.

Sollte sich die drohende Krise von selbst wieder auflösen, dann könnten auch Aktien aus dem zyklischen Bereich oder höher bepreiste Wachstumswerte einen Blick wert sein. Schließlich leiden zyklische Werte stärker unter Krisen – besonders dann, wenn sie auch auf die Realwirtschaft überspringen.

Besonders die deutschen Autobauer und Chemie-Unternehmen hängen am Tropf der Weltwirtschaft. Insbesondere China war für sie zuletzt ein großer Wachstumstreiber.

Evergrande Crash: Zurück zur Normalität

Vielleicht kann man den aktuellen Ausverkauf am Aktienmarkt auch als einen Weg zurück zur Normalität bezeichnen. Schließlich ist es am Finanzmarkt üblich, Schwankungen zu haben. 

Der Volatilitätsindex auf den S&P 500 war ohnehin zuletzt sehr niedrig, was ein trügerisches Zeichen sein kann. Zuletzt explodierte er im Corona-Jahr 2020 sowie während der Finanzkrise im Jahr 2008/2009. Der aktuelle Ausverkauf kann aber noch nicht wirklich als ein echter Crash bezeichnet werden. Da müsste noch mehr passieren. Warten wir ab, wie sich die Lage entwickelt.

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Frank Seehawer besitzt Aktien von Procter & Gamble, PepsiCo und Coca Cola. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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