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Dieser europäische Wachstumwert steigert den Umsatz um 82 %

Foto: Getty Images

Ich finde den DEKA STOXX Europe Strong Growth 20 UCITS ETF (WKN: ETFL03) sehr spannend. Der ETF enthält die 20 wachstumsstärksten ETFs des europäischen Kontinents. Enthaltene Werte wie ASML (WKN: A1J4U4) oder die Schweizer VAT Group (WKN: A2AGGY) habe ich mir in der Vergangenheit bereits näher angesehen und finde die Geschäftsmodelle äußerst stark. Im ETF ist auch das schwedische Unternehmen MIPS AB (WKN: A2DNT6) enthalten, das ich mir heute genauer ansehen möchte.

Das Unternehmen kann beeindruckende Zahlen für die ersten neun Monate vorlegen. Der MIPS-Umsatz stieg in den ersten neun Monaten 2021 um 82 %. Die Bruttomarge liegt bei über 73 % und die EBIT-Marge bei 54 %. Welches Geschäftsmodell macht diese beeindruckenden Kennzahlen möglich?

MIPS bald in jedem Helm?

Herkömmliche Helme schützen im Falle eines Sturzes, insbesondere bei einem geraden Aufprall auf den Boden. Solche Stürze unter Bedingungen wie im Testlabor sind in der Realität allerdings eher selten zu beobachten. Stattdessen kommt es meist zu einem schrägen Aufprall und die Rotationsenergie wirkt auf den Kopf, was zu schweren Verletzungen führen kann.

Hier kommt MIPS ins Spiel. Die Technologie des Unternehmens kann die auf den Kopf einwirkenden Rotationskräfte mit reibungsarmen Innenschalen reduzieren, die eine relative Drehung des Helms um 10 bis 15 mm ermöglichen. Die Technologie überzeugt bereits Verbraucher und Hersteller, insbesondere im Sportbereich. Mittlerweile setzen 123 Marken aus der Sportbranche bei ihren Helmen auf die MIPS-Technologie.

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Ein aktueller Schwerpunkt von MIPS ist es, die Marke zu stärken, die Vorteile der Technologie zu erklären und zu einem erwarteten Merkmal von Helmen zu werden. Das Unternehmen sieht einen adressierbaren Markt von 130 Millionen Helmen. Ende 2020 bediente MIPS davon laut eigenen Angaben 6 %. Neben Fahrrad- und Skihelmen sieht das Unternehmen ein großes Potenzial bei Helmen für Motorradfahrer und für den industriellen Einsatz.

Qualität, die man bezahlt

Ein großes Risiko für MIPS ist das Aufkommen konkurrierender Technologien, die ebenfalls versprechen, die Rotationskräfte bei einem Sturz zu verringern. Um dieses Risiko zu verringern, spielt die Geschwindigkeit für MIPS eine wichtige Rolle, um sich als Standard in der Branche zu etablieren.

Darüber hinaus muss die Qualität der Produkte gewährleistet sein. MIPS stellt seine Produkte nicht selbst her, sondern lässt sie größtenteils in China fertigen. Bei der steigenden Anzahl von Produkten und Partnern muss die Qualität der Materialien und der Verarbeitung dennoch stimmen. Finanziell ist es aber ein erheblicher Vorteil, da keine hohen Investitionen in Fertigungsmaschinen benötigt werden.

Die starken Zukunftsaussichten und Kennzahlen müssen an der Börse sicherlich teuer bezahlt werden. Die erwartete Free-Cashflow-Rendite für 2021 liegt noch nicht mal bei einem Prozent. Trotz des starken Wachstums relativiert sich diese nicht vollständig. Für mich ist die MIPS-Aktie daher derzeit nur als Beimischung geeignet.

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Florian Hainzl besitzt Anteile am DEKA STOXX Europe Strong Growth 20 UCITS ETF. The Motley Fool empfiehlt ASML Holdings.



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